Verheerender Brand im Schloss Wallhausen: Wieder Glutnester aufgeflammt
AUDIO: Brand in historischem Schloss Wallhausen: Wieder Glutnester aufgeflammt (Archivbild) (1 Min)
Mansfeld-Südharz
Stand: 03.08.2026 14:07 Uhr
Der Großbrand im historischen Schloss Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz beschäftigt die Feuerwehr auch noch vier Tage nach dem Ausbruch. Am Montag sind erneut Glutnester aufgeflammt. Die Brandursache ist derweil weiterhin unklar.
von MDR SACHSEN-ANHALT
In Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz ist die Feuerwehr weiterhin im Einsatz, um im Schloss aufgeflammte Glutnester zu löschen. Das teilte die Einsatzleitung MDR SACHSEN-ANHALT am Montag mit. Die Polizei hat das Gebäude inzwischen beschlagnahmt. Laut Landkreis sollen Bundes- und Landeskriminalamt in dieser Woche die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.
Der Großbrand war in der Nacht zum vergangenen Donnerstag ausgebrochen, der Schaden geht in die Millionen. Sieben Menschen konnten das Gebäude den Angaben nach noch rechtzeitig verlassen, verletzt wurde niemand. In der Spitze waren rund 150 Kameraden mit 30 Fahrzeugen aus dem gesamten Landkreises im Einsatz.
Video: Schlossverwalter nach Brand in Schloss Wallhausen fassungslos (1 Min)
Schloss Wallhausen seit 2005 in Privatbesitz
Das historische und denkmalgeschützte Renaissanceschloss befindet sich seit 2005 in Privatbesitz und wurde bis zuletzt als Hotel, Restaurant und Kulturort genutzt. Es steht an dem Ort, an dem im Jahr 912 der erste römisch-deutsche Kaiser, Otto der Große, geboren wurde.
Landrat André Schröder (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT vergangene Woche: "Das in Flammen aufgehen zu sehen, tut einfach nur weh. (...) Es gab eigentlich nie eine reale Chance, das Dachgeschoss noch zu retten."
Auch Schloss-Verwalter Meinrad Betschart zeigte sich niedergeschlagen. Es sei hart, allen Gästen abzusagen. Zudem stehe das Personal nun praktisch auf der Straße.
Das Feuer brannte im Dachstuhl und im Obergeschoss.
Denkmalschutzamt will mit Drohne dokumentieren
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie will die Brandschäden am Areal am Mittwoch mit Drohnenfotos dokumentieren. Die Bilder sollen bei einem möglichen Wiederaufbau helfen.
Das Areal soll von einem Spezialisten des Landesdenkmalschutzamtes mit einer Drohne dokumentiert werden.
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MDR (M. Naß, M. Holzberger, St. Bringezu, L.-B. Zosel, M. Rosebrock, N. Düsekow, K. Bunk) | Erstmals veröffentlicht am 30. Juli 2026