ePowerFun-Vergleich: Welcher E-Scooter passt zu dir?
Der Markt ist unübersichtlich geworden. Der F.A.Z. Kaufkompass hat für seinen Vergleich 48 Modelle geprüft, scootervergleich.net 47 Modelle. Die Stiftung Warentest hat E-Scooter erstmals im Juli 2025 getestet (Ausgabe 08/2025), damals mit sieben Modellen und ohne ePowerFun im Testfeld. Eine pauschale Antwort auf die Frage nach dem besten E-Scooter gibt es deshalb nicht. Dieser Artikel ordnet die Modellpalette des Herstellers aus Idstein nach Einsatzprofilen, auf Basis der Herstellerangaben mit Stand August 2026 und der Ergebnisse benannter Testredaktionen.
Worauf ist beim E-Scooter-Kauf zu achten?
Vier Faktoren trennen im Test gute von schwachen Modellen: die Dosierbarkeit der Bremsen, Federung und Reifengröße, das Drehmoment am Berg sowie die Sichtbarkeit. Blinker sind ab 2027 bei neu zugelassenen Modellen vorgeschrieben. Alle vier aktuellen ePowerFun-Modelle sind bereits heute mit sechs Blinkern, schlauchlosen Luftreifen mit selbstreparierender Geleinlage und einer elektrischen Bremse mit Rekuperation ausgestattet.
Zur Reichweite ist Skepsis angebracht. Gemessene Werte liegen in Fachtests regelmäßig unter den Werksangaben: scootervergleich.net hat 32 Modelle selbst nachgemessen, 31 davon verfehlten ihre Angabe, im Schnitt um 15 Prozent und im schlechtesten Fall um 43 Prozent. ePowerFun nennt seine Messbedingungen offen: 75 Kilogramm Fahrergewicht, ebene Strecke, 3 bar Reifendruck, 25 Grad, 20 km/h Durchschnittstempo. Die folgenden Angaben sind entsprechend zu lesen.
Welcher ist der beste E-Scooter? Der ePF-2 PRO ist Testsieger
Der ePF-2 PRO ist das am umfassendsten getestete Modell der Palette. heise online hebt den kraftvoll und zugleich leise arbeitenden 1.200-Watt-Motor hervor, dazu die einstellbare Vollfederung, das 80-Lux-Frontlicht und den Wechselakku, der nach Einschätzung der Redaktion ein echtes Alltagsproblem löst.
Im F.A.Z. Kaufkompass führt der ePF-2 PRO das Feld von 48 geprüften Modellen an. Bei scootervergleich.net erreichte die Variante mit 653-Wh-Wechselakku ein Ergebnis von 95,39 Prozent. Von e-roller.com stammt der Titel „Testsieger mit Wechselakku und Vollfederung 2025“; Federung sowie Akku und Reichweite bewertete das Portal jeweils mit „sehr gut“.

Bester E-Scooter im F.A.Z. Kaufkompass: der ePF-2 PRO, hier in der Farbvariante Ice Blue. (Bild: © ePowerFun.de GmbH)
Angetrieben wird der ePF-2 PRO von einem 48-Volt-Heckmotor mit 500 Watt Nenndauerleistung und 1.200 Watt Spitzenleistung. Gefedert wird vorn und hinten, die hintere Stahlfeder ist einstellbar. Fest verbaute Akkus gibt es mit 490, 612 oder 816 Wh, Wechselakkus mit 490 oder 653 Wh. Der Wechselakku ist der praktische Kern des Modells: Er lässt sich getrennt vom Scooter laden, was in Mehrfamilienhäusern ohne Steckdose am Stellplatz entscheidend ist. Die Zuladung liegt bei 120 Kilogramm, das Gewicht bei 22,2 bis 23,8 Kilogramm, der Preis beginnt bei 749 Euro.

Der Wechselakku des ePF-2 PRO lässt sich entriegeln und getrennt vom E-Scooter laden. (Bild: © ePowerFun.de GmbH)
Warum ePowerFun? Herkunft der Technik
Die Steuerelektronik stammt nicht aus dem E-Scooter-Umfeld. Firmengründer Stefan Köhler ist seit Jahrzehnten im RC-Car-Rennsport aktiv und setzte von Anfang an auf Controller des Herstellers Hobbywing, der in dieser Disziplin acht Weltmeistertitel gewonnen hat. Daraus resultiert die feine Regelbarkeit von Gas und elektrischer Bremse. Deren Ansprechverhalten lässt sich beim ePF-2 PRO, ePF-3 und ePF-SKATE über die ePF-App zwischen „sanft“ und „sehr direkt“ einstellen.
ePowerFun ist vom Kraftfahrt-Bundesamt als Fahrzeughersteller anerkannt. Am Firmensitz in Idstein arbeiten Kfz-Meisterwerkstatt und Kundendienst unter einem Dach. Sämtliche Ersatzteile sind im Shop einzeln erhältlich, auch für ausgelaufene Baureihen wie ePF-1 und ePF-2, was die Reparaturfähigkeit über den Modellzyklus hinaus sichert. Die Garantie beträgt bis zu 24 Monate nach den veröffentlichten Garantiebedingungen, der Versand innerhalb Deutschlands ist versandkostenfrei. Das Portal e-roller.com kürte den Hersteller 2025 und 2026 zum Servicesieger.

