Dacia plant E-Auto zum Hammer-Preis: Modell soll unter 11.000 Euro starten – und vier Personen Platz bieten
Dacia plant E-Auto für unter 11.000 Euro – Serienversion soll schon 2027 kommen
Stand: 06.10.2026, 13:56 Uhr
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Dacia will offenbar schon 2027 ein kleines Elektroauto auf den Markt bringen. Es soll unter 11.000 Euro starten – doch man muss Abstriche machen.
Der für seine besonders günstigen Autos bekannte Hersteller Dacia will laut einem Bericht des britischen Fachmagazins Autocar schon 2027 ein winziges Elektroauto auf den Markt bringen – zu einem Startpreis von umgerechnet unter 11.000 Euro. Der „Hipster“ könnte damit erneut die Preisgrenze im E-Auto-Markt nach unten verschieben. Und Dacia ist mit dieser Idee nicht allein: Auch Fiat bastelt offenbar an einem ganz ähnlichen Mini-Stromer.
Dacia für unter 11.000 Euro – Leichtfahrzeug der Klasse L7e
Technisch handelt es sich demnach um ein Leichtfahrzeug der Kategorie L7e – wie beispielsweise auch der Isetta-Klon Microlino – somit darf er maximal 450 Kilogramm wiegen (ohne Batterie), nur 20 PS leisten und höchstens 90 km/h schnell sein. Der Akku soll laut dem Bericht 15 Kilowattstunden fassen. Technik wie Motor, Batterie und Fahrwerk sollen teilweise vom alten Spring übernommen werden, um Kosten zu sparen.
Aus China für Deutschland – ohne Strafzölle?
Laut dem britischen Magazin soll der Hipster in China produziert werden – im selben Werk, in dem bislang der auslaufende erste Dacia Spring gebaut wurde. Das Werk im zentralchinesischen Shiyan gehört laut Auto Motor und Sport zum Gemeinschaftsunternehmen eGT New Energy Automotive, an dem neben Renault auch Dongfeng und Nissan beteiligt sind. Die Einstufung als L7e-Leichtfahrzeug bringt für Dacia dabei einen handfesten Vorteil mit sich: Weil der Hipster nicht als klassischer Pkw der Fahrzeugklasse M1 gilt, würde er laut dem Automagazin auch nicht unter die EU-Strafzölle für Elektroautos aus China fallen. Das ist mitunter ein Grund, der die Produktion im Reich der Mitte für Dacia zusätzlich attraktiv machen dürfte.

Vorgestellt hatte Dacia das Hipster Concept bereits im Oktober 2025 als radikale Design-Studie. Mit nur drei Metern Länge, 1,53 Metern Höhe und 1,55 Metern Breite bietet das Auto laut Hersteller vier echte Sitzplätze und einen Kofferraum, der sich von 70 auf 500 Liter erweitern lässt.
Multiplina-Projekt: Ähnlicher Ansatz bei Fiat
Ganz ähnlich tickt offenbar auch Fiat: Der Autobauer arbeitet unter dem Arbeitstitel „Multiplina“ an einem eigenen Mini-Elektroauto, das ebenfalls nicht als klassischer Pkw, sondern als Leichtfahrzeug der Klasse L7e durchs Zulassungsverfahren kommen soll. Der Name spielt auf den legendären, einst viel verspotteten, heute kultigen Fiat Multipla an – stilistisch orientiert sich die Neuauflage aber am Fiat 600 Multipla von 1956. Der Multiplina soll die Lücke zwischen dem zweisitzigen Topolino und klassischen Stadt-Kleinwagen schließen, mit rund drei Metern Länge und einem Tempo von bis zu 90 km/h. Serienstart ist laut Medienberichten für 2028 geplant, zum Preis gibt es noch keine offiziellen Angaben.