Brandgeruch aus Belgien und NRW: Rauchwolke: Mehr als 1000 Anrufe bei der Feuerwehr - Säubrenner-Kirmes geht weiter

Brandgeruch aus Belgien und NRW Rauchwolke: Mehr als 1000 Anrufe bei der Feuerwehr - Säubrenner-Kirmes geht weiter

Update | Region Trier · Nach einer kurzen Pause ist die Säubrennerkirmes noch am Samstagabend wieder geöffnet worden. Wir haben die exklusiven Informationen dazu. Mehr zu diesen und weiteren Entwicklungen wegen der Rauchentwicklung durch Waldbrände in Belgien und NRW.

15.08.2026 , 21:32 Uhr

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Rauch von Waldbränden weht in die Vulkaneifel

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Foto: Sven Eisenkrämer

21.40 Uhr: Vorsichtiges Aufatmen beim Großbrand in Hürtgenwald in der Eifel (NRW) - und zugleich neue Sorgen im nur rund 20 Kilometer entfernten Monschau: Die grenznahe nordrhein-westfälische Stadt hat am Samstagabend wegen eines weiteren Waldbrandes im nahegelegenen Hohen Venn in Belgien Bewohner mehrerer Siedlungen aufgefordert, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.

21.30 Uhr: Die Leitstelle gibt auch für den Eifelkreis Bitburg-Prüm und für den Vulkaneifelkreis Entwarnung.

21.05 Uhr: Update zum Brand am Abend in der VG Gerolstein: Das Feuer hatte sich am Bahndamm außerhalb von Birgel entwickelt, nicht an der Crumpsmühle, wie zuerst gemeldet. Der Brand erfasste eine Fläche von rund 500 Quadratmetern. Die Ursache sei noch unklar, sagt Kerstin Handwerk, die Sprecherin der VG-Wehren.

Die Warn-Webseite des Bundes (https://warnung.bund.de/meldungen) zeigt am Samstagnachmittag sowohl einige aktuelle Brände als auch einen großen Bereich an, in dem wegen der Ausbreitung von Rauch gewarnt wird. Der Warnbereich erstreckt sich bis in die Region Trier.

Die Warn-Webseite des Bundes (https://warnung.bund.de/meldungen) zeigt am Samstagnachmittag sowohl einige aktuelle Brände als auch einen großen Bereich an, in dem wegen der Ausbreitung von Rauch gewarnt wird. Der Warnbereich erstreckt sich bis in die Region Trier.

Foto: Screenshot TV

Der Brand sei inzwischen gelöscht. Knapp 40 Kräfte sind noch im Einsatz, auch die Polizei Prüm ist an Ort und Stelle. Die beteiligten Wehren: Birgel, Gönnersdorf, Lissendorf, Jünkerath, Wiesbaum-Mirbach und die Einsatzzentrale der Oberen Kyll.

Update 21 Uhr: Zwischen 13 und 18 Uhr sind bei von Berufsfeuerwehr, DRK und Maltesern betriebenen Notruf-Leitstelle für die Region Trier 1100 Anrufe eingegangen. Bei der Leitstelle gehen alle Notrufe aus der gesamten Region ein – von der Eifel bis in den Hochwald, vom Hunsrück bis an die saarländische Grenze. „An normalen Tagen sind es im Schnitt rund 400 Anrufe in 24 Stunden“, berichtet der städtische Pressesprecher Michael Schmitz, der auch für die Trierer Berufsfeuerwehr zuständig ist. „Das Telefon hat in der Leitstelle quasi ab 13 Uhr durchgehend geklingelt“, berichtet Schmitz. Das Einsatzpersonal sei daraufhin verdoppelt worden. Neben den täglichen echten Notfällen, zum Beispiel wegen medizinischen Notlagen, habe hinter dem allergrößten Teil der 1100 Anrufe kein konkreter Einsatzgrund gestanden. Die Menschen riefen an aus Furcht darüber, dass in ihrer Nähe ein Brand ausgebrochen sei. Mittlerweile habe sich die Lage allerdings entspannt, berichtet Schmitz, die Zahl der Notrufe habe nachgelassen. Die Feuerwehr hat ihr Personal reduziert, „aber natürlich sind weiter alle einsatzbereit“, betont Schmitz. Die vom Land ausgegebene Katastrophenwarnung gelte zudem weiter: Von der Rauchwolke gehe keine akute Gefahr aus, vorsorglich sollen aber Fenster und Türen geschlossen bleiben. Die Menschen sind außerdem dazu aufgerufen, Notrufe nur bei einem konkret erkennbaren Brand abzusetzen oder bei anderer akuter Gefahr und medizinischen Notfällen.

