WM 2026: Dzemaili über Embolo, Standards und die Zukunft
Blick-Experte Dzemaili zieht WM-Fazit
«Wir sind jetzt eine Fussballnation»
Eine historische WM geht für die Nati zu Ende. Im Blick-Podcast «FORZA!» analysieren Blerim Dzemaili und Tobias Wedermann das Argentinien-Spiel und sprechen über die Zukunft der Schweiz.
Publiziert: 00:01 Uhr
|
Aktualisiert: 00:05 Uhr
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Die Schweizer Nati scheidet nach unglücklicher Szene gegen Argentinien aus
- Dzemaili kritisiert Embolos Platzverweis sowie taktische Entscheidungen des Teams
- Nur zwei Tore nach Manzambis Ausfall, klare Botschaft für seine Zukunft
Das bittere WM-Aus ist Tatsache. Trotzdem hat die Nati Geschichte geschrieben und eine historische WM gespielt. In der neuesten «FORZA!»-Podcastfolge mit Blick-Fussballchef Tobias Wedermann zieht Blick-Fussballexperte Blerim Dzemaili (40) Fazit.
Dzemaili über Embolo
Ein grosses Thema ist die Gelb-Rote Karte gegen Breel Embolo. Für Dzemaili ist der Platzverweis zwar regelkonform, die Regel selbst sorgt bei ihm aber für Unverständnis: «Schlussendlich wurde richtig entschieden. Leider ist das Regelwerk sehr, sehr hart. Die Regel macht für mich nicht viel Sinn.»
Trotz der Diskussionen um den Schiedsrichter will Dzemaili die Niederlage nicht darauf reduzieren. «Ich glaube nicht, dass wir jetzt hier sitzen dürfen und sagen, wir sind wegen dem Schiedsrichter oder irgendeiner Verschwörungstheorie herausgeflogen. Wir sind wegen einer unglücklichen Szene ausgeschieden.»
«Das Einzige, was Breel nicht gut gemacht hat, ist, dass er sich auf das Spiel von Paredes eingelassen hat», meint Dzemaili. Der Argentinier habe mit seiner provokanten Art genau das erreicht, was er wollte.
Dass Embolos WM ausgerechnet mit einem Platzverweis endete, passe für Dzemaili «leider ins Bild». Zwar erzielte der Stürmer zwei Tore, insgesamt habe die Schweiz aber nicht den Embolo aus der WM-Qualifikation gesehen. «Wir hätten diesen gebraucht, um den nächsten Schritt zu machen.»
Dzemaili über das Argentinien-Spiel
«Wir haben den amtierenden Weltmeister in Bedrängnis gebracht. Wenn du so weit kommst und Argentinien in der zweiten Hälfte zeitweise an die Wand spielst, hast du einiges richtig gemacht», sagt der ehemalige Nati-Spieler.
Um gegen eine Mannschaft wie Argentinien weiterzukommen, brauche es aber noch mehr. Kritisch sieht Dzemaili vor allem die taktische Ausrichtung nach der Roten Karte. «Mit dem 5-3-1 haben wir ein Zeichen gesetzt, dass wir verteidigen wollen. Aber in 50 Minuten macht dir Argentinien garantiert ein Tor.» Aus seiner Sicht hätte die Schweiz mutiger auftreten sollen: «Ich bin auch der Meinung, man hätte mehr Mut beweisen und den einen oder anderen Offensivspieler mehr bringen können.»
Dzemaili über die Standards
Ein Kritikpunkt, der sich durch das Turnier durchzieht, sind die Standards: «Wir sind bei stehenden Bällen fast nie zum Kopfball gekommen. Gefühlt habe ich nie gesehen, dass wir nach einem Eckball den Ball getroffen haben.» Dass der Nati nicht nur offensiv die Ideen fehlten, sondern auch die Zuordnung bei Standards defensiv nicht stimmte, zeigte sich auch beim frühen Führungstreffer der Argentinier.
