China droht mit Absage des Xi‑Trump-Gipfels – falls es Taiwan-Waffenlieferungen gibt

Stand: 12.09.2026, 21:58 Uhr

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Peking ist bereit, das Treffen zwischen Trump und Xi zu streichen, falls die USA neuen Waffenverkäufen an Taiwan zustimmen sollten.

China hat die Vereinigten Staaten gewarnt, dass es einen bevorstehenden Gipfel zwischen den Staats- und Regierungschefs beider Länder absagen werde, falls die USA neuen Waffenverkäufen an Taiwan zustimmen, wie Quellen berichten. Xi Jinping, der chinesische Präsident, soll Donald Trump am 24. September im Weißen Haus treffen – es wäre ihr drittes persönliches Treffen innerhalb eines Jahres. Der US-Präsident misst dem Treffen im Vorfeld der Zwischenwahlen im November große Bedeutung zu und hofft, damit seine stark gesunkenen Zustimmungswerte zu verbessern.

Während der Vorbereitung des Gipfels bekräftigte China jedoch seine Haltung, dass die Taiwan-Frage eine „rote Linie“ in den bilateralen Beziehungen zwischen Peking und Washington darstelle, berichteten mehrere Quellen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News. Im Dezember vergangenen Jahres kündigte die Trump-Regierung ein beispielloses Waffenpaket für Taiwan im Wert von 11 Milliarden US‑Dollar (8,1 Milliarden Pfund) an, was in Peking eine wütende Reaktion auslöste, da die chinesische Führung die kleine, selbstverwaltete Insel als Teil des chinesischen Staatsgebiets beansprucht.

Präsidenten Trump, Xi: Antidemokraten arbeiten daran, die Freiheiten weiter einzuschränken.

US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping. © IMAGO/Ding Lin

Spannungen um Taiwan als rote Linie

Im Mai erklärten die USA, sie würden einen separaten Waffenverkauf im Umfang von 14 Milliarden US‑Dollar an Taiwan aussetzen, um sicherzustellen, dass sie über genügend Waffen für ihren Krieg im Iran verfügten. Nach Angaben der Quellen drohte die chinesische Regierung damit, das bilaterale Treffen in diesem Monat abzusagen, falls neue Waffenverkäufe genehmigt würden. Die Absage eines derart wichtigen Treffens wäre für Trump so kurz vor den Zwischenwahlen äußerst peinlich.

China hat seine militärischen Aktivitäten in und um die Taiwanstraße verstärkt. Im Juli führte das Land seinen ersten Test einer Interkontinentalrakete über dem Pazifik seit 2024 durch und schürte damit Befürchtungen vor einer möglichen Invasion. Xi hatte dem US-Präsidenten bereits früher gesagt, Taiwan sei die „wichtigste Frage“ in den Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern, und vor dem Konfliktpotenzial gewarnt, falls das Thema falsch gehandhabt werde.

Wachsende Zweifel in Taiwan an US-Sicherheitsgarantien

Beide Seiten scheinen jedoch weiterhin darum bemüht, Entscheidungen zu vermeiden, die ihre Waffenruhe im Handelsstreit gefährden könnten. Während seines Besuchs in Peking im Mai sagte Trump, Waffenverkäufe an Taiwan könnten in seinen Verhandlungen mit China „ein sehr gutes Verhandlungsinstrument“ sein. Auf Grundlage des Taiwan Relations Act, den der US-Kongress 1979 nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Peking und dem Abbruch der Beziehungen zu Taipeh verabschiedete, liefern die USA Taiwan Waffen, damit die Insel ihre Verteidigungsfähigkeit aufrechterhalten kann.

Unter der zweiten Trump-Regierung haben die Zweifel in Taiwan an der Entschlossenheit Washingtons, die Verteidigung der Insel zu unterstützen, weiter zugenommen. Der Krieg im Iran dürfte ebenfalls einen zentralen Punkt auf der Tagesordnung des geplanten Gipfels bilden, da er die Spannungen zwischen den beiden Supermächten vertieft hat. China ist mit großem Abstand Teherans wichtigster Handelspartner und könnte von den aggressiven US-Sanktionen gegen Irans Geschäftspartner erheblich betroffen sein.

Ungewissheit über Xis Reise in die USA

Am Freitag erklärten US-Beamte gegenüber The Wall Street Journal, der Iran habe sich auf chinesische Satellitenaufnahmen gestützt, um im Juli einen Angriff auszuführen, bei dem drei amerikanische Soldaten getötet wurden. Den Quellen zufolge handelt es sich dabei um den bislang deutlichsten Beleg dafür, dass Pekings Unterstützung für seinen Verbündeten während des sechsmonatigen Konflikts tödliche Folgen gehabt hat. China hat wiederholt Warnungen aus Washington zurückgewiesen, wonach chinesische Unternehmen dem Iran hochauflösende Bilddaten zur Verfügung stellten.

Die chinesische Regierung hat bislang keine offizielle Ankündigung zu Xis geplanter Reise in die USA gemacht. (Dieser Artikel von Alexandra Snow,Iona Cleave entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)