CDU: Christina Stumpp legt Amt als Vize-Generalsekretärin der CDU nieder
Die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Stumpp scheidet aus dem Amt. Zuvor hatte sie entsprechende Berichte dementiert. Ein Nachfolger steht offenbar bereits fest.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa,
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Aktualisiert am 11. September 2026, 20:40 Uhr
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6 KommentareCDU-Chef Friedrich Merz hat sich von seiner stellvertretenden Generalsekretärin Christina Stumpp getrennt. Wenige Tage nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt teilte die CDU mit, Merz und Stumpp hätten sich »in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden«, dass Stumpp ihr Amt zum 21.September 2026 niederlegen wird. Merz werde den Parteigremien den Bundestagsabgeordneten Michael Hose als kommissarischen stellvertretenden Generalsekretär vorschlagen.
Stumpp bezeichnete es laut einer Mitteilung der CDU als eine »große Ehre und Freude«, dass sie sich in den vergangenen vier Jahren in der Partei »für unsere rund 72.500 ehrenamtlichen und hauptamtlichen kommunalen Vertreterinnen und Vertreter einsetzen« durfte. Sie habe in der Zeit rund drei Viertel aller Kreisverbände besucht. Mit der Gründung des Netzwerks für Frauen in der Kommunalpolitik, women@cdu, habe sie zudem mehr Frauen für die Kommunalpolitik der CDU begeistern können.
Über Stumpps mögliches Ausscheiden aus dem Amt war seit Tagen spekuliert worden. Mitte der Woche hatte das Portal Table. Briefings berichtet, die 38-Jährige werde ihren Posten aufgeben – Merz habe ihr diesen Schritt nahegelegt. Doch Stumpp dementierte den Bericht öffentlich. »Das ist unzutreffend«, schrieb sie auf X. Sie sei weiterhin stellvertretende CDU-Generalsekretärin.
Merz dankt Stumpp für ihren Einsatz für die CDU
Merz hatte den zuvor nicht vorhandenen Posten einer stellvertretenden Generalsekretärin vor vier Jahren eigens geschaffen. Im September 2022 hatte der CDU-Parteitag Stumpp auf den Posten gewählt. Sie sollte sich insbesondere um eine bessere Verbindung der Parteizentrale in Berlin zu den Kreisverbänden und die Unterstützung bei Kommunalwahlen kümmern.
Anlässlich ihres nun verkündeten Ausscheidens dankte Merz Stumpp für »das vertrauensvolle Miteinander« und die »sehr gute Arbeit«, die sie in den vergangenen vier Jahren geleistet habe. Stumpp habe »mit hohem persönlichem Einsatz integrativ in unsere Partei gewirkt«, sagte der Bundeskanzler.
Bei der Neuaufstellung der Parteiführung sei es ihm jedoch »ein wichtiges Anliegen, dass wir als Partei der Deutschen Einheit West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden«, sagte Merz. Stumpp stammt aus Baden-Württemberg, ihr designierter Nachfolger Hose aus Thüringen. Hose bringt Merz zufolge »als Abgeordneter, Lehrer und ehemaliger Schulleiter aus Erfurt wichtige Perspektiven mit, die für die Arbeit im Präsidium der CDU Deutschlands von großem Mehrwert sind«.