20.50 Uhr: Nach Rücksprache des Krisenstabs der Berufsfeuerwehr Trier mit dem Deutschen Wetterdienst lässt sich weiterhin keine genauere Prognose darüber treffen, wann sich die Rauchwolke verflüchtigt. „Laut Deutschen Wetterdienst bleibt die aktuelle Windrichtung bis Sonntagvormittag bestehen“, berichtet der städtische Pressesprecher Michael Schmitz. Für die Nacht ist zwar Regen absehbar, aber in so kleiner Menge, dass der Regen zumindest wohl nicht flächendeckend den Rauch aus der Luft waschen wird. Wie lange der Wind noch Rauch vom Feuer im Hohen Venn in der Nordeifel über die Region treiben wird, hängt auch vom weiteren Verlauf dieses Großbrandes und der Rauchentwicklung dort ab.

20.40 Uhr: Stark überhöhte Feinstaubwerte in Trier: An der Messstation des Landesumweltamts in der Trier-Ostallee lässt sich die starke Rußbelastung in der Atemluft ablesen. Über den Tag lag die Belastung mit kleinsten, lungengängigen Feinstaubpartikeln pm 2,5 zwischen den üblichen 12 und 19 Mikrogramm, stieg der Wert ab 17 Uhr sprunghaft an. Zunächst auf 69 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Um 19 Uhr wurde dann der bisherige Höhepunkt erreicht mit 345 Mikrogramm pm 2,5-Feinstaub pro Kubikmeter Luft. Gegen 20 Uhr sank der Wert laut der Tabelle des Landesumweltsamts dann wieder ab auf 188 Mikrogramm – was immer noch einer sehr starken Feinstaubbelastung entspricht. Das Land hält auch deswegen seine Empfehlung aktuell weiterhin aufrecht, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Update 20.30 Uhr: Die Feuerwehr der VG Gerolstein meldet einen weiteren Alarm wegen Flächenbrands nahe der Crumpsmühle bei Hillesheim. Die Wehr ist unterwegs, Lage derzeit unklar.

20.15 Uhr: Eine genaue Prognose, wann die Rauchwolke wieder abgezogen sein wird, gibt es noch nicht. In Wittlich war wegen des massiven Rauch- und Brandgeruchs die Säubrennerkirmes am Nachmittag unterbrochen worden. Gegen 18.45 Uhr wurde das Volksfest allerdings wieder fortgesetzt, offenbar, weil der Qualm sich zumindest etwas verflüchtigt hatte (siehe unten). Ob die Rauchwolke in nächster Zeit auch über Trier hinwegzieht oder sich auflöst, ist noch unklar. Am Nachmittag hatte es nach Auskunft der Stadt einen Hinweis gegeben, dass der Höhepunkt der Rauchbelastung in Trier erst um 22 Uhr erreicht sein könnte. Aktuell könnte sich diese Prognose allerdings schon wieder verändert haben, die Stadt Trier steht dazu derzeit im Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst.

Update 20 Uhr: Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Trier haben ihre Gerätehäuser besetzt. Zwar gibt es keine akute Gefahrenlage und auch keine Noteinsatzlage, betont Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier. „Aber auch in Trier haben in den vergangenen Stunden etliche Brandmeldeanlagen Alarm ausgelöst.“ Grund dafür sei die große Rauchwolke, die seit dem späten Nachmittag auch über Trier zieht. „Aber natürlich muss jedem Alarm nachgegangen werden, um auszuschließen, dass es nicht doch auch vor Ort brennt“, erklärt Schmitz. Wegen der Großzahl der Einsätze seien die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Außerdem fährt die Feuerwehr mit Einsatzfahrzeugen auch durch die Stadtteile, um Menschen, die Fragen haben oder sich ängstigen, über die Lage zu informieren.

