Club Raffelberg: Ligaentwicklung bereitet Sorgen
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Am Samstag beginnt um 16.30 Uhr die neue Saison in der 2. Hockey-Bundesliga für den Club Raffelberg mit einem Auswärtsspiel bei Schwarz-Weiß Neuss. In zweieinhalb Monaten wird es sogar noch besser. Denn am 28. November treten die Duisburger – dann in der Hallensaison – erstmals nach 29 Jahren zu einem Bundesliga-Spiel an. Während Tim Leusmann, der Trainer des Teams, das auf dem Feld souverän den Klassenerhalt eingefahren hat, darüber nachdenkt, dabei beschreibt, wie sich die Konkurrenz verstärkt hat, schüttelt er irgendwann den Kopf. „Wir müssen uns offenbar Gedanken darüber machen, wie lange das noch machbar ist“, sagt Leusmann. Nicht etwa, weil er denkt, dass sein Team nicht konkurrenzfähig sei. Das genaue Gegenteil ist ganz offensichtlich der Fall. Wohl aber sorgen die übrigen Vereine mit ihrer Personalpolitik für eine Entwicklung, die zumindest schwierig ist.
Bei uns bekommt kein Spieler Geld.
Tim Leusmann, Trainer des Club Raffelberg
Da wäre der Aufsteiger Bremer HC beispielsweise. „Dort gibt es einige Neuzugänge aus dem Ausland“, berichtet Leusmann. „Aus Argentinien und Südafrika.“ Dabei ist der Aufsteiger aus der Regionalliga Nord bei weitem keine Ausnahme. „Immer mehr Vereine bezahlen ihre Spieler, besorgen ihnen Autos oder Wohnungen“, so der Duisburger Trainer. Wie ist das möglich angesichts meist überschaubarer Zuschauerzahlen und eines kostenpflichtigen Streamingdienstes als einzige Präsenz in bewegten Bildern? „Das weiß ich nicht“, sagt er. „Wahrscheinlich sind es Gönner, die aus den direkten Vereinsumfeldern kommen.“ Der CR? Der macht weiterhin alles auf reiner Amateurbasis. „Bei uns bekommt kein Spieler Geld“, sagt Leusmann. Da ist die aktuelle Leistung mehr als nur beachtlich.
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Mit Levin Yalcin, Tom Jaschek und Felix Wegener rücken nun auch ganz offiziell drei Jugendspieler in den Kader der Zweitliga-Mannschaft auf, die bereits in der zurückliegenden Saison eingesprungen sind, als die Raffelberger von zahlreichen Verletzungen geplagt waren. Das Nachwuchstrio bildet die komplette Liste auf Seiten der Zugänge. In die Gegenrichtung müssen die Duisburger zwei CR-Urgesteine verabschieden. Die Brüder Kalle und Matti Saari hatten bereits in der Jugend für Raffelberg gespielt und nun auch lange im Herrenbereich. „Die beiden ziehen aus beruflichen Gründen nach Hamburg und werden dort für den Klipper THC spielen“, so der Coach. „Wir wünschen den beiden nur das Beste!“
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Das heißt im Umkehrschluss, dass die Duisburger auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen können. Allerdings hält das Verletzungspech das CR-Team weiterhin im Schwitzkasten. Mit Tim Basfeld fällt der Spielmacher der Mannschaft aufgrund einer Schulter-OP lange aus. „Wir hoffen, dass er zur Hallensaison wieder dabei ist.“ Das gleiche gilt für Paul Bosserhoff. Felix Weber hat gerade erst die ersten Trainingseinheiten absolviert. Auch Luke Hoffmann ist nicht fit.
In der Vorbereitung gab es Siege gegen den Kahlenberger HTC (3:1, 5:0), eine 0:5-Niederlage gegen Erstligist Crefelder HTC, eine 1:2-Niederlage mit reduziertem Kader gegen den HC Rot-Weiß Velbert sowie einen 4:1-Erfolg gegen den HC Essen 99. „Die Jungs sind in guter Verfassung und freuen sich auf die Saison“, sagt Leusmann. Klar ist aber auch: Der CR muss immer 100 Prozent geben, um erfolgreich zu sein. Zu den Topteams der Liga zählt Leusmann den Großflottbeker THGC, den Düsseldorfer HC und Absteiger Gladbacher HTC. All diesen Teams will und wird sich der CR stellen. Auch gänzlich ohne Bezahlung.