Deutscher Meister: Martin Triebstein holt zwei Titel

Stand: 24.07.2026, 18:05 Uhr

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Schattner123   Martin Triebstein (TVH)Fotograf: Lothar Schattner

War einmal mehr der Beste: Martin Triebstein vom TV Hersfeld. © Lothar Schattner

Der Hersfelder gewinnt bei den Masters-Meisterschaften Dreisprung und Weitsprung. Über 200 Meter läuft er in 25,71 Sekunden – schneller war in Nordhessen noch kein 55-Jähriger.

Mönchengladbach – Im Grenzlandstadion in Mönchengladbach haben die Leichtathletik-Meisterschaften der Masters, das sind die Altersklassen ab 35 Jahren, stattgefunden. Als Titelverteidiger im Weit- und Dreisprung der Altersklasse M55 war Martin Triebstein vom TV Hersfeld am Start. Zusätzlich zu den beiden Sprungdisziplinen startete er dieses Mal auch über die 200 Meter, auf die er sich in dieser Freiluftsaison konzentriert hatte.

Seit seinem Hallen-Europameistertitel im April dieses Jahres absolvierte der an der Elisabethschule Marburg tätige Lehrer bewusst keine Sprungwettkämpfe, um in seinem 41. Wettkampfjahr dem Körper diesbezüglich etwas Abwechslung zu bieten. Beim Drei- und Weitsprung verkürzte er seinen Anlauf daher auch jeweils deutlich, um die Belastung auf Knochen und Bänder etwas geringer zu halten.

Dennoch gewann er am Samstag souverän den Dreisprung mit 11,93 m, einen knappen Meter vor Wolfgang Scheffler (LG Breisgau, 10,96 m) und Marcus Koch (LG Berus, 10,79 m). Sein persönlicher Höhepunkt dieser Meisterschaften folgte dann am Sonntag mit den 200 Metern. Im Lauf der bisherigen Saison steigerte sich Triebstein von anfänglich 26,48 Sekunden auf 25,95 s bei den Hessischen Meisterschaften zwei Wochen zuvor. In Mönchengladbach lief er im Zeitlauf mit den stärksten Sprintern seiner Altersklasse und kam nach 25,71 s ins Ziel, was Platz vier und nordhessischen Rekord bedeutete.

Zu Bronze fehlten lediglich elf Hundertstelsekunden. Überlegener Sieger war mit hervorragenden 24,42 s Bernd Lachmann (TSV Friedberg-Fauerbach), der Deutsche Rekordhalter über diese Strecke.

Der Weitsprung stand kurz nach den 200 Metern auf dem Programm. Im ersten Versuch erreichte der Hersfelder Leichtathletik-Trainer 5,30 m, was ihm persönlich eigentlich deutlich zu wenig war. Jedoch zog er sich beim Anlauf zum zweiten Versuch eine leichte Adduktorenzerrung zu und musste auf weitere Versuche verzichten. Dennoch reichte die Weite zu seinem zweiten DM-Titel an diesem Wochenende, knapp vor Christian Ohr (SG Waldorf Astoria 1902, 5,19 m) und Ulrich Ratsch (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen, 5,18 m).

Nach seinem erfolgreichen Ausflug auf die Sprintstrecke will sich Triebstein für den Rest der Saison nun wieder seinen Spezialdisziplinen zuwenden, sobald die Verletzung auskuriert ist. (red)