Putins neue Super-Drohnen sind zu schnell: Ukraine machtlos gegen 500 Kilometer pro Stunde
Stand: 31.08.2026, 22:31 Uhr
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Russland setzt auf eine neue Generation strahlgetriebener Angriffsdrohnen, gegen die Ukraines bisherige Abfangtechnik weitgehend machtlos ist. Das ist über sie bekannt.
Kiew – Dauerfeuer auf die Ukraine: Allein in vier Tagen hat Aggressor Russland rund 800 strahlgetriebene Drohnen auf die Ukraine losgeschickt. Das gab Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj am 30. August bekannt. Zusammen mit anderen Drohnentypen seien es in diesem Zeitraum fast 1.500 gewesen, schrieb er auf Telegram. Die Angriffswellen halten an.

Hinter den Attacken stecken Russlands neue Modelle Geran-4 und Geran-5 – strahlgetriebene Kamikazedrohnen, die auf dem iranischen Shahed-Design basieren und auf bis zu 600 Kilometer pro Stunde beschleunigen können. Das ist mehr als dreimal so schnell wie die älteren, propellergetriebenen Vorgänger. Laut dem ukrainischen Militärgeheimdienst HUR produziert Russland inzwischen rund 3.000 solcher Jet-Drohnen pro Monat – und stellt damit mehr strahlgetriebene als propellergetriebene Exemplare her, wie der Kyiv Independent berichtet.
Ukraine: Kampfjets als letztes Mittel gegen Russlands Super-Drohnen
Die hohe Geschwindigkeit überfordert Ukraines bisherige Abwehrsysteme. Die günstigen Abfangdrohnen, die gegen die langsameren Geran-2-Modelle noch effektiv waren, kommen an die neuen Varianten kaum heran. Selenskyj räumte ein: „Die schwierigste Aufgabe ist das Abfangen der strahlgetriebenen Drohnen. Derzeit schützen uns vor allem unsere Kampfflugzeuge gegen sie.“ Vier ukrainische Unternehmen haben nach Angaben von Verteidigungsminister Yevhen Khmara neue Abfangdrohnen entwickelt und im Feld getestet.
Besonders die Hauptstadt steht im Fokus. Am Montag ertönten bis zum Mittag bereits acht Luftalarme, schreibt der Guardian. Die Tagesangriffe – früher eher die Ausnahme – zwingen Betriebe zur Schließung und Rettungskräfte teils dazu, Einsatzorte vorübergehend zu verlassen. Eine Geran-4 traf am vergangenen Donnerstag ein Munitionslager im Dorf Myla, rund 24 Kilometer westlich von Kiew. 38 Menschen kamen ums Leben, als stundenlang Sekundärexplosionen das Gelände erschütterten und umliegende Wohnhäuser beschädigten.
Selenskyj gibt sich trotzdem kämpferisch. Gegenüber der Ukrainska Pravda erklärte er: „Diesen Herbst müssen wir eine Antwort liefern und die Abfangrate auf deutlich über 90 Prozent bringen.“ Bisher lagen die Abschussquoten für die schnellen Jet-Drohnen deutlich darunter. Ob das Ziel erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, welches der vier Unternehmen seine Abfangtechnologie als erstes zur Serienreife bringt. (Quellen: Kyiv Independent, Ukrainska Pravda, The Guardian) (cgsc)