Bundesliga: SVE gegen Schalke 04 – Vincent Wagner erwartet „viel Schwung“ von den Königsblauen
Bundesliga SVE gegen Schalke 04 – Vincent Wagner erwartet „viel Schwung“ von den Königsblauen
Spiesen-Elversberg/Gelsenkirchen · Die SV Elversberg reist am Sonntag mit sechs Punkten im Gepäck zum FC Schalke 04. Nach dem starken Saisonstart wartet auf die SVE die nächste Herausforderung. Trainer Vincent Wagner erwartet einen offensiven Gegner.
20.09.2026 , 08:17 Uhr
Robin Gosens schoss gegen seinen Ex-Verein Union Berlin das erste Tor für den FC Schalke 04 in der aktuellen Saison. Gegen die SVE möchte der Linksverteidiger drei Punkte holen.
Foto: Julius Frick/dpa/Julius Frick
Der FC Schalke 04 zeigt seit dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga zwei Gesichter. Gegen Bayern München mauerten sich die Königsblauen mit wenig Ballbesitz zu einem Punkt (0:0), vergangene Woche spielten sie mutig und gewannen 3:1 bei Union Berlin. Schalke kann also leiden – aber auch ordentlich Fußball spielen. Wir haben Vincent Wagner, Trainer der SV Elversberg, gefragt, was er von der kommenden Partie seiner SVE gegen die Knappen erwartet.
Vincent Wagner: „Ich glaube, dass sie mit viel Schwung kommen“
Für Vincent Wagner spielt das keine Rolle. Der Trainer der SV Elversberg will gewinnen – egal, welche Schalke-Maskerade in der Veltins-Arena auftaucht. „Jetzt geht es darum, einen würdigen Abschluss des ersten Blockes zu finden – aus einem sehr, sehr guten Start einen außergewöhnlichen Start zu machen“, sagt er. Doch es warte auf Schalke auch „die höchstmögliche Hürde“. Und die kennt die SVE nur zu gut. In der Saison 2025/2026 gab es gegen die Königsblauen gleich zwei Niederlagen in der 2. Bundesliga: In Gelsenkirchen verlor Elversberg 0:1, im Rückspiel an der Kaiserlinde 1:2.
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Für das Duell an diesem Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) geht SVE-Trainer Wagner davon aus, dass die Schalker nicht mauern werden. „Ich glaube schon, dass sie in der Arena aktiv spielen, dass sie mit viel Schwung kommen werden“, erklärt Wagner: „Dann gilt, dagegen zu halten. Das wird eine große Herausforderung.“
Sollte Schalke wider Erwarten doch tiefer stehen – immerhin geht die SVE nach dem starken Saisonstart erstmals mit einer gewissen Favoritenrolle in ein Spiel –, macht sich Wagner ebenfalls keine Sorgen. „Ich glaube, 80 Prozent unserer Spiele haben letztes Jahr so stattgefunden“, sagt der Coach. Grundsätzlich sei die SVE daran gewöhnt, gegen einen „tiefen Block“ zu spielen.
Robin Gosens will gegen die SV Elversberg unbedingt gewinnen
Schalke-Trainer Miron Muslic ist mit dem Auftakt seiner Mannschaft ebenfalls zufrieden – und will Punkte holen: „Wir sind in der Bundesliga angekommen – schon in der vergangenen Woche gegen die Bayern.“ Mit dem Sieg in Berlin habe seine Mannschaft bewiesen, dass der starke Auftritt gegen den Rekordmeister „keine Eintagsfliege“ gewesen sei. Auch Neuzugang Robin Gosens (32) will gegen die SVE ein „gutes Ergebnis“ erzielen. „Unser Ziel ist es, mit sieben Punkten in die Länderspielpause zu gehen“, sagt der Linksverteidiger.
Damit die Punkte bei der SVE landen, hat Wagner einen klaren Plan. „Ich glaube, was Leidenschaft und Einsatz angeht, dürfen wir nicht nachlassen“, erklärt der Trainer. Seit Beginn seiner Amtszeit hat die SVE schließlich nie mehr Meter gemacht als gegen Bayern: 124 Kilometer standen am Ende auf dem Tacho.
Personell muss die SVE aber mit Veränderungen rechnen. Francis Onyeka hat sich gegen Bayern früh verletzt, der Youngster bekam einen Schlag gegen den Kopf. Wie geht es ihm? „Es geht. Es hat schon ordentlich gewummst“, erklärt Wagner. Die Gesundheit der Spieler gehe vor. Ein Startelf-Einsatz am Sonntag dürfte damit ausgeschlossen sein. Noah Darvich könnte auf der Zehner-Position nachrücken.
Könnte Krattenmacher womöglich in der Startelf stehen?
Eine weitere Option wäre Maurice Krattenmacher, der aktuelle Edel-Joker der SVE. Bei Hertha BSC spielte der 21-Jährige immer wieder im Zentrum – die Rolle wäre ihm also nicht fremd. Doch Wagner lässt sich nicht in die Karten schauen. Auf die Frage, ob Krattenmacher womöglich in die Startelf rückt, antwortet der Coach: „Das werden wir sehen.“
Was er nicht unerwähnt lassen will, ist ein Dankeschön in Richtung Gelsenkirchen. Denn Schalke hatte in der vergangenen Saison indirekt beim Elversberger Aufstieg mitgeholfen. Am 31. Spieltag spielte die SVE nur 3:3 in Darmstadt, während Paderborn gegen Schalke mit 2:0 führte. Doch die Königsblauen drehten die Partie und gewannen 3:2. Damit bekam Elversberg im Aufstiegsrennen die Chance, alles aus eigener Kraft klarzumachen. „Da haben die Schalker uns wiederbelebt – natürlich auch eigennützig“, sagt Wagner grinsend. Ob diese Harmonie auch am Sonntag zu sehen sein wird? Eher nicht. Es geht für beide Aufsteiger um drei wichtige Punkte.
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