Update 19.50 Uhr: In Trier hat das Polizeipräsidium wegen der Rauchwolke, die über die gesamte Region zieht, einen Befehlsstab besetzt und sich personell verstärkt. Zwar gebe es bislang keine Notfälle und auch keine Brände in der Region. „Aber insgesamt sind in unseren Dienststellen Hunderte Anrufe eingegangen von Bürgern, die befürchten, dass ein Feuer ausgebrochen ist in ihrer Nähe“, berichtet Marc Fleischmann, stellvertretender Leiter der Pressestelle des Trierer Polizeipräsidiums, im Gespräch mit dem Volksfreund. Jedem Notruf müsse nachgegangen werden, was einen entsprechend hohen personellen Arbeitsaufwand bedeute.

Update 19.28 Uhr: Für den Landkreis Bernkastel-Wittlich haben die zuständigen Behörden inzwischen über die Warnapps Entwarnung gegeben. Damit ist die Chance groß, dass die Säubrenner-Kirmes heute Abend und auch morgen wie geplant weitergehen kann (mehr zur Unterbrechung am Samstag weiter unten).

Update 19.20 Uhr: Rauch aus Großbränden in Belgien zieht über die Region – Belastung für Leitstelle

Die Integrierte Leitstelle in Trier, die für die Notrufe der gesamten Region Trier zuständig ist, meldet derzeit eine hohe Belastung durch Anrufe wegen Brandgeruch. Verantwortlich dafür sind die großen Waldbrände in Belgien und Nordrhein-Westfalen. Rauch von dort zieht aufgrund der Wetterlage in die Region Trier. Zahlreiche Menschen rufen aufgrund der Geruchsentwicklung bei der Leitstelle an. Die Leitstelle hat bereits personell aufgestockt und bittet dringend darum, den Notruf 112 nur in echten Notfällen zu nutzen.

Darüber hinaus steigt die Zahl von Einsätzen in der gesamten Region Trier, weil der Rauch dazu führt, dass Brandmeldeanlagen ausgelöst werden. Die Feuerwehren gehen selbstverständlich jeder Brandmeldung nach. Laut Deutschen Wetterdienst kann die Wetterlage bis morgen anhalten. Es sind nur wenige Regenfälle in Sicht.

Das Lagezentrum Bevölkerungsschutz Rheinland-Pfalz hat eine Meldung über die WarnApp-KatWarn ausgelöst und rät dazu, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Update 18.36 Uhr: Update zur Säubrenner-Kirmes in Wittlich: Dort geht es gleich weiter! Eine Pressereferentin der Stadt hat uns bestätigt, dass das Fest zwischen 16 und 17 Uhr zwar offiziell unterbrochen worden ist. Um 18.45 Uhr soll die Säubrenner-Kirmes aber nun fortgesetzt werden - dies ist die erste und exklusive Information aus einer aktuellen Lagebesprechung der Verantwortlichen, die in der Stadt Wittlich stattfand.

Hintergrund ist sicherlich, dass sich die Rauchentwicklung mittlerweile gebessert habe. So ist nun etwa rund um Trier der Rauch deutlich stärker, als in Wittlich. Die Pressereferentin sagte zudem, dass natürlich die Hoffnung sei, nun auch durch den Abend zu kommen. Falls sich die Lage verschlechtere - was aber derzeit nicht abzusehen sei - sei man aber bereit, auch kurzfristig zu reagieren.

Update 18.29 Uhr: Die Kreisverwaltung teilt auf ihrer Webseite mit: „Aufgrund der aktuellen Lage wurde die Säubrennerkirmes vorübergehend unterbrochen. Sollte eine Entspannung der Lage eintreten, kann die Kirmes fortgesetzt werden. Hierzu erfolgen weitere Informationen.“

Update 17.27 Uhr: Die Säubrennerkirmes in Wittlich, die viele Menschen aus der Region anzieht, ist am Nachmittag zumindest gestoppt worden. Das meldete der SWR. Ob und wann die Säubrennerkirmes wieder aufgenommen wird, ist noch nicht bekannt.

