Clevere Neubauplanung: Wann weniger Wände sinnvoll sind
Stand: 04.09.2026, 13:19 Uhr
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Welche Innenwände sollen es sein? Wer baut, muss sich - und den Planern des Hauses - diese Frage stellen. Wichtig für die Antwort: Nicht immer wohnt man dauerhaft in der gleichen Konstellation.
Berlin - Wer beim Neubau des Eigenheims mit möglichst wenigen tragenden Innenwänden plant, hat später mehr Flexibilität bei Änderungen des Grundrisses. Das gilt auch, wenn man etwa Trockenbauwände für die Raumteilung nutzt.
Denn verglichen mit massiven Innenwänden lassen die sich bei Bedarf schnell und unkompliziert entfernen. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Räume können so also leichter vergrößert oder ganz zusammengelegt werden, etwa wenn sich die Lebenssituation der Bewohner ändert, die Kinder beispielsweise ausziehen.
„Vorausschauende Bauherren planen das direkt ein und lassen den Bodenbelag unter den Trockenbauwänden durchlaufen“, rät Klaus-Peter Frenzel vom Verband Privater Bauherren (VPB). „So kann man später etwa aus zwei Kinderzimmern einen großen Hobby- oder Fitnessraum gestalten - ohne allzu großen Aufwand.“
Mehr Wände, mehr Kosten
Man kann aber natürlich auch gleich auf einen möglichst offenen Grundriss setzen - und beispielsweise im Erdgeschoss Diele, Küche, Wohn- und Essbereich als großes zusammenhängendes Ensemble planen. Gut zu wissen: Wer weniger Innenwände setzen lässt, und damit auch weniger Türen braucht, durch die man in die einzelnen Räume gelangen kann, senkt zumindest beim Bau die Ausgaben. „Mit Blick auf das gesamte Vorhaben des Hausbaus handelt es sich hierbei zwar um kleine Einsparungen“, so Frenzek, „doch nicht selten summieren sie sich.“
Der Trend zum offenen Grundriss im Erdgeschoss hat sich dem VPB zufolge übrigens längst etabliert. In vielen Einfamilienhäusern findet man demnach dort lediglich noch eine Innentür, nämlich die zur Gästetoilette. dpa