Bittere Blamage im Freibad: Frau wütet über Currywurst-Preis – und bekommt knallharte Antwort

„Billigste Liegen, überteuerte Currywurst“: Wut auf bayerisches Freibad – doch Besucherin kassiert Kontra

Stand: 29.08.2026, 06:56 Uhr

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Mieser Service, überteuerte Preise? Eine Besucherin lässt ihrem Ärger nach einem Freibad-Tag freien Lauf – und muss dann mit viel Widerspruch leben.

Kitzingen – Pommes aus der Fritteuse, Currywurst in der Pappschale, dazu ein kühles Getränk: Der Kiosk-Besuch gehört für viele Badegäste zum Freibad-Erlebnis wie das Chlorwasser selbst. Doch was passiert, wenn Preise und Service nicht den Erwartungen entsprechen? Im unterfränkischen Kitzingen sorgt genau diese Frage derzeit für hitzige Diskussionen.

Pommes mit Mayo und Ketchup im Freibad

Pommes und Currywurst sind nach wie vor bei Freibadbesuchern beliebt. Doch fast überall wird auch dieser Klassiker teurer. (Symbolbild) © Nancy Heusel/IMAGO

Den Stein ins Rollen brachte eine Frau in der Facebook-Gruppe „Leben und Genießen im Landkreis Kitzingen“. Im Zentrum ihrer Kritik: 7,50 Euro für eine Currywurst mit Pommes. Doch die Preisgestaltung war nur ein Teil ihrer Beschwerde. Die Nutzerin monierte auch den Service: Wer eine Currywurst mit Brötchen ordere, erhalte diese in einem Kaffeebecher serviert. Vor 10 Uhr sei der Kiosk gar nicht geöffnet. Für ein „sehr spärlich belegtes“ Brötchen zu drei Euro müsse man rund 30 Minuten warten, weil die Backwaren erst aufgebacken würden. Kuchen suche man vergeblich auf der Speisekarte.

Mieser Service, überteuerte Currywurst-Preise – Freibad-Ärger in Bayern

Selbst die Liegen bekamen ihr Fett weg: Die für 20 Euro Kaution ausleihbaren Exemplare seien „die billigsten und unbequemsten“, die sie je erlebt habe. Das Kitzinger Freibad auf der Mondseeinsel hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Erneuerung durchlaufen. Nach Umbau- und Reparaturarbeiten wurde das Bad im Juni 2024 wiedereröffnet. Ihr Appell richtete sich direkt an die Stadt Kitzingen – sie solle für die kommende Saison Änderungen erwägen. Zahlreiche Kommentare folgten.

Besucherin kassiert Kontra

Die erhoffte Zustimmung blieb jedoch aus. Stattdessen hagelte es Widerspruch von anderen Nutzern der Facebook-Gruppe. „7,50 Euro für eine Currywurst mit Pommes ist doch preiswert“, konterte eine Kommentatorin. Eine weitere Nutzerin berichtete von ihren Erfahrungen in anderen Schwimmbädern, Freizeitparks und Tierparks: Dort seien zehn bis elf Euro für dasselbe Gericht längst üblich, einmal habe sie sogar 13 Euro bezahlt.

Auch die wirtschaftliche Realität der Gastronomen wurde ins Feld geführt. „Es wird alles teurer. Da passen die eben ihre Preise an. Ist überall so“, argumentierte ein Nutzer. Ein anderer erinnerte daran, dass Kioskbetreiber neben dem Wareneinkauf auch Pacht, Strom, Gas und weitere laufende Kosten stemmen müssten. „Die Betreiber wollen nicht reich werden, sie wollen nur auch leben.“

Zahlreiche Nutzer verteidigten nicht nur die Preise, sondern lobten das Freibad insgesamt. Eine Besucherin bezeichnete es als „Bombe“ und hob die Sauberkeit, die freundlichen Bademeister sowie die guten Parkmöglichkeiten hervor. Ganz ohne Unterstützung blieb die ursprüngliche Kritikerin dennoch nicht. Einzelne Badegäste pflichteten ihr zumindest teilweise bei.

Teuerste Freibad-Pommes wohl in München

Vielleicht hilft im Pommesstreit eine kleine Einordnung: Das Reisebuchungsportal „Holidaycheck“ hat deutschlandweit Freibäder und deren Preise verglichen. Dabei kam auch heraus, dass der Pommes-Höchstpreis in München liegt – und zwar bei 7,50 Euro für eine große Portion. Immerhin: Im selben Freibad, dem Ungererbad in Schwabing, kostet die kleine Portion „nur“ 4,50 Euro. Damit ist Kitzingen für das Komplettgericht extrem günstig im Vergleich zu München. Allerdings schränken die Studienleiter ein, von einigen privaten Pächtern keine Preise ermittelt zu haben.

Zum Vergleich liegen andere Münchner Bäder etwas darunter: Im Michaelibad kostet die Portion 5,00 Euro, im Schyrenbad 4,70 Euro und im Dantebad 4,20 Euro.