Unsere Reporterin Christiane Bents schreibt: „Nach dem Festumzug, dem Verlesung des Kirmesprotokolls und dem Start der „Saubraten-Ausgabe“, roch es auf dem Marktplatz zunehmend nach Rauch. Um kurz vor 15.30 Uhr kam eine erste Warndurchsage durch die Lautsprecher, dass der Rauch von Bränden aus der Eifel käme und nicht zu unterschätzen sei.

Eine Dreiviertelstunde später, als der Rauch noch weiter zugenommen hatte und schon etliche Besucher das Fest verlassen hatten, gab es eine weitere Information, dass die Veranstaltung unterbrochen würde. Es könne sein, dass es am späteren Abend weiterginge.

Die Menschen sollten sich ruhig und langsam auf den Nachhauseweg machen. Das taten sie, aber es wirkte gespenstisch. Die Karussells stellten ihre Runden ein, die Essenstände räumten ihre Waren weg und die Musik hörte auf zu spielen. Einer der Marktstandbetreiber, Mario Barber sagt: „Das ist für uns ein finanzieller Totalschaden, wenn nicht mehr aufgemacht werden kann, denn Rauch ist höhere Gewalt. Wir hoffen, dass es weitergeht und die Unterbrechung zeitnah aufgehoben wird.“ Ute Löw, die einen Slush- und Softeiswagen hat, fasst es in einem Wort zusammen: „Tragisch“.

Update 17.10 Uhr: Die Polizei Trier teilt mit:

Aufgrund der Brände im belgischen Hohen Venn und Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit dem aktuellen Wind und Wetterbedingungen breiten sich die Rauchwolken seit dem Nachmittag in der Region, insbesondere in der Eifel und an der Mosel, aus.

Vielerorts ist zudem deutlicher Brandgeruch wahrzunehmen, teilweise liegt auch Asche in der Luft. Es sind derzeit keine Flächen- oder Waldbrände im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums bekannt und es droht derzeit keine Gefahr durch diese Brände.

Viele Menschen wenden sich aktuell wegen der Rauchausbreitung über die Notrufnummern 110 und 112 an Polizei und Feuerwehr. Bitte nutzen Sie diese Nummern nur in tatsächlichen Notfällen.

Update 17.07 Uhr:

Nach einem Augenzeugenbericht liegt eine massive Rauchwolke auch über dem Mittelmoseltal. Sehr starker Brandgeruch liegt über dem Moseltal bei Mülheim/Lieser. Sichtweite wenige 100 Meter.

Ein Zeltlager/Vereinsabschluss in Bernkastel, Bärenhalde wird beendet und geräumt.

Dichter Rauch weht auch im Hunsrück über die Orte wie etwa in der VG Thalfang, auch hier beißender Brandgeruch.

Update 17.05 Uhr:

Neben dem Feuer im Hürtgenwald auf deutscher Seite kämpfen auch in Belgien Hunderte Kräfte seit Freitag gegen einen Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn, der nach Angaben des Belgischen Rundfunks bereits 1600 Hektar Fläche zerstört und auch die tieferen Torfschichten ergriffen hat. Dort werden am Samstag Wohngebiete in der Gemeinde Sourbrodt evakuiert.

Update 16.58 Uhr: Die landesweite Warnung vor den Rauchwolken der Waldbrände in Belgien und NRW ist jetzt wie erwartet auch über die Warnapps rausgegangen, betrifft also jetzt alle Landkreise in der Region und die Stadt Trier.

Update 16.40 Uhr: Feuerwehr-Sprecherin Kerstin Handwerk aus Gerolstein gibt durch: Der Flächenbrand in Kalenborn-Scheuern sei gelöscht, die Lage vorerst stabil.

Update 16.30 Uhr: Mittlerweile sind die Warnungen vor Rauchentwicklungen, die mittels Apps und teils auch über Cell Broadcast verbreitet wurden, neben der Vulkaneifel auch auf den Landkreis Bernkastel-Wittlich erweitert worden. Wie die Leitstelle auf TV-Anfrage mitteilte, werde aber in Kürze vom Land eine landesweite Warnung ausgegeben. Der Sprecher der Leitstelle betonte, die Warnungen seien überwiegend wegen der bereits bekannten Rauchwolken-Entwicklung von Bränden aus Belgien (Hohes Venn) und NRW herausgegangen. Deswegen habe es Hunderte von Anrufen bei den Feuerwehren gegeben. Brände in der Region gebe es zwar auch einige, dabei handele es sich aber eher um kleinere bis mittlere Einsätze. Weitere Informationen dazu folgen noch.

