Den Spitzenreiter vom Platz gefegt: Kreuth schlägt Ohlstadt

Stand: 18.10.2026, 21:12 Uhr

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Was für eine Überraschung: Der FC Real Kreuth erwischt Tabellenführer Ohlstadt eiskalt beim 4:0-Erfolg.

Kaum zu stoppen: Kreuths Moritz Mack (M.) setzt sich gegen SV-Keeper Jonas Fuhrmann und Jakob Sebald durch.

Kaum zu stoppen: Kreuths Moritz Mack (M.) setzt sich gegen SV-Keeper Jonas Fuhrmann und Jakob Sebald durch. © Max Kalup

Kreuth – Mit einem für die Fachwelt verblüffenden Resultat beschloss der FC Real Kreuth den abgelaufenen Spieltag. Der SV Ohlstadt war als Tabellenführer am Tegernsee erschienen und fing sich dort mit einer 0:4-Schlappe die höchste Saisonniederlage ein. Der Spitzenreiter hatte zuvor in zehn Partien gerade mal fünf Treffer hingenommen. In Kreuth fing er sich gleich vier Stück ein.

„Ich bin mega stolz auf die Mannschaft“, sprudelt es aus Michael Zieringer heraus. „Die Einwechselspieler haben das Spiel an sich gerissen. Maxi Mayr, Andreas Götschl und Maximilian Schmid waren in der Defensive absolut top. Eigentlich ist jeder Einzelne bei uns zur Höchstform aufgelaufen.“

Kreuths Trainer war zurecht stolz auf seine Spieler. Denn den Ligaprimus aus Ohlstadt derart vorzuführen, war nicht einmal ansatzweise einem der Konkurrenten gelungen.

Am Tegernsee entwickelte sich vom Anpfiff weg ein starkes Kreisligaspiel. Zum Erstaunen aller gelang den Königlichen eine perfekte Balance zwischen defensiver Kompaktheit und starkem Druck auf das Tor der Werdenfelser. Dass die erste Halbzeit torlos blieb, war auch dem Pech von Tobias Frank anzukreiden, der einen Seitfallzieher an die Latte setzte. Allerdings konnten das die Gäste auch, die nach einem tollen Angriff das Leder an den Querbalken setzten (57.).

Dem 1:0 (60.) der Hausherren ging ein ruhender Ball voraus. Lukas Frank trat eine Ecke an das Fünfereck, und Tobias Frank köpfte wuchtig ein. Ehe sich die Gäste von diesem Gegentreffer erholt hatten, fiel auch schon das 2:0. Marinus Höß brach auf dem linken Flügel durch, und Lukas Frank bedankte sich für seine maßgerechte Flanke mit einer Direktabnahme.

Der frisch eingewechselte Martin Sixt versetzte den Gästen den endgültigen Todesstoß. Von Moritz Mack optimal angespielt, blieb der Neuling eiskalt und vollstreckte zum 3:0 (71.).

Die verbleibenden 20 Minuten waren ein Zeichen der Kreuther Willenskraft. Sie gingen an das konditionelle Limit und ließen mit maximalem Einsatz nicht einmal den Ehrentreffer der Gäste zu. In der Nachspielzeit fiel sogar noch das 4:0. Real-Torwart Louis Sachau schlug weit nach vorne ab, und Ludwig Hofbauer pflügte mit einer Energieleistung über den halben Platz, ehe er platziert abschloss.