Demokratie-Monitor 2026: Mehrheit wünscht sich mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen

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»Von Demokratie-Müdigkeit kann keine Rede sein«: Laut einer Studie befürworten knapp zwei Drittel der Deutschen Bürgerdialoge – vor allem bei wichtigen Entscheidungen.

Quelle: DIE ZEIT, epd,

lk

Aktualisiert am 10. September 2026, 14:42 Uhr

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Laut dem aktuellen Demokratie-Monitor ist das Interesse an Mitsprache bei politischen Entscheidungen in Deutschland groß – vor allem auf kommunaler Ebene. © Jens Schlueter/​Getty Images

Ein Großteil der Menschen in Deutschland befürwortet laut dem Demokratie-Monitor 2026 mehr Mitsprache bei politischen Entscheidungen. Knapp zwei Drittel bevorzugen demzufolge eine repräsentative Demokratie, in der Politikerinnen und Politiker vor wichtigen Beschlüssen den Dialog mit der Bevölkerung suchen. Etwa 30 Prozent sprachen sich für direktdemokratische Verfahren aus. Dieser Wunsch ist laut Studienleiter Frank Brettschneider bei Unzufriedenen sowie bei Anhängern der in Teilen gesichert rechtsextremen AfD besonders ausgeprägt. Bei ihnen liege der Anteil bei mehr als 60 Prozent.

»Von Demokratie-Müdigkeit kann keine Rede sein«, sagte der Politikwissenschaftler mit Blick auf die Zahlen der Studie. Brettschneider betonte den Befund auch angesichts des Internationalen Tag der Demokratie am 15. September.

Besonders groß ist das Interesse an Mitsprache demnach auf kommunaler Ebene. 87 Prozent halten Dialogangebote in Städten und Gemeinden für wichtig, auf Bundesebene sind es 67 Prozent. Mit den bestehenden Möglichkeiten sind auf Bundesebene zehn Prozent zufrieden. In Städten und Gemeinden liegt der Anteil bei 38 Prozent.

40 Prozent der Befragten erklärten sich dazu bereit, sich aktiv an Dialogverfahren zu beteiligen. Ein ebenso großer Anteil wolle vor allem verlässlich informiert werden. Für die repräsentative Forsa-Umfrage wurden im August 4.059 Menschen ab 16 Jahren befragt.