Bauernregel mit gewaltiger Prognose: Dieser eine Stichtag stellt jetzt alles völlig auf den Kopf

Der 31. August soll jetzt alles ändern: Das verheißt die Bauernregel tatsächlich

Stand: 29.08.2026, 07:00 Uhr

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„Sankt Raimund treibt die Wetter aus“: Der 31. August 2026 bringt Schauer und Gewitter. Passt die alte Bauernregel dieses Mal zum Wetterwechsel?

Der August endet mit einem ungewöhnlichen Wetterspruch. „Sankt Raimund treibt die Wetter aus“, heißt es im alten Bauernkalender. Gemeint ist der 31. August – kurz vor dem meteorologischen Herbstbeginn. Der Spruch deutet an, dass sich um diesen Tag eine Wetterphase verabschiedet und der Jahreszeitwechsel spürbar wird. In diesem Jahr fällt Raimund auf einen Zeitraum mit Schauern, Gewittern und wechselnden Temperaturen.

Blitze eines Gewitters

Bauernregel mit gewaltiger Prognose: Dieser eine Stichtag stellt jetzt alles völlig auf den Kopf. © IMAGO / Jan Eifert

Für Montag, den 31. August 2026, erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nordhälfte wiederholt Schauer und einzelne Gewitter. Auch im Südosten und an den Alpen kann es stärker bewölkt sein und regnen. Sonst soll es heiter bis wechselnd bewölkt und am Nachmittag meist trocken bleiben. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 25 Grad, im Süden und Osten örtlich bei 27 Grad. An der Küste und im höheren Bergland kann der Südwestwind stürmisch auffrischen. Bis zum 5. September bleibt es im Norden wechselhaft, während in der Mitte und im Süden meist trockenes, teils sommerlich warmes Wetter erwartet wird.

Bauernregel zu Sankt Raimund: Welches Wetter wird ausgetrieben?

Der Spruch passt zunächst zur unbeständigen Lage am Raimund-Tag. Regen und Gewitter ziehen über Teile Deutschlands, während es andernorts trocken und freundlich bleibt. „Die Wetter“ kann dabei allgemein für wechselnde Wetterlagen stehen – nicht nur für Regen. Der 31. August markiert außerdem tatsächlich einen Übergang: Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler, und sommerliche Hochdrucklagen können von ersten herbstlichen Wetterphasen abgelöst werden.

Die DWD-Prognose zeigt aber auch, warum der Spruch keine genaue Wettervorhersage ersetzt. Das wechselhafte Wetter wird nicht überall gleichzeitig abziehen. Im Norden bleiben Schauer möglich, im Süden kann sich die Lage beruhigen. Für die Tage bis zum 5. September wird in der Mitte und im Süden mehr Sonne erwartet, während der Norden wechselhaft bleibt. Was „ausgetrieben“ wird, hängt deshalb stark vom Ort und vom betrachteten Zeitraum ab.

Bauernregeln wie „Sankt Raimund treibt die Wetter aus“ fassen jahreszeitliche Erfahrungen in einem kurzen Satz zusammen. Ende August verändert sich das Wetter in Mitteleuropa tatsächlich häufiger: Die Sonneneinstrahlung nimmt ab, die Nächte werden länger, und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht wachsen. Daraus kann sich ein Wechsel bei den Großwetterlagen ergeben. Ein fester Zusammenhang mit genau diesem Kalendertag ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Bauernregel spricht von hartem Winter: Auf dieses Anzeichen muss man im September achten.

Wer war Raimund Nonnatus?

Raimund Nonnatus wurde der Überlieferung nach um 1200 in Katalonien geboren. Er trat dem Mercedarierorden bei und setzte sich für die Befreiung christlicher Gefangener aus muslimischer Gefangenschaft ein.

Der Beiname „Nonnatus“ bedeutet „nicht geboren“ und verweist auf die Legende seiner Geburt nach dem Tod seiner Mutter. Raimund starb vermutlich 1240 und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

Auch die globale Erwärmung macht historische Vergleiche schwieriger. Temperaturen steigen, Wetterextreme treten regional unterschiedlich auf, und vertraute Übergänge können sich verschieben. Der 31. August 2026 liefert mit Schauern, Gewittern und kühlerer Luft einen passenden Anlass, die alte Regel zu betrachten. Ob Sankt Raimund das Wetter tatsächlich „austreibt“, bleibt aber eine Frage der Deutung – nicht der Meteorologie. Das steht beim Wetter jetzt unmittelbar bevor: Orkanböen im Süden Bayerns – die Kaltfront macht Schluss mit dem Sommer.