Die Toten Ärzte in Wetschen: Das erwartet Besucher beim Rock and More

Stand: 23.07.2026, 06:30 Uhr

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„Die Toten Ärzte“ spielen im September 2026 beim „Rock and More“ in Wetschen.

„Die Toten Ärzte“ spielen beim „Rock and More“ in Wetschen am Festival-Freitag. © privat

Pyrotechnik, Konfettiregen und drei Stunden Punkrock: Beim Rock and More in Wetschen am 4. September wollen „Die Toten Ärzte“ als Headliner richtig aufdrehen. Warum die Tributeband seit 25 Jahren Fans aller Generationen begeistert, verrät Frontmann Jey Petersen im Interview.

Wetschen – Laut, bunt und voller Energie. So lässt sich die Tributeband „Die Toten Ärzte“ kurz und knapp beschreiben. Seit 25 Jahren bringt die Tributeband die größten Hits der Toten Hosen und der Ärzte gemeinsam auf die Bühne. Am Freitag, 4. September, wird sie als Headliner des ersten Festivaltags dem Publikum beim Rock and More in Wetschen einheizen. Die Besucher dürfen sich auf Pyrotechnik, Konfettiregen und eine aufwendige Bühnendekoration freuen – und natürlich auf eine geballte Ladung Punkrock-Klassiker.

Rock and More

Beim Rock and More Festival am 4. und 5. September auf dem Gelände an der Kornstraße in Wetschen erwartet die Besucher an zwei Tagen wieder ein Programm mit bekannten Tribute- und Coverbands. Am Freitag steht neben den Toten Ärzten und der Coverband Hotblooded auch die Lübbecker Band Fjordvind auf der Bühne, die beim Bandcontest mit kernigem Mittelalter-Rock überzeugt hatte.

Am Samstag stehen internationale Rocklegenden im Mittelpunkt. Starfish bringt die Musik von Coldplay nach Wetschen, Columbia präsentiert die größten Songs von Oasis. Mit Living Theorie dürfen sich die Besucher auf eine Hommage an Linkin Park freuen. Für den Hardrock-Abschluss sorgt Black Ice mit Klassikern von AC/DC. Das Warm-up am Nachmittag übernehmen The Dookies, der zweite Gewinner des Bandcontests.

Tickets gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung in Diepholz, Sulingen und Syke sowie online.

Mehr als 2.000 Auftritte kann die 1999 gegründete Hamburger Band inzwischen verbuchen. Sogar Hosen-Gitarrist Kuddel stand bereits mit der Formation auf der Bühne. Basti Z, die Stimme der Toten Ärzte, machte bei The Voice of Germany 2023 auf sich aufmerksam und schaffte es bis in die Teamfights. Das Erfolgsrezept der Band beschreibt Frontmann und Bassist Jey Petersen so: „Hier wird einfach eine Riesentüte Energie und Spaß aufgemacht.“ Im Interview mit der Mediengruppe Kreizeitung verrät er, warum die Songs der beiden Punkrock-Größen bis heute begeistern und was den Charme kleinerer Veranstaltungen ausmacht.

Was macht für euch den Reiz aus, die Songs der Ärzte und der Toten Hosen live auf die Bühne zu bringen?

Die Bands gehen mit der Zeit. Die Songs sind echte Evergreens, die Menschen aller Altersklassen mitreißen. Das sind Gassenhauer, die mitunter auch witzig sind. Die Leute rücken zusammen und singen gemeinsam. Eine schönere Sozialarbeit kannst du gar nicht machen. Am Ende ist es einfach eine tolle Party.

Habt ihr einen persönlichen Lieblingssong, auf den ihr bei keinem Konzert verzichten möchtet?

Wir haben eher das umgekehrte Problem. Wir haben viel zu viele Songs, die wir nicht spielen können. Unsere Konzerte dauern schon drei Stunden, unser Repertoire würde aber für sieben Stunden reichen. Alle Stücke haben ihre eigene Aussage und ihre Berechtigung. Wir spielen nie genau die gleiche Show und wählen die Songs für jeden Abend passend zum erwarteten Publikum aus. Manchmal passiert das auch spontan kurz vor dem Auftritt.

Was können die Besucher in Wetschen von eurer Show erwarten – gibt es besondere Überraschungen im Programm?

Es gibt Feuerspucker, wenn es die Sicherheitsrichtlinien zulassen, es gibt Nebelkanonen und sehr viel Bewegung auf der Bühne. Wir stehen da nicht nur rum, wir wollen das Publikum mitreißen und sind erst zufrieden, wenn es auch die Zuschauer sind.

Das Rock and More lebt von seiner familiären Atmosphäre. Wie unterscheiden sich Auftritte auf solchen kleinen Festivals von Konzerten in großen Städten oder Hallen?

Eigentlich gar nicht so sehr. Wir haben schon am Brandenburger Tor in Berlin vor 130.000 Zuschauern gespielt, aber auch bei kleinen Festen mit nur 1.000 Zuschauern. Jede Veranstaltung hat ihren Charme. Es ist immer wieder eine schöne Mischung. So oder so kriegen die Leute von uns eine tolle Show. Denn egal, ob kleine oder große Veranstaltung: Die Menschen kommen, um gemeinsam einen schönen Abend zu erleben. Und genau das wollen wir ihnen bieten. Auf kleinen Bühnen bist du natürlich näher dran. Da stehen meistens keine Ordner vor der Bühne. Das ist immer sehr schön.

Viele eurer Fans kennen die Texte Zeile für Zeile. Wie erlebt ihr die Stimmung, wenn ein Festivalpublikum von Anfang bis Ende mitsingt?

Wir genießen das natürlich, wenn die Leute mitgehen und mitsingen. Singen in Gemeinschaft ist das Wichtigste überhaupt. Man spürt sofort, wenn die Leute mitgehen – und sie merken, dass wir auf der Bühne mindestens genauso viel Spaß haben.

Wie bereitet ihr euch auf einen Festivalauftritt vor? Gibt es feste Rituale vor dem Gang auf die Bühne?

Es gibt immer eine herzliche Umarmung. Jeder geht zum anderen und drückt ihn. Dann ist die Energie da, mit der wir auf die Bühne gehen und die die Leute hoffentlich spüren.