Bundesliga: Über Leipzig in die Nationalmannschaft – Rocco Reitz hat mit RB ambitionierte Ziele
Stand: 20.07.2026 • 19:00 Uhr
Rocco Reitz ist seit seiner Geburt Mitglied bei Borussia Mönchengladbach und spielte seit der F-Jugend für seinen Herzensverein. Zudem ist er mit der Tochter von Karlheinz Pflipsen, dem DFB-Pokalsieger von 1995 mit Gladbach, verheiratet. Im Sommer schlägt der 23-Jährige nun ein neues Kapitel auf: Er verlässt seinen Kindheitsclub und wechselt zu RB Leipzig. Bei den Sachsen unterschreibt Reitz einen Vertrag bis 2031.
Den Traum von der Fußball-Champions-League kann sich Rocco Reitz in Kürze in der Messestadt erfüllen. Ein anderes Ziel ist noch etwas weiter weg. "Ein persönliches Ziel von mir, diesen Rhythmus alle drei Tage und Champions League spielen zu dürfen, dafür bin ich sehr dankbar, das ist der größte Traum von jedem. Irgendwann ist das Ziel von einem, Nationalspieler zu sein. Das ist auch auf meiner Liste", sagte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler, der in Leipzig der Nachfolger von Xaver Schlager werden soll.
Wechsel-Ärger: "Ganz spurlos geht das nicht vorbei"
Nach der Verkündung seines Wechsels im April hatte es von den Gladbach-Fans Proteste gegen den eigenen Kapitän gegeben, der schon als Siebenjähriger das Gladbach-Trikot trug. "Wer das hier will, kann niemals unser Kapitän sein", schrieben die Fans auf ein Banner und pfiffen ihren eigenen Mann beim 0:1 in Leipzig bei jedem Ballkontakt mit Trillerpfeifen aus.
Rocco Reitz (links) durfte zum 125. Jubiläum von Bor. M'gladbach das Fohlendenkmal mitenthüllen. An seiner Seite Klub-Legenden wie Günter Netzer, Lothar Matthäus, Rainer Bonhof und Berti Vogts. Auch der gebürtige Sachse und langjährige Gladbacher Tony Jantschke (re.) war mit dabei.
Daran hatte Reitz mächtig zu knabbern. "Ganz spurlos geht das nicht an einem vorbei. Wenn du ein stabiles Umfeld hast, meine Frau, meine Kleine haben da schon viel geholfen, auch mein Vater, mein Bruder, die Familie. Wenn du wenig in sozialen Netzwerken unterwegs bist und dich auf die wesentlichen Dinge konzentrierst, dann geht das schon gut", sagte Reitz mit etwas Abstand.
Wiedersehen zum Bundesliga-Auftakt
Nun freut er sich zum Bundesliga-Auftakt am 29. August (15.30 Uhr) auf ein Wiedersehen mit der Borussia. "Da gab es auf jeden Fall einen leichten Schmunzler, aber ich freue mich auf jeden Fall. Vor allem auf die Jungs, weil ich mich nicht so richtig verabschieden konnte von allen", sagte Reitz, der das Saisonfinale damals in Gladbach wegen eines schweren Infekts verpasst hatte. Diesen hat er nun fast überstanden. Schritt für Schritt kämpft er sich zurück. "Es war keine leichte Zeit, definitiv. Ich will nicht ins Detail gehen. Ich glaube, das ist zu privat. Mir geht es gut, die Werte sind so, wie sie sein sollen."
SPIO/dpa/sid