Wieder mehr Wasser in der Elbe – Dampfer fahren wieder in die Sächsische Schweiz

Raddampfer auf der Elbe zwischen Rathen und Wehlen

AUDIO: Wieder mehr Wasser in der Elbe (2 Min)

Nach Regen

Stand: 24.08.2026 20:30 Uhr

Nach den Regenfällen der vergangenen Tage nimmt die Sächsische Dampfschifffahrt ihre Fahrten in die Sächsische Schweiz wieder auf. Wochenlang war der Fahrplan der Weißen Flotte wegen Niedrigwassers eingeschränkt.

von MDR SACHSEN

Video: Weiße Flotte und Touristen verfolgen Pegelstände (2 Min)

Ab Dienstag bietet die Weiße Flotte wieder Fahrten in die Sächsische Schweiz an. Auch die Schiffe im Oberelbe-Gebiet zwischen Pirna und Bad Schandau sollen wieder unterwegs sein, sagte Jochen Haubold, Leiter Nautik der Weißen Flotte, MDR SACHSEN am Montag.

Zuletzt waren Haubold zufolge nur zwei Schiffe im Einsatz. Die beiden Ausflugsdampfer verkehrten nur im Stadtgebiet Dresden sowie entlang der Weinstraße nach Meißen. Nun seien wieder fast alle Schiffe der Flotte unterwegs, insgesamt neun bis zehn.

Niederschläge lassen Elbe wieder steigen

In den vergangenen Tagen hatten ergiebige Niederschläge in Sachsen und Tschechien die Wasserstände ansteigen lassen, erklärte MDR SACHSEN Wetterexpertin Susanne Langhans. Davon habe auch die Elbe profitiert. So seien am Sonntagvormittag am Pegel Schöna 132 Zentimeter gemessen worden.

Laut Langhans könnten die Wasserstände in den kommenden Tagen zunächst jedoch wieder etwas zurückgehen. Ab Mitte der Woche seien dann erneut Schauer und Gewitter wahrscheinlich. Auch die Nebenflüsse der Elbe sowie Mulde, Schwarze und Weiße Elster führen wieder deutlich mehr Wasser. Nur wenige Abschnitte liegen aktuell noch im Niedrigwasserbereich.

Blick auf Pegel in Tschechien

Ob und wohin die Schiffe fahren können, hängt nach Angaben der Weißen Flotte nicht allein vom Pegel in Dresden ab. Auch die Wasserstände und Vorhersagen für Ústí nad Labem in Tschechien würden täglich ausgewertet. "Wir gucken uns jeden Tag die Pegel in Tschechien an, in diesem Fall Usti nad Labem. Da kommen jeden Tag um 9 Uhr amtliche Vorhersagen an. Die schauen wir uns genau an", so Haubold.

Ein stabiler Fahrplan sei wichtig, auch für die Personalplanung. Deshalb verfolge die Weiße Flotte die Vorhersagen besonders genau.

Lage bleibt unsicher

Trotz der Entspannung der Pegelstände bleibe die Lage aus Sicht der Weißen Flotte insgesamt unsicher. "Wir haben seit einigen Jahren schon die Herausforderung mit Niedrigwasser. So extrem wie in diesem Jahr war es noch nicht." Selbst mit angepassten Konzepten stoße die Dampfschifffahrt irgendwann an ihre Grenzen.

MDR (kav/adr/stt/sth/ahi/wim)