Erste Rauchwolken über der Vulkaneifel am Mittag

Nach den Wald- und Flächenbränden in Schönecken (Verbandsgemeinde Prüm) und in Kerschenbach (VG Gerolstein) vom Freitag erging am Samstagmittag bereits wieder neuer Alarm.

Einsatzort: Nohn, ebenfalls in der VG Gerolstein. Gemeldet war eine starke Rauchentwicklung in der Nähe der Nohner Mühle. Dort eingetroffen, sagt VG-Wehrleiter Sascha Löbens, hätten die Einsatzkräfte aber außer starkem Rauch kein Feuer feststellen können: „Wir finden nichts.“

Die Erklärung: Es handele sich um die riesige Rauchwolke, die von den großen Bränden in Nordeifel und Hohem Venn herübergetrieben werde. Dort brennen aktuell 900 Hektar Vegetation.

Besorgte Anrufe wegen Qualm - Leute suchen Feuer im Wald

Deshalb blieb es nicht bei dieser Alarmierung: „Wir haben aktuell aus vielen Orten Anrufe alle fünf Minuten“, sagt Löbens - alle von besorgten Bürgern aus Gebieten, in denen man kaum etwas sehe vor lauter Qualm.

Dann eine neue Meldung: ein Waldbrand bei Bodenbach in der VG Kelberg, die Feuerwehr ist raus. Aber auch der lässt sich zunächst nicht bestätigen.

Dennoch: „Hier ist Chaos überall“, sagt Löbens. Nicht nur wegen der pausenlosen Anrufe - „die Leute fahren mit Autos durch die Wälder, um Feuer zu suchen“. Davon rät die Feuerwehr unbedingt ab.

Sichtbehinderung, Geruchsbelästigung und viele Anfragen bei der Leitstelle

Die VG-Wehr richtete als Konsequenz in Gerolstein ein Lagezentrum ein, „um die Anrufe abzufangen, damit die Leitstelle in Trier nicht überlastet wird“.

Die Einsatzkräfte warnen erneut vor „erheblicher Sichtbehinderung durch Rauchgase und Geruchsbelästigung“. Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzustellen. Entsprechende Informationen gingen auch über die Warnapps und Cell Broadcast raus. Am späten Nachmittag wurde auch der Bereich des Landkreises Bernkastel-Wittlich einbezogen.

Und dann doch: Feuerwehr rückt zu Flächenbrand in Kalenborn aus

Die Feuerwehr warnt angesichts der Situation: „Bleiben Sie sensibel für Brände und Rauchentwicklungen in Ihrer unmittelbaren Umgebung. Wählen Sie nur in Notfällen den Notruf 110 (Polizei) und 112 (Feuerwehr).“

Und dann bricht doch ein erstes Feuer aus: Gegen 15.15 Uhr meldet Kerstin Handwerk, Sprecherin der VG-Feuerwehr Gerolstein: „Wir haben einen bestätigten Stoppelfeld-Brand in Kalenborn-Scheuern. Auf 50 mal 70 Metern Fläche. Die Feuerwehr ist raus zum Einsatz.

15.30 Uhr im Oberen Kylltal: Der Wind von Norden treibt immer neue Rauchgebirge herüber. In einigen Dörfern ist alles in ein gelb-orangenes Licht getaucht. Der Geruch beißt in Augen und Atemwegen.

Nachdem zunächst nur ein Gebiet in der VG Gerolstein im Raum Hillesheim von der Entwicklung betroffen war, zogen sich der Rauch und der beißende Geruch im Lauf des Nachmittags immer weiter durch nahezu den gesamten Vulkaneifelkreis. Auch für den Bereich Bitburg-Prüm gilt eine entsprechende Warnmeldung der Polizei, insbesondere für die Verbandsgemeinden Prüm und Arzfeld.

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