Nach Wahl in Sachsen-Anhalt: Menschen gehen in Düsseldorf gegen AfD auf die Straße
Bildquelle: WDR/Juliette Nichols
WDR.
32 Sek..
Verfügbar bis 08.09.2028.
Knapp eine Woche nach dem Wahlsieg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt formiert sich auch in Düsseldorf Widerstand gegen Rechts. Zur Demo heute um 14 Uhr haben die Initiative "Prüf NRW" und das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" zusammen mit dem Düsseldorfer Appell aufgerufen. "Wir wollen weiterhin für eine solidarische, demokratische Gesellschaft kämpfen", sagt Oliver Ongaro, Sprecher des Bündnisses "Düsseldorf stellt sich quer".
Zehntausend Demonstranten erwartet
Die Demonstration startet am Immermannhof in der Düsseldorfer Innenstadt. Erwartet werden nach Angaben der Veranstalter über zehntausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Abschlusskundgebung findet im Rheinpark Golzheim statt. Geplant seien Reden und auch Wortbeiträge von Menschen aus Sachsen-Anhalt.
Die Initiativen hatten die Demo schon im August geplant - Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Als Grund dafür nennt "Düsseldorf stellt sich quer" zu erwartende hohe Wahlergebnisse für extrem rechte Parteien" bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Konzert als Rahmenprogramm
Außerdem ist ein kulturelles Rahmenprogramm geplant. So soll unter anderem der Indie-Pop-Sänger Haller auftreten, weitere Auftritte von Bands seien noch in der Planung. Die AfD betreibe auch einen klaren Kulturkampf, deswegen sei es wichtig, auch über die Kultur ein Zeichen gegen rechts zu setzen, so Christine Brinkmann von Prüf NRW.
"Wir stehen ein für eine offene, solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen sicher und frei leben können. Wir stehen solidarisch an der Seite der Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die die Demokratie vor Ort verteidigen, und wir lassen nicht zu, dass Hass, Spaltung und rechtsextreme Ideologien die Oberhand gewinnen." Christine Brinkmann, Prüf NRW
Auch in anderen NRW-Städten gingen diese Woche tausende Menschen gegen die AfD auf die Straßen:
Hilfe für Vereine in Sachsen-Anhalt
"Die AfD ist gefährlich. Sie plant den schrittweisen Umbau der Institutionen des demokratischen Staates. Es ist ein Fehler, sie einfach mal machen zu lassen", sagt Oliver Ongaro. Das Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer" möchte Vereine und Initiativen in Sachsen-Anhalt unterstützen. So sei zum Beispiel eine Verlegung des Vereinssitzes denkbar, für den Fall, dass die AfD die Landesregierung stelle, so Ongaro.
Die AfD hatte am 6. September die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent als stärkste Partei für sich entschieden. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Auch dort könnte die AfD laut Umfragen die meisten Stimmen holen.
Unsere Quellen:
- Aufruf vom Bündnis "Düsseldorf stellt sich quer"
- Beobachtungen der WDR-Reporterin bei der Pressekonferenz
Sendung: WDR.de, Bündnis stellt sich quer gegen Rechts, 08.09.2026, 16:09 Uhr