Vollfederung und schlauchlose Luftreifen zählen zur Grundausstattung der aktuellen ePowerFun-Modelle. (Bild: © ePowerFun.de GmbH)
Welcher E-Scooter hat die größte Reichweite? Der ePF-3
Der ePF-3 ist das ausdauerndste Modell: 864 Wh für bis zu 100 Kilometer, wahlweise 1.200 Wh für bis zu 140 Kilometer, jeweils mit 21700er Zellen. Der Motor stammt aus dem ePF-PULSE+ und leistet in der Spitze 1.600 Watt. Damit adressiert der ePF-3 zugleich das Thema Steigung, denn über die Bergleistung auf längeren Anstiegen entscheiden Drehmoment und Hitzefestigkeit, nicht die Nennleistung.
Zur Ausstattung gehören eine Federgabel mit Stahlfeder vorn, ein 60-Lux-Scheinwerfer mit verstellbarem Winkel, ein Rücklicht mit Bremslichtfunktion, die Schutzart IP65, ein USB-C-Anschluss am Lenkerkopf, eine elektronische Schlüsselkarte und serienmäßig eine SP-Connect-Halterung. Die Zuladung von 140 Kilogramm ist der höchste Wert der Palette und ein Kriterium, das bei E-Scootern oft übersehen wird. Das Gewicht beträgt 23,8 Kilogramm, der Preis 799 Euro, die 1.200-Wh-Version 939 Euro.
Welcher E-Scooter bietet den besten Fahrkomfort? Der ePF-PULSE+
Das Topmodell ist der einzige ePowerFun-Scooter mit Scheibenbremsen an beiden Achsen, ergänzt um die elektrische Bremse. Gefedert wird vorn und hinten, der Scheinwerfer leistet 80 Lux, das Trittbrett misst 48 mal 19 Zentimeter. Bei scootervergleich.net führt das Modell die Bestenliste an; der Vorgänger ePF-PULSE war 2024 Testsieger im F.A.Z. Kaufkompass.
Der Antrieb entspricht mit 1.600 Watt Spitzenleistung dem des ePF-3, der Akku ist mit 720 oder 960 Wh verfügbar, die Zuladung beträgt 140 Kilogramm. Das Gewicht von 25,1 bis 26 Kilogramm ist der Preis für die Vollausstattung; zum häufigen Tragen über Treppen eignet sich das Modell weniger. Der Einstieg liegt bei 1.299 Euro.
Als Geländefahrzeug ist der ePF-PULSE+ nicht konstruiert, ebenso wenig wie jeder andere E-Scooter mit Allgemeiner Betriebserlaubnis: Vorgesehen sind Radwege und Fahrbahnen. Für grobes Pflaster und befestigte Wege bleibt die Vollfederung jedoch die belastbarste Lösung im Programm.
Welcher E-Scooter eignet sich für die letzte Meile? Der ePF-SKATE
Der ePF-SKATE wiegt 15,9 Kilogramm bei 1,07 Metern Länge. Trotz der kompakten Bauform arbeitet im Inneren ein 48-Volt-System mit 1.200 Watt Spitzenleistung, der 432-Wh-Akku reicht für bis zu 45 Kilometer. Eine Federung fehlt; 9-Zoll-Luftreifen mit Geleinlage übernehmen einen Teil der Dämpfung, gebremst wird über eine Trommelbremse vorn und die E-Bremse. Mit 499 Euro ist er der Einstieg in die Marke und die Wahl für alle, die den Scooter regelmäßig tragen oder im Kofferraum verstauen.
Übersicht: Modell und Einsatzprofil
| Modell | Empfohlen für | Reichweite (1) | Federung | Gewicht | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| ePF-SKATE | Letzte Meile, Tragen | 45 km | keine | 15,9 kg | 499 EUR |
| ePF-2 PRO | Alltag, Pendeln, Wechselakku | 60-100 km | vorn und hinten | 22,2-23,8 kg | 749 EUR |
| ePF-3 | Langstrecke, Steigung, Zuladung | 100-140 km | Federgabel vorn | 23,8-24,9 kg | 799 EUR |
| ePF-PULSE+ | Komfort, Scheibenbremsen | 75-100 km | vorn und hinten | 25,1-26 kg | 1.299 EUR |
(1) Herstellerangaben unter den oben genannten Messbedingungen.
