Bluttat in der Oberpfalz: Neue Details – Tatverdächtiger hat Polizei-Hintergrund

Stand: 10.10.2026, 13:10 Uhr

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Der 60-Jährige, der zwei Behördenmitarbeiter bei einer Waffenkontrolle in Berngau erschossen haben soll, begann einst eine Polizeiausbildung.

Berngau – Nach der tödlichen Attacke auf zwei Behördenmitarbeiter bei einer Waffenkontrolle im oberpfälzischen Berngau sind neue Details zur Biografie des Tatverdächtigen bekannt geworden. Der 60-Jährige hatte demnach Ende der 1980er-Jahre selbst eine Laufbahn bei der Polizei eingeschlagen – diese jedoch nie abgeschlossen.

Polizeiausbildung in Bayern vor Abschluss abgebrochen

Wie die Polizei mitteilte, war der Mann ab 1988 als Polizeibeamter in Ausbildung in Bayern tätig gewesen. Noch vor dem Ende der Ausbildung sei er jedoch entlassen worden. Welche Gründe dazu führten, blieb offen. Derweil sorgt der Vorfall weiterhin für emotionale Reaktionen.

Neue Details zum 60-Jährigen, der bei einer Waffenkontrolle in Berngau zwei Behördenmitarbeiter getötet haben soll: Er war einst Polizeischüler.

Neue Details zum 60-Jährigen, der bei einer Waffenkontrolle in Berngau zwei Behördenmitarbeiter getötet haben soll: Er war einst Polizeischüler. © picture alliance/dpa | Daniel Löb

Der 60-Jährige steht im Verdacht, am Donnerstag in Berngau im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz einen 45 Jahre alten Mitarbeiter des Landratsamtes sowie dessen 54-jährige Kollegin mit Schusswaffen getötet zu haben. Die beiden hatten den Mann als Jäger und Sportschützen im Rahmen einer routinemäßigen und nicht angekündigten Waffenkontrolle aufgesucht. Laut Waffenregister besaß der Verdächtige zehn Schusswaffen auf legalem Weg.

Berngau ist eine Gemeinde im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.

Tatverdächtiger rief selbst bei der Polizei an – Festnahme durch Spezialkräfte

Nach der Tat verschanzte sich der Mann stundenlang in einem Gebäude in Berngau. Laut Polizei meldete er sich eigenständig bei der Einsatzzentrale und räumte ein, geschossen zu haben. Dabei habe er erklärt, er befinde sich in seiner Wohnung, habe Schusswaffen bei sich und werde sich nicht kampflos ergeben. Spezialkräfte setzten bei seiner Festnahme Schusswaffen ein und verletzten ihn dabei schwer.

Der 60-Jährige wurde unter polizeilicher Bewachung in ein Krankenhaus gebracht, in dem er sich auch am Samstag noch aufhielt. Nach Abschluss seiner medizinischen Versorgung soll er einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser hätte dann darüber zu entscheiden, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft kommt oder in einer psychiatrischen Fachklinik untergebracht wird. (Quelle: dpa), (fhz)