Böse Pokal-Überraschung: TuS Wiescherhöfen ist beim Hammer SC zu harmlos – Behrend kündigt Aufarbeitung an
Stand: 02.08.2026, 20:00 Uhr
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Fußball-Bezirksligist TuS Wiescherhöfen ist eine Woche vor dem Ligastart aus dem Kreispokal ausgeschieden. Gegen den leidenschaftlich kämpfenden Hammer SC kommt der Anschluss zu spät.
Hamm – Dass Abwehrspieler ein Tor erzielen, kommt in der Regel nicht so oft vor. Als Jay Wagner, Defensivakteur des TuS Wiescherhöfen, den Ball mit einem direkt getretenen Freistoß ins Netz beförderte, entbrannte bei ihm keine große Freude. Ja, der Treffer war nett anzuschauen, aber in der Gesamtabrechnung schlicht wertlos. In der Zweitrundenpartie des Fußball-Kreispokals erzielte Wagner in der weit fortgeschrittenen Nachspielzeit nur noch den Anschluss, der zu spät fiel, um das überraschende Aus zu verhindern. Eine Woche vor dem Bezirksliga-Start haben sich die Grün-Weißen beim klassentieferspielenden Hammer SC mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage aus dem Wettwerb verabschiedet.
TuS Wiescherhöfen scheidet überraschend aus dem Kreispokal aus
Aus der Fassung geriet TuS-Trainer Marco Behrend durch den folgenreichen Ausrutscher nicht sonderlich, zum Nachdenken brachte er ihn aber doch. „Ich kann meiner Mannschaft im Grunde keinen Vorwurf machen, außer, dass wir im letzten Drittel zu ungefährlich waren und die wenigen Möglichkeiten nicht genutzt haben. Das müssen wir schnellstmöglich aufarbeiten, damit wir gegen Unna ein gefährlicheres Gesicht zeigen“, sagte Behrend, während Torschütze Wagner hinzufügte: „Wir müssen jetzt im Training Vollgas geben. Die Liga ist das Wichtigste.“

Der HSC, der in der kommenden Saison in der Kreisliga A ein Wörtchen im Titelkampf mitreden möchte, lieferte in seiner Generalprobe Anschauungsmaterial, wie sich Erfolg gegen einen höher eingestuften Gegner einstellt: im tiefen Block verteidigen, auf Fehler des Gegners lauern und insbesondere mit viel Einsatz und Leidenschaft die Nerven des Kontrahenten strapazieren. „Ich bin super stolz auf die Jungs. Ich habe ihnen vorher gesagt, dass wir dieses Spiel nicht schön gewinnen müssen, aber mit Wille und Kampf. Das haben die Jungs bewiesen“, lobte Trainer Sebastian Brandebura sein Team, das eine druckvolle Anfangsphase der Gäste aus dem Hammer Westen schadlos überstand und den Wiescherhöfenern Stück für Stück mehr den Schneid abkaufte.
In Führung gingen die Gastgeber vor rund 150 Zuschauern nach einer Standardsituation. Oliver Samardzic schlug eine Ecke von der linken Seite auf den zweiten Pfosten, wo Neuzugang Tunahan Sari zum 1:0 einköpfte (31.). Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als Philipp Hayduk in der eigenen Hälfte ins Dribbling ging, die Kugel verlor und HSC-Angreifer Luca Carow im Stile eines Torjägers cool ins linke Eck traf. Der gefühlte Ballbesitzanteil von 70 Prozent der Wiescherhöfener? Reichte dem TuS, genau wie Wagners Freistoßtreffer, nicht. „Klar sieht das blöd aus, als höherklassiges Team auszuscheiden. Unser Anspruch ist ganz klar, gegen eine Mannschaft, die wenig Fußball spielen will, zu gewinnen“, so Behrend. „Wir müssen im letzten Raum vorne konsequenter werden, dann schießen wir auch Tore.“
Achtelfinale gegen Lohauserholz
Der HSC darf im Achtelfinale mit Lohauserholz den nächsten Bezirksligisten ärgern. Brandebura: „Die Jungs merken, wenn es schwierig wird, dass sie es können.“