Bundesliga: Sorgen um Werder Bremen nach 4:1-Niederlage in Freiburg und Stage-Verletzung
Dem SV Werder Bremen ist der Auftakt in die neue Bundesligasaison misslungen. Das Team von Trainer Daniel Thioune unterlag beim SC Freiburg 4:1 (2:0). Für den Europa-League-Finalisten der vergangenen Spielzeit trafen Yuito Suzuki (29., 48. und 55. Minute) und Igor Matanović (45.). Dariusz Stalmach erzielte den Treffer für Werder (76.) Vor dem letzten Spiel des ersten Spieltags steht Werder somit auf Tabellenplatz 16.
Dabei mussten die Bremer bereits vor dem Spiel eine, wie Kapitän Marco Friedl sagte, »Hiobsbotschaft« verkraften. Mittelfeldspieler Jens Stage hat sich im Abschlusstraining am Samstag eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Damit muss Werder mehrere Monate nicht nur auf seinen Führungsspieler, sondern auch besten Torschützen der vergangenen beiden Spielzeiten verzichten.
Bremens Geschäftsführer Clemens Fritz sprach vor dem Spiel bei Dazn von einem »Riesenschock«, gab sich aber optimistisch, noch vor dem Ende des Transferfensters am Dienstag einen Ersatz für den Dänen verpflichten zu können.
Statt Stage spielten in Freiburg zunächst die beiden Zugänge Ludovit Reis und Chuki im zentralen Mittelfeld. Im Angriff feierte Niclas Füllkrug sein Comeback in der Bundesliga nach seiner missglückten Zeit bei West Ham United und der AC Mailand .
Für Torgefahr sorgten zunächst aber weder Füllkrug noch andere Spieler auf dem Feld. Beide Teams agierten zunächst zögerlich, erst nach 20 Minuten erhöhten die Freiburger die Schlagzahl, ohne wirklich gefährlich zu werden. Erst mit einer Ecke von Niklas Beste, die Yuito Suzuki einnickte, kam Freiburg zur Führung. Im Anschluss verpasste Beste den nächsten Treffer mit einem Distanzschuss (41.), der knapp über das Tor flog.
Besser machte es wenig später Matanović aus 20 Metern. Sein Schuss ins linke Eck markierte den 2:0-Halbzeitstand. Mio Backhaus, der für die Freiburger Rekordablöse von zwölf Millionen Euro vor der Saison aus Bremen kam, durchlebte einen ereignisarmen Nachmittag.
Backhaus’ Nachfolger im Bremer Tor, Karl Hein, musste hingegen schon kurz nach Wiederanpfiff erneut hinter sich greifen. Derry Scherhant dribbelte über links in den Strafraum und bediente Suzuki, der nur noch den Fuß reinhalten musste. Der Japaner erzielte sieben Minuten später sogar noch sein drittes Tor nach einer feinen Kombination mit Matanović. Danach überließ Freiburg den Gästen mehr Spielanteile, ließ aber bis zum Ende kaum Torchancen zu. Lediglich eine Ecke verwertete der eingewechselte Stalmach per Kopf zum 4:1.
Und Füllkrug? Er bemühte sich gerade in der zweiten Halbzeit um mehr Ballaktionen. Symptomatisch für seinen Tag blieb jedoch sein Lauf allein auf Backhaus zu, bei dem er den Ball nicht kontrollieren konnte, ehe Freiburgs Lukas Kübler klärte (58.). Drei Minuten später wurde Füllkrug ausgewechselt.
Die Freiburger treten am kommenden Samstag beim Aufsteiger aus Paderborn an (15.30 Uhr), der SV Werder Bremen empfängt zeitgleich RB Leipzig.
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