Das gab es für sie noch nie: Deutsches Tennis-Ass bejubelt Sensation beim Heimturnier

Stand: 25.07.2026, 19:38 Uhr

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Paukenschlag in der Hansestadt. Auf dem historischen Klubgelände feiert ausgerechnet eine Lokalmatadorin. Die darf sich schon jetzt über eine Karriere-Premiere freuen.

Hamburg – Am historischen Rothenbaum feiern sie ihre „Tamiko“. Denn: Tennis-Profi Tamara Korpatsch greift in ihrer Heimat Hamburg nach dem zweiten Titel auf der WTA-Tour. Die Nummer 81 der Weltrangliste profitierte beim Sandplatz-Turnier am Rothenbaum am Samstag von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer ägyptischen Halbfinal-Gegnerin Mayar Sherif beim Stand von 6:1, 2:0.

Tamara Korpatsch mit dem vollen Fokus am Hamburger Rothenbaum.

Tamara Korpatsch mit dem vollen Fokus am Hamburger Rothenbaum. © dpa / Marcus Brandt

Für Korpatsch (31) war es das sechste WTA-Tour-Halbfinale, zum dritten Mal steht sie nun im Finale, in dem die an Position vier gesetzte Anna Bondar wartet. Die Ungarin gewann 2024 in Hamburg und stand auch im vergangenen Jahr im Endspiel, das sie allerdings gegen die Französin Lois Boisson verlor. Bondar bezwang am Samstag die armenische Qualifikantin Elina Awanesjan in einem Marathon-Match nach dreieinhalb Stunden Spielzeit.

Korpatsch am Sonntag im Hamburg-Finale – und ab Montag Deutschlands Damen-Nummer eins

Korpatschs bisher einziger WTA-Titel resultiert aus der Saison 2023. Damals gewann sie im rumänischen Cluj-Napoca und schielte danach nach oben in der Rangliste. Einige Jahre zuvor hatte sie sogar gesagt: „Mein größter Traum ist es, die Nummer eins zu werden.“ Davon ist die Deutsche zwar extrem weit entfernt, ein Wunsch erfüllt sich aber schon am kommenden Montag.

Denn durch den Erfolg in der Heimatstadt – in der auch Alexander Zverev geboren wurde – wird Korpatsch erstmals in ihrer Karriere unter die besten 60 Spielerinnen der Welt klettern. Triumphiert sie sogar am Rothenbaum, dann wartet der Sprung unter die Top 50. Entsprechend gefragt waren die Autogramme von Deutschlands aktueller Nummer zwei, die in der neuen Weltrangliste dann beste DTB-Spielerin sein wird.

Mayar Sherif hingegen spürte die Nachwirkungen ihres Mammut-Matches vom Freitag, als sie im Viertelfinale gegen Paula Badosa knapp dreieinhalb Stunden auf dem Court stand. Beim Stand von 0:2 in Satz zwei und 0:15 ließ sie den Turnierarzt kommen, ehe sie nach kurzer Behandlung signalisierte, dass es nicht mehr weitergehen kann. Für die davon profitierende Korpatsch steht nun am Sonntag das Endspiel um 14 Uhr auf dem Programm.