Besondere Mondfinsternis: Darum lohnt sich Frühaufstehen Ende August
Am 28. August 2026 ereignet sich in Deutschland eine ausgeprägte partielle Mondfinsternis. Kurz vor Sonnenaufgang schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond. Ab 4:33 Uhr tritt der Erdtrabant in den Kernschatten der Erde ein. Alles was ihr wissen müsst.
Mondfinsternis am frühen Morgen
Der Höhepunkt wird gegen 6:13 Uhr erreicht, wobei bis zu 93 Prozent der Mondscheibe verdunkelt werden. Dass das Ereignis nur gut zwei Wochen nach der jüngsten Sonnenfinsternis stattfindet, ist kein Zufall. In der Astronomie spricht man von einer Finsternis-Saison. Solche Phänomene treten oft in Paaren auf. Da die Mondbahn um etwa fünf Grad geneigt ist, fällt der Erdschatten nicht jeden Monat auf die Oberfläche.
Die Beobachtung gestaltet sich in Mitteleuropa anspruchsvoll. Wie der SWR berichtet, steht der Mond zum Zeitpunkt der maximalen Verdunkelung bereits sehr tief über dem westlichen Horizont.
Beste Sicht im Westen Deutschlands
Gleichzeitig setzt die Morgendämmerung ein, was den Kontrast am Himmel stark verringert. Im Osten des Landes geht der Mond vor dem Höhepunkt der Finsternis unter.
Beobachter im Westen haben einen Vorteil, da der Monduntergang dort später erfolgt. Für eine erfolgreiche Sichtung ist ein erhöhter Standort mit freiem Blick nach Südwesten erforderlich. Ein Fernglas hilft, den verfinsterten Himmelskörper in der Dämmerung besser zu erkennen. Fotografen profitieren von der sogenannten Mondtäuschung, die den tief stehenden Trabanten optisch größer erscheinen lässt.
Kupfermond und nächste Termine
Obwohl es sich nicht um eine totale Finsternis handelt, kann der verdunkelte Teil durch in der Erdatmosphäre gestreutes Sonnenlicht rötlich erscheinen. Das Phänomen ist als Kupfermond oder Blutmond bekannt. Bei der aktuellen Finsternis wird dieser Effekt aufgrund der hohen Bedeckung von über 90 Prozent besonders im Westen nur schwach sichtbar sein.
Die rote Färbung entsteht, weil die Erdatmosphäre die kurzwelligen blauen Lichtanteile streut und absorbiert. Nur das langwellige rote Licht passiert die Lufthülle und wird in den Kernschatten abgelenkt. Wie intensiv die Färbung ausfällt, hängt auch von Staub und Asche in der Atmosphäre ab. Vulkanausbrüche oder Waldbrände können den Mond besonders dunkelrot erscheinen lassen.
Die nächste totale Mondfinsternis, bei der der Mond vollständig in den Kernschatten eintaucht, ist in Deutschland erst an Silvester 2028 zu sehen. Bis dahin bleiben hierzulande nur Halbschattenfinsternisse, bei denen der Mond lediglich den äußeren Schattenbereich der Erde streift. Diese sind kaum mit bloßem Auge zu erkennen.
Habt ihr vor, für das Ereignis extra früh aufzustehen, oder schaut ihr euch lieber später die Fotos an? Teilt eure Pläne und Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit uns!
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Wann startet die Mondfinsternis genau?
Das Himmelsschauspiel findet am frühen Freitagmorgen, den 28. August 2026, statt. Wer das Ereignis vor der Arbeit verfolgen möchte, muss den Wecker früh stellen: Der Mond tritt bereits um 4:33 Uhr in den Kernschatten der Erde ein.
Der Höhepunkt der Verdunkelung wird gegen 6:12 Uhr bis 6:13 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sind bis zu 93 Prozent der Mondscheibe verdeckt. Da der Mond kurz darauf untergeht, empfiehlt es sich, pünktlich um halb fünf mit der Beobachtung zu beginnen.
Wo habe ich die beste Sicht?
Ein freier Blick zum westlichen beziehungsweise südwestlichen Horizont ist zwingend erforderlich. Da der Mond sehr tief steht, können Gebäude oder Bäume die Sicht schnell blockieren. Erhöhte Standorte wie Hügel oder Sternwarten sind ideal.
Je weiter westlich Sie sich in Deutschland befinden, desto besser sind die Bedingungen. Im Osten geht der Mond früher unter, wodurch das Maximum der Finsternis dort oft nicht mehr sichtbar ist. Absolute Dunkelheit ist jedoch nicht zwingend nötig.
