Deutsche Bahn - Generalsanierungen sollen länger dauern - Unions-Obmann Donth wertet Verzögerung als positiv
Der Obmann der Union im Verkehrsausschuss, Donth, hat die angekündigte Verzögerung bei der Sanierung des Schienennetzes der Deutschen Bahn verteidigt. Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, er sehe die jüngste Ankündigung von Bahn-Chefin Palla positiv. Man habe aus den letzten Generalsanierungsprojekten gelernt, dass die Einschränkungen enorm seien und das Netz dadurch überlastet werde.
12.09.2026

Donth nannte als Beispiel unter anderem die Arbeiten an der Bahnstrecke Hamburg-Berlin, die mehrere Wochen länger dauerten als geplant. Wichtig sei, dass sowohl saniert werde, aber auch die Bahn- und Güterkunden nicht vergessen würden, betonte Donth.
Konzept der Korridorsanierung wird überprüft
Die Konzernchefin der Deutschen Bahn, Palla, hatte bekanntgegeben, dass die Generalsanierung wichtiger Bahnstrecken länger dauern werde als derzeit geplant. Ein konkretes Abschlussdatum nannte sie nicht. Palla erklärte, das Konzept der Korridorsanierung sei auf dem Prüfstand. Es werde derzeit mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt. Bei einer Korridorsanierung werden belastete Streckenabschnitte komplett gesperrt und generalüberholt. Daran wird unter anderem kritisiert, dass die Verbesserungen in keinem Verhältnis zu den monatelangen Sperrungen stünden.
Donth: "Bund als Eigentümer muss die Bahn besser kontrollieren"
Der CDU-Politiker Donth räumte ein , dass der Bund als Eigentümer die Bahn besser kontrollieren müsse - damit Probleme wie bei der im Oktober anstehenden Generalsanierung der Strecke Hannover-Berlin nicht mehr so häufig entstünden. Geplant war, die Fernzüge während der Arbeiten über Nahverkehrsgleise umzuleiten - jedoch steht inzwischen fest, dass die Elektrifizierung ein Jahr länger dauert als geplant. Dadurch wird die Umleitung nicht möglich sein. Es wird damit gerechnet, dass Fahrgäste während der Sanierung für die Strecke rund 80 Minuten länger brauchen.
Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.