Datterode: Diana Varsbotter und Ivonne Stockheim leiten den Förderverein Freibad

Stand: 16.08.2026, 21:18 Uhr

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Viel Herzblut vergießen Diana Varsbotter (links) und Ivonne Stockheim als engagiertes Führungsduo des Fördervereins Schwimmbad in Datterode.

Viel Herzblut investieren Diana Varsbotter (links) und Ivonne Stockheim als engagiertes Führungsduo des Fördervereins Schwimmbad in Datterode. © Harald Triller

Seit acht Jahren stehen Diana Varsbotter und Ivonne Stockheim an der Spitze des Fördervereins für das Schwimmbad in Datterode.

Datterode – Schon vor 24 Jahren hat man in Datterode die Notwendigkeit erkannt, einen Förderverein für das idyllisch gelegene Schwimmbad zu gründen. Einerseits, um den Lieblingsort von Generationen zu retten – die Gemeinde konnte die Kosten nicht mehr in vollem Umfang tragen –, andererseits, um die Begegnungsstätte mit dem familiären Flair erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Der 2002 gewählte Vorstand hat die Aufgaben 16 Jahre mit Bravour gemeistert, aber 2018 einem neuen Führungsteam übergeben. So stehen mit Diana Varsbotter als erste und Ivonne Stockheim als zweite Vorsitzende auch schon wieder acht Jahre an der Spitze der 150 Mitglieder, die der Förderverein des Freibades zählt, und agieren seither voller Ideenreichtum.

Diana Varsbotter gehörte schon seit 2010 dem Vorstand als stellvertretende Schriftführerin an und wusste, wie sie ticken muss, wenn sie die Führung übernimmt. „Für mich war 2018 klar, dass es nicht gut gewesen wäre, wenn jemand ohne die anstehende Arbeit zu kennen, den Vorsitz übernommen hätte“, sagt die 54-Jährige, dass sie der Bitte des Dreigestirns Stefan, Stefan und Jutta (Wolf, Dietrich und Sippel), die Geschicke des Vereins zu lenken, gerne nachgekommen sei.

Ivonne Stockheim erinnert sich, wie sie von ihrem direkten Vorgänger Stefan Dietrich regelrecht geködert wurde, seine Nachfolgerin zu werden: „Er sagte, es seien nur drei Monate Arbeit im Jahr. Jetzt, nach so langer Zeit, die hinter mir liegt, antworte ich, wenn auch mit einem Schmunzeln: Diese Aussage ist der Witz des Jahrhunderts.“

Gleich gefordert

„In der Tat, wir waren vom ersten Tag an gefordert. Kioskbetreiber Dirk Wieditz hat uns zwar angeboten, dass er noch ein Jahr verlängert, aber für uns begann trotzdem sofort die Suche“, erläutert Diana Varsbotter. Die erste Nachfolgerin war schon nach einem Jahr geflüchtet. Nach drei weiteren Wechseln konnte, sehr zur Zufriedenheit des Führungsduos, eine verlässliche Familie aus Sontra gewonnen werden.

„Der nächste dicke Brocken war die Stelle des Schwimmmeisters, weil unser bewährter Holger Hose vor Corona aufgehört hat. Corona bereitete uns ohnehin große Probleme, auch, weil wir größtenteils vollkommen unnötige Vorgaben auferlegt bekamen“, ergänzt Ivonne Stockheim, dass der erste Nachfolger nur ein Jahr durchgehalten hat, und der zweite nach zwei Jahren festgestellt hat, dass die Aufgabe nicht sein Ding sei. „Deshalb sind wir heute natürlich glücklich und dankbar, dass Holger Hose längst wieder an seinen alten Platz im Wachdienst zurückgekehrt ist“, sagt Diana Varsbotter. Dieser Arbeitsplatz sei für Hose eine Herzensangelegenheit. „Auch wir erfüllen unser ehrenamtliches Engagement mit Herz, Seele und Leidenschaft“, so Diana Varsbotter, und berichtet noch mal von der Pandemie.

