Biolebensmittel: Erneut höhere Nachfrage nach Bioprodukten
Die Deutschen haben von April bis Juli mehr Geld für Biolebensmittel ausgegeben als im Vorjahresquartal. Besonders Drogeriemärkte haben ihr Bioangebot ausgebaut.
Quelle: DIE ZEIT, dpa,
bam
Aktualisiert am 3. August 2026, 8:27 Uhr
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2 KommentareDie Nachfrage nach Biolebensmitteln ist im zweiten Quartal des Jahres weiter gestiegen. Der Einzelhandel machte mit Bioprodukten zwischen April und Juli einen Umsatz von 4,75 Milliarden Euro, teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) mit. Das waren demnach 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Bioumsatz auf mehr als 9,6 Milliarden Euro.
Zwar ist das Umsatzwachstum laut BÖLW nicht um die Preissteigerungen im Lebensmitteleinzelhandel bereinigt, übersteige diese aber deutlich. »Biolebensmittel stehen auch in Krisenzeiten ganz oben auf der Einkaufsliste der Deutschen: Da gehören sie auch hin«, teilte BÖLW-Chefin Tina Andres mit.
Vor allem Drogeriemärkte wie dm oder Rossmann würden die Nachfrage verstärken, hieß es. Diese hätten ihr Biosortiment in den vergangenen Jahren erheblich ausgeweitet, etwa bei Snacks, veganen Produkten, Babykost oder Tee. Die Umsätze mit Bioprodukten stiegen bei diesen Märkten den Angaben zufolge um fast 20 Prozent. Ihr Anteil am gesamten Biolebensmittelhandel beträgt allerdings nur etwa 12,5 Prozent.
Umsatz im Biofachhandel stagniert
Im Biofachhandel stagnierte die Nachfrage hingegen bei einem Umsatz von 0,82 Milliarden Euro. »Neben der insgesamt verhaltenen Konsumstimmung dürfte sich darin zunehmend auch der Strukturwandel im Markt widerspiegeln«, teilte der BÖLW als Begründung mit. Dies bedeute, die Verbraucherinnen und Verbraucher kauften Biolebensmittel immer häufiger in herkömmlichen Supermärkten oder eben Drogerien.
Die sogenannten Vollsortimenter, also Supermarktketten wie Rewe oder Edeka, verzeichneten bei Bioprodukten dem BÖLW zufolge ein Umsatzwachstum von 5 Prozent im zweiten Quartal. Hier habe sich der Ausbau der Bioeigenmarken ausgezahlt, teilt auch der Verband mit.