CDU: Mathias Middelberg wird neuer Bundesschatzmeister der CDU

Seit der Personalrochade in der Bundesregierung ist der Posten des CDU-Schatzmeisters vakant. Ihn übernimmt der Haushaltsexperte Mathias Middelberg.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

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Aktualisiert am 7. September 2026, 14:36 Uhr

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Mathias Middelberg CDU Bundesschatzmeister Franziska Hoppermann
»Mathias Middelberg steht für Verlässlichkeit, wirtschaftliche Vernunft und große politische Erfahrung«, sagt Bundeskanzler Friedrich Merz. © Anna Ross/​dpa

Der CDU-Bundesvorstand hat Mathias Middelberg zum neuen Bundesschatzmeister der Partei ernannt. Der 61-Jährige wird damit der Nachfolger von Franziska Hoppermann, wie die Partei mitteilte. Hoppermann war durch die Umbesetzung innerhalb der Bundesregierung Generalsekretärin der Partei geworden. Middelberg gehört dem Bundestag seit 2009 an und ist stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion. Zu seinen Kernthemen gehören die Haushalts- und Finanzpolitik.

»Mathias Middelberg steht für Verlässlichkeit, wirtschaftliche Vernunft und große politische Erfahrung«, sagte der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz. Mit der Ernennung setze die CDU auf Erfahrung, Seriosität und eine klare ordnungspolitische Handschrift in einer zentralen Führungsaufgabe der Partei.

Der Bundesschatzmeister der CDU ist für die Finanzverwaltung der Partei verantwortlich. Die CDU finanziert sich aus staatlichen Mitteln, Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

Personalrochaden in der Bundesregierung und der Union

Ausgelöst durch den Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzendem der Union gab es in der Bundesregierung, der Unionsfraktion und der Union einige personelle Veränderungen. Die Leitung des Kanzleramts übernahm die frühere Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, nachdem Thorsten Frei von dieser Position zum Unionsfraktionschef gewählt worden war. Neuer Bundesgesundheitsminister wurde der frühere CDU-Generalsekretär und Vorgänger von Hoppermann, Carsten Linnemann.

Im Bundesverkehrsministerium löste Steffen Bilger, bisher Parlamentarischer Geschäftsführer in der Bundestagsfraktion, Patrick Schnieder ab. Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor, übernahm die Position des Staatsministers für die Bund-Länder-Zusammenarbeit im Kanzleramt von Michael Meister.

Spahns Rücktritt erfolgte, nachdem bekannt wurde, dass dieser mithilfe einer Leihmutter in den USA zum Vater eines Kindes geworden war. Innerhalb der eigenen Partei hatte er sich ablehnend zu dieser Praxis geäußert. Leihmutterschaft ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Die Inanspruchnahme einer Leihmutter im Ausland ist nicht strafbar.