Centralstation wird zum „Club der Zukunft“
Stand: 04.09.2026, 18:37 Uhr
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Die Hochschule Darmstadt verwandelt den Saal der Centralstation in eine interaktive 3D-Klanglandschaft. Das Publikum kann am Samstagabend selbst Teil des immersiven Sound- und Audioevents werden.
Darmstadt – Von der Decke des Saals der Darmstädter Centralstation hängen lange Projektionsflächen aus Tüllstoff. Aus 33 Lautsprechern wabern Klänge und Geräusche in den Raum. Auch Vogelgezwitscher ist zu hören. Passend zu den Klangkompositionen verwandeln sich die Projektionsflächen. Farben changieren und variieren, und es werden filigrane Blattstrukturen sichtbar. Die interaktive Klanglandschaft im 3D-Audioformat, die im Saal des Dachgeschosses der Darmstädter Kultureinrichtung aufgebaut wurde, gibt Raum für Kreativität und eigene Interpretationen.
Im Zuge des Kooperationsprojekts mit der Centralstation, das auch Teil des Programms der World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026 ist, hat ein Team des Mediencampus der Hochschule Darmstadt (HDA) die immersive 3D-Audioveranstaltung „Der Club der Zukunft: Kollektive Resonanz – Natur wird Clubsound“ geplant und gestaltet.
Am heutigen Samstag, 5. September, können Besucherinnen und Besucher den besonderen natürlichen und urbanen Clubsound in der Zeit zwischen 18 Uhr und etwa 22 Uhr in vier Phasen erleben und in diese Klanglandschaft eintauchen.
Kooperationsprojekt ist Teil des WDC-Programms
Für die Projektleitung und die Dramaturgie des Events ist Media-Professorin Sabine Breitsameter verantwortlich. Um das interaktive und installative Konzept, die räumliche Realisierung sowie den Einsatz der 3D-Klangtechnologie kümmerten sich Klaus Schüller und Robin Wiemann. Centralstation-Geschäftsführerin Meike Heinigk unterstützte das Team der HDA tatkräftig.
Die Ausgangsfragen, die sich das Team stellte, waren: Was wäre, wenn ein Club nicht nur ein Ort wäre, an dem Musik abgespielt und gehört wird, sondern sich stattdessen zu einem Raum des Zuhörens entwickeln würde, in dem Wahrnehmung, Bewegung und Gestaltung miteinander verbunden sind? Und was würde sich verändern, wenn nicht allein Musiker:innen oder DJs darüber entschieden, welche Musik oder Klänge zu hören sind, sondern die Anwesenden selbst Teil der Komposition würden? Daher ist die Antwort folgerichtig und konsequent: Das Publikum soll sich am Samstagabend an dem Projekt beteiligen.

Naturklänge und urbane Geräusche
Geplant ist, dass sich heute Abend in der Centralstation eine begehbare Klanglandschaft in mehreren Phasen entwickelt. Dem konzentrierten Hören auf Naturklänge folgt eine interaktive Installation mit urbanen Geräuschen – die etwa an einem Fahrkartenautomaten aufgenommen wurden.
Schließlich soll das Event in eine gemeinschaftlich erlebte, tanzbare Clubnacht münden, die von dem Künstlerduo Mookee gestaltet wird. Videojay Philipp Schober wird den gesamten Abend mit visuellen Live-Einblendungen begleiten.
Die „Dramaturgie vom konzentrierten Hören zur körperlichen Bewegung“ ist für Projektleiterin Breitsameter zugleich „mehr als ein Veranstaltungsformat“. Sie bilde „den Kern des künstlerischen Experiments“. Für die Media-Professorin stellt der „Club der Zukunft“ zugleich ein Labor für eine Frage dar, die ästhetisch ebenso relevant sei wie gesellschaftlich: „Wie können wir Räume schaffen, in denen Wahrnehmung nicht Konsum bedeutet, sondern Beziehung stiftet?“
Für das Programm von 20 Uhr an im „Club der Zukunft“ ist eine Anmeldung über die Internetseite der Centralstation unter www.centralstation-darmstadt.de nötig. Der Eintritt ist kostenfrei.
