„Es ist eine neue Ära, die er einleitet“: Schlotterbeck spricht offen über Telefonate mit Klopp
DFB-Star Schlotterbeck enthüllt Details seiner Klopp-Telefonate
Stand: 18.09.2026, 23:28 Uhr
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Nico Schlotterbeck ist zurück beim BVB und nun auch zurück in der deutschen Nationalmannschaft von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp.
Dortmund – BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck hat nach 84 Tagen Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Bundestrainer Jürgen Klopp hat ihn direkt für die erste Länderspielphase der neuen Ära nominiert. Doch der Kontakt zwischen Trainer und Spieler begann weit früher – noch bevor Schlotterbeck überhaupt wieder auf dem Platz stand. Schlotterbeck enthüllte, dass Klopp ihn persönlich anrief.

„Er hat mich mal vor ein paar Wochen angerufen, weil er wissen wollte, wie weit ich in der Reha bin“, sagte der 26-Jährige in einem Interview mit den Klubmedien des BVB. Der neue Bundestrainer drückte dabei keineswegs aufs Gaspedal. Schlotterbeck: „Er hat gesagt, dass er mir gar keinen Druck geben will für die erste Länderspielphase – wenn es nicht reicht, dann reicht es noch nicht. Aber er plant auf jeden Fall mit mir.“
Klopp und Schlotterbeck pflegten regelmäßigen Kontakt
Dieses frühe Vertrauen wirkte und Schlotterbeck hielt Klopp regelmäßig auf dem Laufenden. „Ich habe ihn letzte Woche noch informiert, dass ich ins Training eingestiegen bin, ich alles mitmache und es gut aussieht“, so der Abwehrspieler. Nun also die DFB-Nominierung für die XXL-Länderspielpause.
Schlotterbecks Rückkehr auf den Platz war kein Zufall. Der BVB-Star hatte das Spiel gegen den SC Paderborn gezielt als Comeback-Termin eingeplant. „Ich habe ja schon länger den Plan gehabt, gegen Paderborn zu spielen, weil das einfach zeitlich hingehauen hat. Deswegen habe ich dem Bundestrainer gesagt, dass ich da gern spielen würde und ich dann ready wäre.“
Das Spiel endete 3:0 für den BVB. Schlotterbeck stand 77 Minuten auf dem Platz. Es war sein erster Einsatz nach einem Innenbandriss im Sprunggelenk. Diese Verletzung hatte er sich am 20. Juni beim WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) zugezogen. Die Folge: 84 Tage ohne Fußball.
Schlotterbeck beschrieb diese Zeit als besonders belastend. „Wenn ich verletzt bin, bin ich nicht der Bestgelaunte“, gab er zu. Die Monate nach dem Innenbandriss seien seine „bisher schwerste Zeit im Fußball“ gewesen. Erst drei Tage vor dem Paderborn-Spiel war er wieder vollständig ins Mannschaftstraining eingestiegen.
Schlotterbeck verlor während der Reha nie den Fokus
Trotz der schweren Zeit verlor Schlotterbeck nie den Blick nach vorne. „Fußball ist Adrenalinsucht. Es war eine schwere Verletzung, und ich bin jetzt froh, wieder zurück zu sein“, sagte der Innenverteidiger. Und weiter: „Mit dem Fußball gehen wir ja schon einer gewissen Sucht nach, und ich habe es vermisst, wieder vor den Fans zu spielen.“
Sein Comeback fällt in eine sportlich starke Phase beim BVB. Erstmals seit 2015 hat Borussia Dortmund die ersten drei Bundesligaspiele der Saison gewonnen. Insgesamt stehen fünf Siege in Folge in drei Wettbewerben zu Buche. Am Samstagabend (18:30 Uhr) folgt der nächste Härtetest beim VfB Stuttgart.
Klopp hat Schlotterbeck für die gesamten zwei Wochen der Länderspielphase eingeplant. „Er hat mich Anfang der Woche informiert, wie er mit mir plant. Dass ich die gesamten zwei Wochen da bin“, sagte Schlotterbeck. Die Rückkehr in die Nationalmannschaft bedeutet ihm viel. „Ich freue mich extrem darauf. Es ist eine neue Ära, die er einleitet – und hoffentlich eine erfolgreiche.“
Über Klopp selbst äußerte sich Schlotterbeck anerkennend. „Die Vita, die er hier in Dortmund und in Liverpool hat, ist richtig, richtig gut“, sagte der Abwehrspieler. Klopp hatte Dortmund zwischen 2008 und 2015 trainiert und zweimal zur deutschen Meisterschaft geführt. Danach gewann er mit dem FC Liverpool unter anderem die Champions League und die englische Meisterschaft. (hbr)