Auch bei Deutschen sehr beliebt: Sturzfluten erschüttern Urlaubsparadies – was Reisende wissen müssen
Chaos im Urlaubsparadies: Sturzfluten und Erdrutsche treffen Phuket – was Reisende wissen müssen
Stand: 27.10.2026, 07:20 Uhr
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Anhaltender Starkregen hat auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket schwere Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Besonders der Badeort Patong ist betroffen.
Patong – Im Urlaubsparadies vieler Deutscher herrscht Chaos. Anhaltender Starkregen auf der thailändischen Insel Phuket hat Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst; besonders hart traf es den Badeort Patong. Dort rissen Wassermassen Felsbrocken, Schlamm und Geröll von den Hängen in Wohnviertel und Geschäftsstraßen, die von internationalen Touristen frequentiert werden. Laut der Bangkok Post, die sich auf die Behörden beruft, wurden Häuser, Läden und Fahrzeuge beschädigt.
Unwetter in Thailand: Schlamm und Geröll im Bezirk Kathu
Am schwersten getroffen hat es den Bezirk Kathu, zu dem Patong gehört. Schlamm und Felsbrocken versperren immer noch Straßen, Schaufensterscheiben zersplitterten und zahlreiche Autos stehen unter Wasser. Stellenweise ist ein Fahrverbot ausgerufen worden und Fahrzeuge dürfen nicht mehr fahren.
Einsatzkräfte rückten mit Baggern und schwerem Gerät an, um Geröll wegzuräumen und Abflüsse freizulegen. Die Stadtverwaltung hat Notunterkünfte im Rathaus, in einer Schule und in einem Hotel eingerichtet.
Was Reisende jetzt wissen müssen
Wer bei schweren Unwettern im Urlaub festsitzt, darf seine Pauschalreise unter Umständen selbst beenden.
Laut ADAC-Juristen haben Reisende vor Ort eigene Rechte:
Die Kündigung ist möglich, wenn die Reise erheblich beeinträchtigt ist. Dann zahlen Reisende die bereits verbrachten Tage und bekommen den Rest zurück. Allerdings muss in jedem Einzelfall belegt werden, dass ein Mangel die Reise tatsächlich erheblich stört.
Der Veranstalter muss die Rückreise organisieren und die Mehrkosten tragen. Ist eine Heimreise nicht möglich, übernimmt er die Unterkunft für höchstens drei Tage. Zusätzlich muss er helfen, etwa mit Informationen zu Gesundheitsdiensten und konsularischer Unterstützung. Auch bei der Suche nach anderen Reisemöglichkeiten muss er unterstützen.
Individualreisende können nicht so einfach einzelne Reiseleistungen wie Flug, Hotel oder Ferienwohnung kostenfrei stornieren:
Wer eine Unterkunft einzeln gebucht hat, sitzt bei Unwettern oft auf den Kosten, sofern das Quartier noch zugänglich und gesundheitlich unbedenklich ist. Eine Stornierung ist dann nicht vorgesehen, und Gäste sind auf das Entgegenkommen des Anbieters angewiesen.
Das gilt nicht, wenn der Vermieter selbst nicht liefern kann. Wird etwa ein Hotel wegen einer Überschwemmung evakuiert, müssen Gäste weder Zimmerpreis noch Stornogebühren begleichen. Wer direkt im Ausland gebucht hat, unterliegt in der Regel dem Recht des Landes, in dem die Unterkunft liegt. Gäste sollten zunächst versuchen, sich mit dem Hotelier oder Vermieter gütlich zu einigen.
Regenwarnungen für den Süden Thailands
Auch in anderen südlichen Provinzen meldet der Katastrophenschutz Überschwemmungen. Der Wetterdienst rechnet mit weiteren schweren Niederschlägen bis mindestens Mittwoch; dabei geht die Regenzeit im Großteil des Landes gerade zu Ende.
Phuket zählt mit seinen Stränden und seinem Nachtleben zu den wichtigsten Tourismuszentren Thailands. Im Jahr 2025 kamen rund 14 Millionen Besucher auf die Insel in der Andamanensee, mehr als zehn Millionen davon aus dem Ausland: Deutschland gehört zu den wichtigsten Herkunftsländern der Touristen.
Bereits schwere Fluten in Bangkok
Schon Ende September hatte in Bangkok tagelanger Regen schweres Hochwasser verursacht und den Flugverkehr gestört. Die Stadtverwaltung rief daraufhin für alle 50 Bezirke den Katastrophenfall aus, landesweit waren rund 2,6 Millionen Menschen betroffen. Auch Reisende in anderen Regionen müssen sich auf Einschränkungen einstellen. (Quellen: dpa, ADAC) (ktho)