Schlüsselfigur im Frankfurter Torwart-Roulette: Michael Zetterer hat die Qual der Wahl
Die Rolle von Michael Zetterer im Eintracht-Roulette
Stand: 21.08.2026, 13:41 Uhr
Kommentare
Der geplante Umbau des Torwartteams stockt bei Eintracht Frankfurt. Michael Zetterer ist in diesem Puzzle das entscheidende Teilchen.
Frankfurt – Adi Hütter hat kurz nach seiner Installation bei Eintracht Frankfurt seine Skepsis an der aktuellen Situation im Tor durchblicken lassen. Das Duo Kaua Santos und Michael Zetterer hat der Österreicher als nicht passend ausgemacht. Rund drei Monate später hat sich an der Konstellation nichts geändert. Und vor allem Zetterers Situation steht im Blickpunkt.

Leeds United hätte – wie exklusiv von Absolut Eintracht berichtet – Interesse an einer Verpflichtung des 31‑Jährigen. Doch Zetterer denkt offenbar aktuell nicht daran, die Eintracht zu verlassen. Er hat einen lukrativen und bis 2029 laufenden Vertrag. Zetterer kam im Sommer 2025 für rund fünf Millionen Euro von Werder Bremen zu den Hessen. Er stand in 28 Pflichtspielen zwischen den Pfosten und somit häufiger als persönlich erwartet.
Junge Defensive erhöht die Verantwortung der Eintracht-Torhüter
Nachdem um Kaua Santos viele Diskussionen entbrannt sind, schaut sich Zetterer die Situation in Ruhe an. Hütter setzt derzeit jedenfalls nicht auf ihn als Nummer 1. Doch was passiert, wenn es bis zum 1. September keine Bewegung geben sollte? Die Torhüterthematik beschäftigt den Klub. An ihr hängt sportlich sehr viel.
Jetzt lostippen und gewinnen!

Beim großen Bundesliga-Tippspiel haben Sie die Chance, sich tolle Preise zu sichern. Melden Sie sich jetzt kostenlos an und geben Sie Ihre Tipps für die Spiele der Saison 2026/27 ab. Alle Infos gibt es hier.
Die Frankfurter gehen mit vielen jungen Spielern in der Defensive in die Saison. Elias Baum, Keita Kosugi und Otavio haben wenig bis gar keine Erfahrung in der Bundesliga gesammelt. Die erfahrenen Akteure Robin Koch und Arthur Theate, der den Klub verlassen soll, strahlten in den vergangenen Monaten zu selten die nötige Sicherheit aus.
Auch deshalb ergeben die Gedankenspiele um Noah Atubolu Sinn. Der Schlussmann ist beim SC Freiburg aussortiert, er kostet aber dennoch eine ordentliche Ablöse. Es wäre Geld, das die Eintracht im Normalfall für andere Positionen einsetzen wollte. Der Patzer von Santos im Test beim FC Brentford (0:7) hat die Pläne allerdings ins Wanken gebracht.
Auch das von Bild ins Spiel gebrachte Modell mit Leihe und Kaufoption ist nur dann möglich, wenn es zu Veränderungen auf der Torhüterposition kommt. Zetterer hat sich zwar als ordentlicher Schlussmann präsentiert, er hat Stärken im Spielaufbau und strahlt Ruhe aus. Doch für das Format, als Stammtorhüter das Gehäuse der Frankfurter zu hüten, hat er Mängel im Hinblick auf Strafraumbeherrschung und Ausstrahlung. Zetterer schießt keine groben Böcke, er rettet aber auch keine Spiele.
Ob ihn die Atubolu-Gerüchte ins Grübeln bringen? Zetterer würde, wie Santos auch, vorbelastet in die neue Saison starten. Beide haben eine schwere Hypothek zu tragen. Ein Neustart an anderer Wirkungsstätte wäre möglicherweise die beste Option für alle Seiten. Santos wird unter einer für einen jungen Schlussmann zu heftigen Beobachtung stehen. So fehlerfrei kann ein 23-Jähriger mit wenig Erfahrung kaum halten.
Eintracht-Zukunft von Santos und Zetterer ungewiss
Der Brasilianer ist emotional mit dem Klub verbunden. Er trägt den Adler auf der Brust mit großem Stolz. Es ist jedoch fraglich, ob das Vertrauen von Hütter in ihn noch einmal zurückkehrt. Und Zetterer hätte bei einem anderen Verein möglicherweise größere Chancen, eine tragendere Rolle zu spielen. Ein ständiges Wechselspiel sollte es nicht mehr geben. Sportvorstand Markus Krösche kann für den Umbruch jeden Euro und Kaderplatz benötigen. Es braucht eine schnelle Zerschlagung dieses gordischen Knotens.