Britischer Premierminister Burnham bestätigt russischen Einfluss auf Brexit-Votum
Großbritannien
Britischer Premierminister Burnham bestätigt russischen Einfluss auf Brexit-Votum
Bislang wurde russische Einmischung stets bestritten. Ein Geheimdienstbericht von 2020 dokumentierte frühere Einflussversuche
Der britische Premierminister Andy Burnham bestätigte, dass Russland Einfluss auf das Brexit-Votum 2016 genommen haben soll. Wie der Spiegel berichtet, hat Burnham im Podcast "The Rest is Politics" berichtet, dass er bereits von der russischen Einflussnahe wusste, bevor er das Amt des Premiers übernahm. Damit ist Andy Burnham der erste britische Premierminister der klar bestätigt, dass Russland das Brexit-Referendum beeinflusste. Bislang wurde diese immer verneint.
Laut Burnham sei Großbritannien "zu sehr in der Defensive gewesen", weshalb die Wähler "nicht ausreichend darüber informiert worden, in welchem Ausmaß versucht wird, den politischen Prozess aus dem Ausland zu stören." Burnham ging nicht weiter darauf ein, wie genau sich Russland in das Votum eingemischt haben soll.
Frühere Einflussnahmen
Aus einem Bericht des britischen Geheimdienstausschusses über die russische Einmischung in Politik und Wahlen von 2020 ging hervor, dass Russland auch versucht haben soll, das schottische Unabhängigkeitsreferendum im Jahr 2014 zu beeinflussen. Der Einfluss Russlands auf das Brexit-Referendum ging aus dem damaligen Bericht nicht hervor. Jedoch hätte die britische Regierung aktiv vermieden, nach Beweisen für russische Einmischung zu suchen.
Erst im Juli wurde der damalige Premierminister Keir Starmer von Burnham abgelöst. Burnham hatte vor kurzem eine Rückkehr Großbritanniens in die EU nicht ausgeschlossen. (scheli, 11.10.2026)
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