Degradierter DFB-Torwart Oliver Baumann tritt gegen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach: „Das war unfassbar“

Stand: 17.09.2026, 22:22 Uhr

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Die Degradierung zur Nummer zwei vor der Fußball-WM hallt bei Oliver Baumann immer noch nach. Das hat der Torhüter nun deutlich gemacht.

Pankritio – Oliver Baumann muss erneut einen Rückschlag im DFB-Team hinnehmen. Im Sommer verlor der Torwart der TSG Hoffenheim erst kurz vor Beginn der WM seinen Platz im deutschen Tor. In den Monaten zuvor galt Baumann als gesetzt, pünktlich zum Turnier holte der damalige Bundestrainer Julian Nagelsmann jedoch Manuel Neuer zurück. Für Baumann blieb daher nur der Platz auf der Bank.

Oliver Baumann und Julian Nagelsmann

Oliver Baumann fühlt sich weiterhin von Julian Nagelsmann ungerecht behandelt © Tom Weller/dpa

In der ersten Länderspielphase nach der WM gehört Baumann nun gar nicht zum DFB-Kader, obwohl Jürgen Klopp insgesamt fünf Torhüter in sein erstes Aufgebot berufen hat. Eine bittere Nachricht, die für ihn jedoch nicht so schlimm ist wie die aus dem Mai. „Im Sommer tat deutlich mehr weh, wie das gelaufen ist. Das war unfassbar – auch nicht nur aus einer Richtung tatsächlich“, erklärte Baumann am Donnerstag bei RTL Nitro nach der Niederlage der TSG in der Europa League auf Kreta.

Baumann: Klopps Entscheidung „gefällt mir nicht“

Ins Detail ging der 36-Jährige nicht. Welche Richtung er damit meint, wollte er nicht erklären. Trotz alledem, was der Torhüter offenbar als „unfassbar“ empfunden hat, hatte sich Baumann im Sommer stets mannschaftsdienlich gezeigt. Die Degradierung zur Nummer zwei akzeptierte er, ohne sich öffentlich missmutig darüber zu äußern. Dass es in ihm anders aussah, wird nun augenscheinlich.

Umso bitterer, dass er nicht erneut die Chance bekommt, um den Platz zwischen den Pfosten zu kämpfen. Jürgen Klopp hat sich in seinem XXL-Kader, der insgesamt 44 Spieler umfasst, für Marc ter Stegen, Jonas Urbig, Noah Atubolu, Finn Dahmen und Alexander Nübel entschieden. „Die Entscheidung muss ich akzeptieren. Die gefällt mir nicht, das ist klar“, erklärte Baumann gegenüber Nitro.

Klopp hatte am Donnerstag auf der Pressekonferenz erklärt, dass er nur einen Routinier im Tor nominieren wollte. Diese Rolle füllt ter Stegen aus, die weiteren Plätze sollten von jungen Torhütern besetzt werden. „Sie schlagen einen anderen Weg ein, das muss ich akzeptieren und respektieren“, kommentierte Baumann die Entscheidung weiter. (hgag)