Erbrechen, Durchfall, Vergiftung – Rückruf: Dieser Schoko-Pudding von Lidl ist mit Bakterien verseucht
Bundesweiter Lidl-Rückruf: Milbona-Pudding ist mit Bakterien verseucht
Stand: 19.08.2026, 19:57 Uhr
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Ein eiweißreicher Schokoladenpudding wird zurückgerufen, weil ein gesundheitsgefährliches Bakterium nachgewiesen wurde. Verbraucher sollten sofort handeln.
Kassel – Pudding zählt bei vielen Kunden zu den beliebtesten Desserts aus dem Supermarkt – ob als süßer Nachtisch, kleiner Snack zwischendurch oder direkt aus dem Kühlregal für unterwegs. Bei einem aktuell zurückgerufenen Schoko-Pudding, der bei Lidl verkauft wurde, ist jedoch Vorsicht geboten: Untersuchungen haben ein Bakterium nachgewiesen, das Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen kann. Der Handel hat das betroffene Produkt deshalb aus dem Verkauf genommen.

Konkret handelt es sich um den „Milbona High Protein Pudding Schoko“ im 200-Gramm-Becher. In einer Mitteilung weist der Lieferant Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG darauf hin, dass der Rückruf ausschließlich für die Chargen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 12. September 2026 gelte. Andere bei Lidl in Deutschland verkaufte Produkte des Lieferanten sowie weitere Produkte der Marke Milbona seien nicht von dem aktuellen Rückruf betroffen, heißt es.
Rückruf bei Lidl: Das betroffene Produkt im Überblick
| Produktbezeichnung | Milbona High Protein Pudding Schoko |
|---|---|
| Füllmenge | 200 Gramm |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 12. September 2026 |
| Marke | Milbona |
| Inverkehrbringer | Lidl |
| Lieferant | Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG |
Laut Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG wurde der Schoko-Pudding von Milbona bei Lidl deutschlandweit gekauft. Kunden, die das eiweißhaltige Produkt mit dem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum zu Hause haben, wird geraten, es nicht zu verzehren und stattdessen in einer Filiale zurückzugeben. Der Kaufpreis wird ohne Vorlage eines Kassenbons erstattet.
Bakterium kann zu Erbrechen und Durchfall führen
Das im Schokopudding nachgewiesene Bacillus cereus ist nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein sporenbildendes Bakterium, das weltweit verbreitet ist. Durch die Verschmutzung mit sporenhaltigen Erdbodenpartikeln oder Staub kann es leicht auf Lebensmittel übertragen werden. Dementsprechend war das in der Vergangenheit oft Grund für einen Rückruf: So musste etwa bereits ein beliebtes Gewürz aus dem Handel genommen werden. Anfang des Jahres wurde das gefährliche Bakterium in einem Asia-Produkt festgestellt, was ebenso einen bundesweiten Rückruf zur Folge hatte.
Das Bakterium bildet bei hohen Keimzahlen zwei verschiedene Giftstoffe (Toxine): Ein sogenanntes emetisches Toxin – auch Cereulid genannt – kann bereits eine halbe Stunde nach dem Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen. Ein zweites Toxin verursacht acht bis 16 Stunden nach der Aufnahme wässrige Durchfälle, die in der Regel nach zwölf bis 24 Stunden von selbst wieder abklingen. Auch Bauchkrämpfe (Toxikoinfektion) sind möglich, informiert das BfR auf seiner Website.
Checkliste für Produktrückrufe

Wird ein Produkt oder ein Lebensmittel zurückgerufen, haben Sie als Verbraucher verschiedene Ansprüche. Diese Checkliste hilft dabei, die richtigen Schritte zu unternehmen und gibt Tipps, wo Sie schnell die wichtigsten Informationen finden.
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Wer das vom Rückruf betroffene Produkt bereits verzehrt hat und in unmittelbarem Zusammenhang damit gesundheitliche Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen. Bei Fragen steht die Lidl-Kundenhotline unter 00800 5435 5435 kostenfrei zur Verfügung. (Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung, Pressemitteilung Fude + Serrahn Milchprodukte GmbH & Co. KG) (cln)