Die Finals in Hannover: Turn-Ass Helen Kevric holt bei Comeback zweites Gold
Die Finals in Hannover Turn-Ass Helen Kevric holt bei Comeback zweites Gold
Hannover · Helen Kevric und Pauline Schäfer-Betz liefern sich bei den deutschen Turn-Meisterschaften am Schwebebalken ein packendes Duell. Am Ende fühlen sich beide als Gewinnerinnen.
26.07.2026 , 13:31 Uhr
Helen Kevric meldete sich eindrucksvoll zurück.
Foto: Michael Matthey/dpa
Helen Kevric hat ihr starkes Comeback bei den deutschen Turn-Meisterschaften mit dem zweiten Titel gekrönt. In einem spannenden Zweikampf mit Pauline Schäfer-Betz gewann die 18 Jahre alte Stuttgarterin nach dem Stufenbarren auch Gold am Schwebebalken. Mit 13,025 Zählern setzte sich die Olympia-Sechste vor der punktgleichen Chemnitzerin durch. Entscheidend für den Erfolg war die um ein Zehntel geringere Schwierigkeit und die um den gleichen Wert bessere Ausführung.
„Ich bin schon zufrieden, wie es gelaufen ist, aber ich bin noch nicht ganz so zufrieden mit meiner Leistung“, sagte Kevric. Die Stufenbarren-Spezialistin hatte Ende Mai 2025 bei den Europameisterschaften in Leipzig eine schwere Knieverletzung erlitten und bestritt in Hannover ihren ersten großen Wettkampf nach mehr als einem Jahr. „Ich war heute extrem aufgeregt“, gab sie zu.
Worüber sich Pauline Schäfer-Betz besonders freute
Als Gewinnerin fühlte sich aber auch Schäfer-Betz. Die Silbermedaille glänze für sie auch ein bisschen golden, sagte die 29-Jährige. Wichtiger als die Medaille sei ihr aber gewesen, erstmals im Wettkampf einen schwierigeren Abgang gezeigt zu haben. „Das war das einzige Ziel, das ich in den letzten drei Tagen hatte. Das ist schön, wenn man seine Ziele erreicht. Ich werde mich noch ein paar Stunden freuen, dass ich den Abgang gezeigt habe“, sagte die frühere Schwebebalken-Weltmeisterin.
Auch die Chemnitzerin war lange ausgefallen. Wegen Hüftproblemen und einer Operation hatte sie im vorigen Jahr alle großen Wettkämpfe verpasst. Überdies wechselte Schäfer-Betz für ihr Comeback weg von Trainer Kay Uwe Temme zum Duo Tatjana Bachmayer und Anatol Ashurkov.
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