BG Göttingen: „Der neue Coach ist sehr fordernd“
Stand: 06.08.2026, 19:41 Uhr
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Basketball-Zweitligist BG Göttingen trainiert unter dem neuen Trainer Martins Gulbis. Das Training am Donnerstag dauerte 25 Minuten länger als geplant.
Göttingen – Der seit Jahren übliche „Media Day“ bei den Veilchen. Basketball-Zweitligist BG Göttingen gibt den örtlichen Presse-Vertretern die Möglichkeit, die neuformierte Mannschaft ein erstes Mal beim Training zu sehen und mit den Spielern Kontakt aufzunehmen.
Kurz nach 13 Uhr sind die Veilchen mit den vier Neuzugängen Taj Bibbs, Zac Watson (beides US-Amerikaner), Radvilas Kneizys (aus Litauen) und Omar Pajic (Bosnien) munter in der Trainingshalle zugange. Die ebenfalls neuen Trainer Martins Gulbis und Martynas Airosius beobachten das rege Treiben der Spieler auf dem Spielfeld, der neue Chef mit seinem Taktikbrett in der Hand. Nach drei, vier oder fünf Spielzügen unterbricht er die Spielsituationen immer wieder, spricht auf sein neues Team ein, erklärt, gibt Anweisungen. Das geht eine ganze Weile so. Viel werfen die BGer von jenseits des Perimeters, das fällt unter anderem auf. Mathis Mönninghoff passt in die Mitte zum bei der BG gebliebenen Zach Jackson, der wieder raus zum bisherigen Kapitän - und der verwandelt einen nach dem anderen Dreier - kaum mal, dass einer nicht in den Korb flutscht.
Bis etwa 13.30 Uhr war das Training laut Plan angesetzt, doch es geht noch weiter. 25 weitere Minuten. Mit Beifall beenden die Veilchen das Donnerstagmittag-Training. Kurze Pause.
„Wir wollen mit einer sehr hohen Intensität und Aggressivität spielen“, verrät Coach Gulbis. Dass er mit fünf gegen fünf spielen und eben auch trainieren kann, sei schon mal wichtig. Und die Spieler hätten sich gut auf den Trainingsauftakt vorbereitet. Mit Co-Trainer Airosius, der zumindest leichte Ähnlichkeit mit Ex-Trainer Fabian Strauß hat, bespricht sich Gulbis auch während der Spielzüge immer wieder.
„Nach Tag 3 kann man noch nicht allzu viel sagen“, bleibt der bisherige Spielmacher Daniel Kirchner zurückhaltend. „Aber der Coach ist sehr fordernd“, verrät er und skizziert die Neuen: „Radvilas Kneizys arbeitet sehr gern sehr viel; er ist Erster und Letzter beim Training. Omar Pajic ist erst 26, aber schon ein Routinier. Tai Bibbs ist ein absoluter Athlet. Alle sind gute Typen. Wir wollen wieder in die Playoffs kommen, das ist das Ziel.“
Einen bemerkenswerten Einblick gibt Tai Bibbs: „Ich koche gerne, gehe gern in Restaurants und Cafés. Aber bisher war ich nach dem Training zu müde.“ Er sieht sich als Point Guard oder Shooting-Guard nach dem Motto: Ich spiel‘ da, wo der Coach mich hinstellt.“Und seine neue Nummer 33? „Eine verrückte Story“, lächelt Bibbs. „Mein Vater und meine Mutter hatten die 32, waren erfolgreich. Als Jüngster im College blieben die 32 und 33, da das 32er-Shirt aber zu groß war, nahm ich die 33.“ Eine neue Glücksnummer bei der BG?
Dass der neue Coach sehr professionell arbeitet, bestätigt auch Robin Lodders, der wie Kirchner seine zweite Saison bei der BG angeht. „Die beiden Trainer haben einen sehr klaren Plan, wissen ganz genau, was sie wollen. Sie vermitteln dies auf eine sehr harte, aber freundliche Art“, so sein Eindruck vom Trainer-Duo. „In meinem dritten Jahr erhoffe ich mir das Beste fürs Team, die optimale Leistung herauszuholen. Den Fans wollen wir eine schöne Show bieten“, sagt Nachwuchsmann Gaston Nguyen (18). „Ich würde gern einige Minütchen Spielzeit abgreifen, was natürlich auch von meiner Trainingsleistung abhängt.“ An mehr Training wird‘s in den nächsten Tagen nicht mangeln. Am Freitag fließt wieder der Schweiß bei der BG. (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)