Charlie Kirk: US-Richter ordnet Prozess gegen mutmaßlichen Kirk-Attentäter an
Der mutmaßliche Mörder des Maga-Aktivisten Charlie Kirk muss sich vor Gericht in sieben Anklagepunkten verantworten. Ihm droht bei einer Verurteilung die Todesstrafe.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,
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Aktualisiert am 2. September 2026, 7:43 Uhr
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17 KommentareNach dem Attentat auf den rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk muss sich der mutmaßliche Mörder laut einem Richterentscheid vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft verfüge über ausreichende Beweise gegen den Verdächtigen, teilte der US-Richter Tony Graf im Bundesstaat Utah mit. »Aus diesen Gründen sowie auf der Grundlage der Aktenlage sowie der Schriftsätze der Parteien« ordne er die Überstellung des Angeklagten zur Hauptverhandlung an.
Zuvor hatte der angeklagte Tatverdächtige vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte den mutmaßlichen Täter in sieben Punkten angeklagt. Dazu zählen Mord sowie die Gefährdung anderer Teilnehmer der Veranstaltung. Dies ist nach dem Gesetz ein erschwerender Umstand, der die Verhängung der Todesstrafe möglich macht.
Die Staatsanwaltschaft sprach von einer »überwältigenden« Beweislage. Demnach schoss der Angeklagte von einem Dach aus einer Entfernung von mehr als 122 Metern auf Kirk. Der Schütze hätte ihn leicht verfehlen und stattdessen andere Menschen verletzen oder töten können, argumentierten die Anwälte. Der zuständige Richter folgte der Argumentation der Staatsanwaltschaft.
Der 23-jährige Tatverdächtige war eineinhalb Tage nach dem Angriff festgenommen worden. Angehörige hatten ihn bei den Behörden gemeldet. Den Verdächtigen belasten zusätzlich DNA-Spuren an der mutmaßlichen Tatwaffe und Bildmaterial von Überwachungskameras. Dennoch hatten seine Anwälte versucht, das Gerichtsverfahren zu verhindern. Sie argumentierten, die Staatsanwaltschaft habe nicht ausreichend belegt, dass durch die Schüsse auch andere Menschen gefährdet worden seien.
Kirk war Unterstützer von Trump
Kirk war am 10. September 2025 bei einer Veranstaltung an einer Universität im US-Bundesstaat Utah angeschossen worden und starb an den Folgen. Sein Tod löste eine landesweite Debatte über politische Gewalt aus. Der Tatverdächtige soll Kirk wegen dessen politischer Äußerungen ins Visier genommen haben.
Kirk war Gründer der rechtspopulistischen Studierendenorganisation Turning Point USA und unterstützte US-Präsident Donald Trump in dessen Wahlkampf. Kritiker warfen Trump und der Maga-Bewegung vor, den Tod des Aktivisten zu instrumentalisieren. Kirk selbst kritisierten sie für rassistische, homophobe, transfeindliche und sexistische Aussagen.