DFB-Stars nach Eintracht-Klatsche am Boden zerstört
DFB-Stars nach Eintracht-Klatsche am Boden zerstört – auch Hütter bedient
Stand: 10.10.2026, 22:41 Uhr
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Eintracht Frankfurt erlebt in Leipzig eine bittere Blamage. Burkardt, Atubolu und Trainer Hütter zeigen sich schonungslos selbstkritisch.
Leipzig – Es gibt Niederlagen, die wehtun. Und dann gibt es Abende wie diesen, die einen Verein erschüttern, Spieler bis ins Mark treffen und Fragen aufwerfen, auf die es keine schnellen Antworten gibt. Was Eintracht Frankfurt am Samstagabend in der Red Bull Arena widerfahren ist, werden Burkardt, Atubolu und Hütter so schnell nicht vergessen.

Die Hessen reisten mit dem erklärten Vorhaben nach Sachsen, endlich Stabilität in die anfällige Defensive zu bringen. Trainer Adi Hütter hatte bewusst auf eine Dreier- respektive Fünferkette umgestellt und wollte das chronische Abwehrproblem endgültig kurieren. Der Plan scheiterte kläglich – nach gerade einmal 56 Sekunden traf Ezechiel Banzuzi für die Gastgeber, und die Demontage der Frankfurter nahm ihren Lauf.
Eintracht Frankfurt kassiert 0:6-Debakel in Leipzig – Burkardt und Atubolu am Boden zerstört
Christopher Nkunku stellte mit einem Dreierpack noch vor dem Halbzeitpfiff den ersten lupenreinen Hattrick in der Bundesligageschichte von RB Leipzig auf (5., 41., 44.). Antonio Nusa (54.) und Tidiam Gomis (89.) vollendeten die Demontage. Die Eintracht, nach nur einem Sieg aus fünf Ligaspielen, stürzte auf Rang 13 der Bundesliga-Tabelle ab – und das unter tosendem Applaus für die Leipziger.
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Jonathan Burkardt rechnete danach bei Sky gnadenlos ab: „Es war natürlich ein katastrophaler Start und das ganze Spiel war für uns heute zum Vergessen. Wir haben unfassbare Abstände gehabt, wir haben auch total sorglos verteidigt. Das fängt vorne an, wir schließen nicht mehr für zweite Bälle, Leipzig überspielt uns ganz oft mit einfachen Doppelpässen. Boah, das war schon krass heute.“
Der Nationalstürmer ließ dabei eine Selbstkritik los, die unter die Haut geht: „Jeder hatte seinen eigenen Kopf, es hat an Verantwortung gefehlt. Das tut extrem weh, mir tut es sau leid für die Fans, die gekommen sind. Mir tut es sau leid für meine Eltern, die extra nach Leipzig gefahren sind und sich so eine Scheiße angucken müssen.“ Burkardt erklärte: „Wir Führungsspieler haben heute wieder versagt. Wir verlieren 0:6, da sind genau die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten sollen – das haben wir wieder nicht geschafft. Das tut extrem weh.“
Torhüter Noah Atubolu wählte ähnlich unmissverständliche Worte: „16 Gegentore nach fünf Spielen ist ein Brett! So kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Wir spielen alle für Eintracht Frankfurt, für einen der größten Vereine in Deutschland. Hier kommen 3500 Fans nach Leipzig, und wir verlieren 6:0. Wir müssen uns schämen!“
Atubolu ergänzte, er habe zeitweise sogar das Gefühl gehabt, die Eintracht spiele in Unterzahl: „Ich hatte zwischenzeitlich mal das Gefühl, wir sind zwei Mann weniger – wenn man das letzte Tor sieht, wie einfach das war.“ Mit 16 Gegentoren nach fünf Spielen stellt Frankfurt die zweitschlechteste Defensive der gesamten Bundesliga.
Hütter und Krösche nach Eintracht-Klatsche: Klare Worte, offene Wunden
Auch Coach Adi Hütter schonte zunächst weder die Mannschaft noch einzelne Spieler: „Wenn du 0:6 verlierst, musst du dich auch schämen. Es geht um den Klub. Viel zu einfach, viel zu billig – das ist nicht Bundesliga-tauglich.“ Die Leistung von Führungsspieler Robin Koch bezeichnete er namentlich als „zu wenig.“ Eintracht-Boss Markus Krösche, dem nach dem Debakel der Kragen platzte, pflichtete öffentlich bei: „Da fehlt uns einfach die Konsequenz und Aggressivität in den Eins-gegen-Eins-Duellen. Wir sind zu passiv, wir fallen zu tief.“
Das Déjà-vu schmerzt doppelt: Schon in der Vorsaison war die Eintracht in Leipzig mit exakt 0:6 untergegangen. Hütter sollte es als neuer Trainer besser machen – das Gegenteil trat ein. Nun trägt er die Last einer Mannschaft, die auf dem Platz offenbar nicht abruft, was sie zu können glaubt. Wann die Kurve kommt, ist die alles entscheidende Frage des Herbstes für den Bundesligisten aus Frankfurt. (ck)