Schlager-Legende packt über die schwerste Zeit seines Lebens aus: „Bin die Wände hochgegangen“

Stand: 12.07.2026, 08:01 Uhr

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Engelbert Humperdinck denkt nicht ans Aufhören, auch wenn schwere Zeiten hinter ihm liegen. Statt Ruhestand plant die Schlager-Legende neue Konzerte.

Los Angeles – Viele Künstler haben sich längst von der Bühne verabschiedet, wenn sie das 90. Lebensjahr erreichen. Für Engelbert Humperdinck (90) kommt das nicht infrage. Der Sänger steht weiterhin regelmäßig vor Publikum und plant auch für die kommenden Monate zahlreiche Konzerte. Dass Stillstand für ihn keine Option ist, hat er vor allem während einer längeren Zwangspause erkannt.

Schmusesänger Engelbert wird 90: «Fühle mich nicht so alt»

Engelbert Humperdinck zieht es auch mit 90 noch auf die Schlagerbühne. © Rolf Vennenbernd/picture alliance/dpa

Wie er der „Bild“ erzählt, blieb Humperdinck Anfang des vergangenen Jahres nach einer Tour rund drei Monate zu Hause. Die ungewohnte Ruhe habe ihm allerdings schnell zugesetzt. Rückblickend schildert die Schlager-Legende diese Zeit mit deutlichen Worten: „Ich wurde verrückt. Ich bin die Wände hochgegangen.“ Deshalb habe er seinem Management unmissverständlich klargemacht, dass ein Karriereende für ihn nicht zur Debatte stehe und er weiterhin weltweit auftreten wolle.

50 neue Konzerte angekündigt: Musik gibt Engelbert Humperdinck neue Kraft

Statt den Alltag ruhiger anzugehen, plant Humperdinck inzwischen rund 50 Konzerte, unter anderem in Australien, Neuseeland und Deutschland. Besonders auf seine Rückkehr nach Deutschland freut er sich, weil er seinen Fans zeigen will, wie er heute auf der Bühne klingt. Damit er körperlich fit bleibt, setzt der Musiker auf ein konsequentes Programm: Er trainiert regelmäßig im Pool, um die Belastung für die Gelenke gering zu halten. Vor Auftritten entspannt er außerdem im Dampfbad – gesundheitlich geht es ihm also glücklicherweise hervorragend.

Sein Lebensmotto fasst Humperdinck mit dem Song „Don‘t Let The Old Man In“ zusammen. Denn nicht das Alter soll bestimmen, wie ein Mensch lebt, sondern die eigene Einstellung. Gleichzeitig begleitet ihn bis heute die Trauer um seine Ehefrau Patricia, die vor fünf Jahren starb. Seit ihrem Tod hätten seine Liebeslieder für ihn eine gänzlich neue Bedeutung bekommen. Wenn er heute auf der Bühne singe, fühle es sich oft so an, als richte er jedes einzelne Lied an seine verstorbene Frau. Liebe sei das, was bleibe und die Menschen verbinde.

Auch nach mehr als sechs Jahrzehnten im Musikgeschäft blickt Humperdinck voller Dankbarkeit auf seine Laufbahn. Im Interview mit „hi-fi+“ bezeichnet er sich weiterhin als Pop-Künstler und erklärt, seine jüngste Australien-Tour unter dem Titel „The Last Waltz Farewell Tour“ sei komplett ausverkauft gewesen. Besonders die positiven Reaktionen von Publikum und Kritikern hätten ihn tief berührt. Mit einem Augenzwinkern ergänzt der 90-Jährige, er hoffe, dass „dieser letzte Walzer für immer andauert“. (Quellen: bild.de, hifiplus.com) (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SpotOn)