BIP der Eurozone: Wirtschaftsleistung im Euroraum wächst um 0,4 Prozent

Trotz der Auswirkungen des Irankriegs auf globale Handelsketten wuchs die Wirtschaft im Euroraum im zweiten Quartal. Den größten Zuwachs verzeichnete Irland.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters,

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Aktualisiert am 30. Juli 2026, 12:47 Uhr

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Arbeiter auf einer Baustelle in Bordeaux im Südwesten Frankreichs: Die Wirtschaft im Euroraum wuchs im zweiten Quartal stärker als erwartet. © Christophe Archambault/​AFP/​Getty Images

Trotz der Auswirkungen des Kriegs im Iran ist die Wirtschaft der Eurozone im zweiten Quartal wieder gewachsen. Wie die Statistikbehörde Eurostat auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für die 21 Länder des Euroraums von April bis Juni um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen ⁠hatten zuvor nur mit plus 0,2 Prozent gerechnet.

Irland verzeichnete laut Eurostat mit 3,9 Prozent den größten Zuwachs im BIP. Mit 1,7 Prozent stieg die Wirtschaftsleistung auch in Litauen vergleichsweise stark. Belgien und Österreich verzeichneten mit jeweils null Prozent die geringste Veränderung. Die Wirtschaft in Deutschland legte um 0,2 Prozent zu.

Im ersten Quartal war das BIP der 21 Länder mit der Gemeinschaftswährung nicht gestiegen. Die Veränderungsrate im Vergleich zum Vorquartal lag bei null Prozent. Zu den einbezogenen Ländern zählen Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Finnland.

Verhaltene Konjunkturprognose

Der Irankrieg sorgte für deutlich steigende Preise im Euroraum. Das galt insbesondere für Energiepreise – mit Auswirkungen sowohl auf Unternehmen als auch auf Verbraucher. Dennoch stiegen zu Beginn der zweiten Jahreshälfte die Werte zum Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen. Aus Daten der EU-Kommission geht hervor, dass das Geschäftsklima-Barometer im Juli um 1,5 auf 96,9 Punkte stieg. Ökonomen ⁠hatten mit einem Anstieg auf 96,0 Zähler gerechnet. Das Verbrauchervertrauen-Barometer stieg ‌laut finalen Daten für Juli um 1,7 Punkte. Mit minus 15,9 Zähler bleibt es damit dennoch relativ niedrig.

Vor dem Hintergrund der hohen Energiepreise und der damit verbundenen Unsicherheit deuten laut der Europäischen Zentralbank (EZB) die Konjunkturindikatoren darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum auf kurze Sicht verhalten bleiben ‌wird. Zuletzt hatte die EZB den Leitzins konstant gehalten. An den ‌Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die EZB aufgrund der anhaltenden Inflationsgefahr nach der Zinserhöhung vom Juni nachlegen wird.