Brauche ich ein Teleskop dafür?
Nein, im Gegensatz zur Sonnenfinsternis benötigen Sie weder eine spezielle Schutzbrille noch ein teures Teleskop. Das Phänomen lässt sich absolut gefahrlos und problemlos mit dem bloßen Auge beobachten.
Ein gewöhnliches Fernglas ist dennoch ein äußerst nützliches Hilfsmittel. Da die Morgendämmerung parallel zur Finsternis einsetzt, hilft ein Fernglas dabei, den Kontrast zwischen der dunkler werdenden Mondscheibe und dem heller werdenden Himmel zu verstärken.
Warum ist die Beobachtung schwierig?
Das größte Hindernis am 28. August ist das gleichzeitige Einsetzen der Morgendämmerung. Während der Mond immer weiter in den Erdschatten eintaucht und dunkler wird, geht auf der gegenüberliegenden Seite die Sonne auf.
Zudem sinkt der Mond während des gesamten Prozesses immer tiefer in Richtung Horizont. Diese Kombination aus schwindender Höhe und zunehmendem Tageslicht macht es zu einer echten Herausforderung, das Spektakel in seiner vollen Pracht zu erfassen.
Gibt es einen roten “Blutmond”?
Da es sich "nur" um eine partielle Finsternis handelt, bei der ein kleiner Teil des Mondes hell bleibt, entsteht kein klassischer Blutmond. Der verfinsterte Bereich erscheint typischerweise eher grau bis leicht rötlich.
Dennoch heißt es, dass sich unter guten Bedingungen ein sogenannter "Kupfermond" zeigen könnte. Angeblich soll das durch die Erdatmosphäre abgelenkte Streulicht ausreichen, um dem Mond vor allem im Westen Deutschlands eine schwache kupferrote Färbung zu verleihen.
Lohnt sich das Fotografieren?
Für Hobby-Fotografen bietet dieses Ereignis eine hervorragende Gelegenheit. Durch die extrem tiefe Position des Mondes am Horizont lassen sich irdische Objekte wie Gebäude, Bäume oder Landschaften perfekt in das Bild integrieren.
Dabei kommt Fotografen die sogenannte "Mondtäuschung" zugute: Ein optisches Phänomen lässt den Mond in Horizontnähe deutlich größer erscheinen, als er tatsächlich ist. Das sorgt für besonders eindrucksvolle und dramatische Aufnahmen am frühen Morgen.
Warum folgen Finsternisse aufeinander?
Vielen IT-Profis mit Hang zur Astronomie dürfte aufgefallen sein, dass erst am 12. August eine Sonnenfinsternis stattfand. Astronomen sprechen bei dieser Häufung von einer sogenannten Finsternis-Saison.
Solche Himmelsereignisse treten häufig in zeitlicher Nähe als Doppel auf, da die geometrischen Bedingungen von Erde, Mond und Sonne in diesen Phasen optimal aufeinander abgestimmt sind. Von einem einzigen Standort aus sind jedoch selten beide Ereignisse gut sichtbar.
Wann ist die nächste Chance?
Wer am Freitagmorgen lieber ausschläft, braucht etwas Geduld. Im Jahr 2027 streift der Mond den Erdschatten zwar leicht, dies wird als Halbschattenfinsternis aber kaum wahrnehmbar sein. Auch Anfang 2028 wird nur ein marginaler Teil verdeckt.
Das nächste wirklich große Highlight lässt bis zum 31. Dezember 2028 auf sich warten. Dann dürfen wir uns deutschlandweit auf eine totale Mondfinsternis freuen, die pünktlich zum Silvesterabend als echter Blutmond am Himmel stehen wird.
Zusammenfassung
- Mondfinsternis am frühen Morgen des 28. August 2026 im Westen
- Die maximale Verdunkelung erreicht um 6:13 Uhr bis zu 93 Prozent
- Beobachtung ist wegen tiefen Standes und Dämmerung schwierig
- Der Westen Deutschlands bietet wegen späterem Untergang beste Sicht
- Ein Fernglas erleichtert die Sichtung des tiefstehenden Mondes
- Eine totale Mondfinsternis ist in Deutschland erst Ende 2028 zu sehen
Siehe auch:
- Zwergplanet Pluto entfernt sich: Atmosphäre steht vor dem Kollaps
- Sonnenfinsternis 2026: Experten warnen vor diesen Hausmitteln
- Mondkrater nach SpaceX-Absturz: NASA veröffentlicht erste Bilder