Dzemaili über die Zukunft der Nati
Für Dzemaili hat die Schweizer Nati an dieser WM den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. «Wir sind nicht mehr die kleine Schweiz, wir sind jetzt eine Fussballnation. Das sind wir noch nie gewesen.» Zwar gehöre die Schweiz auf dem Papier nicht zu den grössten Nationen, als Mannschaft habe sie sich aber längst auf höchstem Niveau etabliert.
Mit Blick in die Zukunft wünscht sich Dzemaili einen fliessenden Generationenwechsel: «Ich hoffe, dass wir mal eine Überleitung haben, bei der die Älteren die Jungen unterstützen können» – auch wenn sie selbst nicht mehr regelmässig spielen.
Dzemaili über Manzambis Rolle
Besonders bitter war aus Dzemailis Sicht der verletzungsbedingte Ausfall von Johan Manzambi. Ohne den Spielmacher erzielte die Nati im Turnier nur zwei Tore. «So schade, dass er sich im letzten Moment verletzt hat. Ob es mit Manzambi anders gekommen wäre, können wir nicht wissen. Fussball ist manchmal nicht gerecht», sagt Dzemaili.
Gerade im Viertelfinal gegen Argentinien sei seine Absenz spürbar gewesen: «Was uns gefehlt hat, waren die 40- bis 50-Meter-Läufe mit dem Ball von Manzambi. Das Umschalten, das schnelle Überbrücken des Mittelfelds, hat uns gefehlt.»
Für den 20-Jährigen hat Dzemaili aber auch eine klare Botschaft. Trotz seines starken Jahres bei Freiburg und an der WM müsse er den nächsten Schritt mit Geduld angehen. «Wichtig für ihn ist, zu wissen, dass man in England wieder bei null anfängt. Klar hat er bei Freiburg und an der WM schon viel geleistet. Aber dort hast du 20 Manzambis in der Mannschaft. Die 60 Millionen Ablösesumme können auch schnell zu Druck werden. Da musst du liefern – egal, wie alt du bist.»
Logg dich ein für den XXL-WM-Service!
- Hautnah dabei: Fünf Blick-Reporter und Ex-Nati-Star Blerim Dzemaili berichten direkt aus Übersee.
- Alle 104 Spiele live: Wir tickern rund um die Uhr. Mit dem kostenlosen Blick-Login und «Follow My Team» landet jedes Tor sofort auf deinem Sperrbildschirm.
- Podcast «FORZA!»: Videoanalyse aus Übersee und aus dem Studio Zürich.
- Interaktiv mitspielen: Tippe gegen unsere Experten, und stelle mit dem Coach-Tool deine eigene Nati-Elf auf.
- Exklusive WM-Deals: Hol dir Blick+ für nur CHF 5 Franken.
-
Fanschal-Gewinnspiel: Kommentiere direkt unter diesem WM-Artikel und nimm automatisch teil. Die besten Kommentare kommen ins Voting – der Sieger wird zum Fanschal.
- Hautnah dabei: Fünf Blick-Reporter und Ex-Nati-Star Blerim Dzemaili berichten direkt aus Übersee.
- Alle 104 Spiele live: Wir tickern rund um die Uhr. Mit dem kostenlosen Blick-Login und «Follow My Team» landet jedes Tor sofort auf deinem Sperrbildschirm.
- Podcast «FORZA!»: Videoanalyse aus Übersee und aus dem Studio Zürich.
- Interaktiv mitspielen: Tippe gegen unsere Experten, und stelle mit dem Coach-Tool deine eigene Nati-Elf auf.
- Exklusive WM-Deals: Hol dir Blick+ für nur CHF 5 Franken.
-
Fanschal-Gewinnspiel: Kommentiere direkt unter diesem WM-Artikel und nimm automatisch teil. Die besten Kommentare kommen ins Voting – der Sieger wird zum Fanschal.