Bundesverkehrsminister: Bahn-Manager sollen Boni nur noch bei echtem Erfolg bekommen - Golem.de
Der neue Bundesverkehrsminister will die Vorstandsgehälter der Bahn strenger an Ziele knüpfen. Bleibt die Pünktlichkeit aus, drohen spürbare Kürzungen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will die Vorstandsgehälter der Deutschen Bahn stärker an messbare Erfolge knüpfen. In einem Interview mit der Bild am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) kündigte der CDU-Politiker Konsequenzen an, sollte der bundeseigene Konzern die vom Bund vorgegebenen Ziele verfehlen.
Hintergrund der Ankündigung ist die anhaltende Pünktlichkeitskrise der Bahn. Seit geraumer Zeit häuft sich Kritik an verspäteten Zügen und ausgefallenen Verbindungen. Parallel dazu führen die weiterhin hohen Zahlungen an die Führungsebene des Unternehmens immer wieder zu öffentlichem Unmut.
Bilger reagiert darauf nun mit einer klaren Ansage in Richtung Konzernspitze. Für den Minister, der das Ressort erst vor Kurzem übernahm, ist es eine der ersten größeren öffentlichen Positionierungen zum Zustand des Staatskonzerns.
Deutsche Bahn soll sich an nachvollziehbaren Erfolgen orientieren
"Es wird sich konkret auf die Bonuszahlungen von Bahn-Managern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden", sagte der Minister der Zeitung. Damit stellt er erstmals öffentlich einen direkten Zusammenhang zwischen Unternehmenszielen und Vergütung her.
Bilger begründete seinen Vorstoß mit dem Anspruch von Kunden und Steuerzahlern. Beide Gruppen hätten aus seiner Sicht ein Recht darauf, dass der Erfolg des Konzerns tatsächlich gemessen werde, bevor Bonuszahlungen flössen.
Welche Kennzahlen dabei künftig maßgeblich sein sollen, ließ der Minister zunächst offen. Denkbar wären etwa Pünktlichkeitsquoten, die Zahl der Zugausfälle oder der Zustand der Infrastruktur, die seit Jahren als Schwachstelle des Unternehmens gilt.
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