Die Schweizer Bevölkerungsstatistik 2025 in fünf Grafiken
In der Schweiz leben immer mehr Menschen, und sie sind im Schnitt immer älter. Die Zahlen des BFS im Überblick.
20.08.2026, 20:12
Ende Dezember 2025 lebten über 9.1 Millionen Menschen mit festem Wohnsitz in der Schweiz. Das sind 76’100 Personen mehr (+0.8 %) im Vergleich zum Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt. Im Vergleich zu früheren Jahren hat sich das Wachstum verlangsamt: 2023 wuchs die ständige Wohnbevölkerung um 1.7 Prozent, 2024 um 1.0 Prozent. Der Anteil der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung ist auf 27.7 Prozent gestiegen.
Rund 92 Prozent des Wachstums sind laut dem BFS auf die Zuwanderung zurückzuführen. Der Rest (rund 8 %) entspricht dem Geburtenüberschuss – der Differenz zwischen Geburten und Todesfällen.
2025 sind knapp 204’300 Menschen in die Schweiz eingewandert. Die grösste Einwanderungsgruppe sind Deutsche (26'400), gefolgt von zurückkehrenden Schweizerinnen und Schweizern (23’000). Demgegenüber haben rund 133’800 Menschen die Schweiz verlassen, darunter am meisten Schweizerinnen und Schweizer (29’400). Insgesamt sind die Einwanderungen um 3.9 Prozent gesunken, die Auswanderungen um 3.1 Prozent gestiegen.
Nicht alle Kantone sind gleich stark gewachsen. Der Kanton Schaffhausen verzeichnete 2025 mit +1.6 Prozent (+1420 Personen) das stärkste Wachstum – mehr als der nationale Schnitt von 0.8 Prozent. Am schwächsten sind die Kantone Glarus und Tessin mit je +0.2 Prozent gewachsen. In welchen Gemeinden die Bevölkerung am stärksten gewachsen ist, zeigt die folgende Tabelle:
2025 kam es bei der Altersstruktur der Schweizer Bevölkerung zu einer historischen Verschiebung: Erstmals sind mehr Menschen 65 Jahre oder älter (1’810’600) als unter 20 Jahre alt (1’804’500). Die Zahl der Seniorinnen und Senioren stieg gegenüber dem Vorjahr um 2.3 Prozent.
Diese Entwicklung hat sich schon lange abgezeichnet, wie der Blick auf die Jugend- und Altersquotienten zeigt. Diese geben an, wie viele unter 20-Jährige respektive über 65-Jährige auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) kommen.
Damit wird die Schweizer Bevölkerung im Schnitt immer älter – und das bleibt laut Wirtschaftsverbänden eine zentrale Herausforderung: Altersbedingt treten mehr Personen aus dem Arbeitsmarkt aus, als Junge nachrücken. Entsprechend fehlt es an Arbeitskräften, und die Finanzierung der Altersvorsorge wird belastet.
Eine gewisse Linderung bringt die Zuwanderung, da primär Personen im erwerbsfähigen Alter einwandern. Das zeigt sich auch in der Alterspyramide: Bei ausländischen Staatsangehörigen ist sie im Alter zwischen 25 und 64 Jahren deutlich breiter als bei Schweizerinnen und Schweizern, deren stärkste Jahrgänge zwischen 55 und 69 Jahren liegen.
Die Statistikerinnen und Statistiker gehen in ihren Schätzungen davon aus, dass die Schweiz weiter wächst – hauptsächlich getrieben durch die Zuwanderung. Gemäss dem Referenzszenario des BFS dürfte die ständige Wohnbevölkerung zwischen 2040 und 2045 die 10-Millionen-Marke knacken.