Zeuge verrät neue Details zum gefährlichen Schaumstoff

Brand in Crans-Montana

Zeuge verrät neue Details zum gefährlichen Schaumstoff

Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana mit 41 Toten gibt es neue Details zum gefährlichen Akustikschaumstoff, der die Katastrophe auslöste. Ausserdem ist auch die Rechnung für den Schaumstoff aufgetaucht.

Publiziert: 07:08 Uhr

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Aktualisiert: vor 31 Minuten

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Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Julien Beytrison, der ehemalige Besitzer der Bar Le Constellation, in der es am 1. Januar 2026 zur Brandkatastrophe kam, wurde am 21. Juli erstmals als Zeuge und nicht als Beschuldigter befragt. Das berichtete «24 Heures» am Freitagabend.

Demnach sagte Beytrison während der Zeugenvernehmung aus, er habe Jacques und Jessica Moretti 7500 Franken für den Schaumstoff vorgestreckt. Gemäss Bericht legte der frühere Besitzer der Bar den Ermittlern auch eine Rechnung vom September 2015 vor. Das Geld sei an die deutsche Firma Flexolan geflossen. Das Ehepaar Moretti habe ihm den Betrag anschliessend zurückgezahlt.

Weiter beteuerte Beytrison gemäss «24 Heures», er sei bei der Lieferung des Materials nicht angewesend gewesen. Erst später sei ihm der Schaumstoff in den Räumlichkeiten des Le Constellation aufgefallen.

Widersprüchliche Aussagen zur Herkunft

Die Morettis hatten sich bei ihren Befragungen zur Herkunft des gefährlichen Schaumstoffs immer wieder in Widersprüche verstrickt. So gab Jacques Moretti kurz nach dem Brand an, den Akustikschaumstoff beim deutschen Unternehmen Hornbach in Riddes VS gekauft zu haben, ohne jedoch einen Kaufbeleg vorzulegen. Später erklärte er, der Schaumstoff sei über eine französische Firma bei Fortis in Deutschland erworben worden.

Gemäss «24 Heurres» nimmt die Walliser Staatsanwaltschaft Beytrisons Aussagen sehr ernst. Sie habe bereits zehn Tage nach seiner Anhörung ein internationales Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden gestellt, um der neuen Spur weiter nachzugehen.