Was kostet ein guter E-Scooter?
Unter 1.000 Euro liegen der ePF-SKATE, der ePF-2 PRO und der ePF-3. In dieser Klasse ist der ePF-2 PRO die konsequente Wahl: Er kombiniert als einziges Modell Vollfederung und Wechselakku und verfügt zugleich über die breiteste externe Testabsicherung. Unter 2.000 Euro kommt der ePF-PULSE+ hinzu; sein Aufpreis fließt in die zweite Scheibenbremse und den höheren Federungsaufwand, was sich erst ab etwa 20 Kilometern Tagesstrecke auf schlechtem Belag auszahlt.
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Wie schnell fahren E-Scooter wirklich?
Modelle mit Allgemeiner Betriebserlaubnis sind in Deutschland bauartbedingt auf 20 km/h begrenzt. ePowerFun nutzt nach eigenen Angaben den zulässigen Toleranzbereich von zehn Prozent aus. Unterschiede entstehen also nur bei Beschleunigung und Bergleistung; hier liegen der ePF-3 und der ePF-PULSE+ vor den 1.200-Watt-Varianten. Manipulationen an der Begrenzung führen zum Erlöschen von Betriebserlaubnis und Versicherungsschutz.

Für Pendelstrecken zählt beim besten E-Scooter weniger die Endgeschwindigkeit als die Bergleistung. (Bild: © ePowerFun.de GmbH)
Für Einsteiger zählen andere Kriterien: Alle Modelle bieten eine Zero-Start-Option, eine einstellbare Gas- und Bremscharakteristik und eine in der App wählbare Tempobegrenzung zwischen 6 und 20 km/h. Abruptes Anfahren, das bei Modellen ohne einstellbare Gaskennlinie vorkommt, lässt sich damit vermeiden.
Welche Regeln gelten für E-Scooter?
Betrieb und Zulassung regelt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV). Nach § 3 eKFV ist keine Fahrerlaubnis erforderlich, das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Voraussetzung ist eine Allgemeine Betriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes; der ePF-3 trägt die ABE-Nummer P651, der ePF-PULSE die Nummer P474. Eine Haftpflichtversicherung mit Versicherungskennzeichen ist Pflicht, das Versicherungsjahr läuft vom 1. März bis Ende Februar. Eine Helmpflicht besteht nicht, ein Kopfschutz wird aber ausdrücklich empfohlen. Es gelten dieselben Alkoholgrenzwerte wie für Kraftfahrzeuge.
Häufige Fragen
Welcher E-Scooter eignet sich für schwere Fahrer?
Der ePF-3 und der ePF-PULSE+ erlauben je 140 Kilogramm Zuladung, der ePF-2 PRO 120 Kilogramm.
Was kostet der Testsieger?
Der ePF-2 PRO beginnt bei 749 Euro; die Wechselakku-Variante mit 653 Wh liegt bei rund 899 Euro.
Darf ein E-Scooter in Bus und Bahn mitgenommen werden?
Die Regeln unterscheiden sich je nach Verkehrsverbund, einzelne untersagen die Mitnahme. Ein Blick in die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Anbieters ist vor dem Kauf ratsam.
Wie sieht es bei Regen und im Winter aus?
Der ePF-3 erfüllt die Schutzart IP65. Fahrten durch stehendes Wasser über zwei Zentimeter Tiefe sind laut Bedienungsanleitung zu vermeiden. Bei längerer Standzeit sollte der Akku etwa alle vier Wochen kontrolliert und teilgeladen gelagert werden.
Wie lässt sich Diebstahl vorbeugen?
Der ePF-3 und der ePF-PULSE+ verfügen über eine elektronische Schlüsselkarte, alle Modelle über eine App-Wegfahrsperre. Für mechanische Schlösser gibt es modellspezifische Halterungen.
Wie lange dauert die Lieferung?
Lagerware wird innerhalb weniger Werktage versandt. Einzelne Varianten sind zeitweise ausverkauft und werden über Vorbestellung mit festem Liefertermin nachgeliefert; der aktuelle Stand ist jeweils auf der Produktseite ausgewiesen.
Welcher ist der beste E-Scooter für Einsteiger?
Für Einsteiger zählen Dosierbarkeit und Vorhersehbarkeit mehr als Spitzenleistung. Der ePF-SKATE ist mit 15,9 Kilogramm am leichtesten zu handhaben, der ePF-2 PRO bietet mit Vollfederung und einstellbarer Gaskennlinie die ruhigere Charakteristik.
Preise und technische Daten geben den Stand August 2026 wieder und können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben des Herstellers. Zu versicherungs- und verkehrsrechtlichen Fragen enthält dieser Artikel unverbindliche Informationen und keine Rechtsberatung. Eine Beratung zur Modellwahl bietet der Hersteller kostenfrei an.
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