Keine Ansteckung

Die ständigen Überlegungen, Schwimmbad öffnen oder nicht, Chipkontrolle, weil Einlass nur für 50 Personen genehmigt war, spätere Öffnungszeit, Absperrungen von mehreren Bereichen, es sei, so Ivonne Stockheim, eine Katastrophe gewesen, oftmals gar völlig unnötige Schikane. „Wir können aber behaupten, dass während der gesamten Zeit nicht ein Ansteckungsfall aufgetreten ist“, sagt Diana Varsbotter. Im Vorstand gab es in den acht Jahren zwar einige personelle Veränderungen, die Zusammenarbeit sei aber stets von Harmonie geprägt, weil alle stets an einem Strang gezogen haben.

Neues initiiert

Seit der Amtsübernahme hat das Duo auch einige Neuerungen initiiert und auch bestehende gesellschaftliche Veranstaltungen mit viel Energie weiterverfolgt. Der erfolgreiche Triathlon Plätscher Man findet nächsten Samstag in neunter Auflage statt, der Betriebsführungsvertrag wurde aktualisiert und die finanzielle Unterstützung der Gemeinde wurde festgelegt. Geboten werden Aquagymnastik, auch Comedy im Schwimmbad kommt bestens an, die karibische Nacht wurde gegen Mitgliederabende ausgetauscht, das 70-jährige Bestehen wurde mit einem großen Schwimmbadfest 2024 gefeiert, mit HR3 „Freibad frei begangen“, das Becken mit einer neuen Folie ausgelegt. Deshalb musste allerdings das Hundeschwimmen eingestellt werden.

Eigenwerbung

Zwei Fliegen mit einer Klappe wurden mit der Überdachung der Terrasse vor dem Kiosk geschlagen. Einerseits bietet sie Schutz vor Sonne und Regen, anderseits hat der Förderverein zur Stromgewinnung darauf eine Photovoltaikanlage installieren lassen. Und da seit der Gründung noch immer die gleichen Pumpen ihre Arbeit versehen, ist nach dieser Badesaison der nicht billige Austausch in Planung. „Wir können solche Ausgaben nicht zuletzt deshalb stemmen, weil unsere Vorgänger erstklassig gewirtschaftet haben. Wir selbst durften uns über 1000 Euro bei der Vereinssommeraktion von HR3 freuen. Und da wir uns ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Eintrittsgelder, Veranstaltungsüberschüsse, Finanzspritzen der Gemeinde und Spenden finanzieren, sind wir natürlich, wie ich gerne sage, während der Winterarbeit, um Zuschüsse aus den entsprechenden Fördertöpfen des Landes bemüht“, erklärt Dianan Varsbotter.

Natürlich nutzen Diana Varsbotter und Ivonne Stockheim das Forum, um zu werben: „Wir wären sehr dankbar, wenn sich Rettungsschwimmer uns anschließen würden, auch Ehrenamtliche für Kassendienste sind willkommen.“

Auch beruflich stehen Diana Varsbotter, die in Thüringen zunächst Grundschullehrerin war, dann zur Hotelfachfrau umschulte und nun als Notarfachangestellte tätig ist, und Ivonne Stockheim, die von der Volkshochschule als Verwaltungsfachangestellte zum Werra-Meißner-Kreis wechselte, in verantwortlichen Positionen. Bei ihrem ehrenamtlichen Engagement wird Ivonne Stockheim von ihrem 18-jährigen Sohn unterstützt, hinter Diana Varsbotters stehen Lebensgefährte Thomas und ihre Tochter wie eine deutsche Eiche. (Harald Triller)

Einen weiteren Artikel über ein engagiertes Duo lesen Sie hier. Das aktuelle Porträt finden Sie immer in unserer Dienstagsausgabe oder bereits am Montagabend im E-Paper.