Die Verräter: „Die Loyalen sind strunzdoof“ – so schlecht war noch keine Promi-Gruppe
Die Verräter „Die Loyalen sind strunzdoof“ – so schlecht war noch keine Promi-Gruppe
Während die Streamingzahlen überzeugen, krankt Staffel 4 von „Die Verräter“ an ganz anderer Stelle. Was ist nur mit den Loyalen los?
18.08.2026 , 22:16 Uhr
Loyale um Loyale wird entweder ermordet oder verbannt. So schlecht wie in diesem Jahr waren die Loyalen bei „Die Verräter“ noch nie.
Foto: RTL/Folge 04_001
In Staffel 4 von „Die Verräter – Vertraue niemandem!“ scheitern die Loyalen bislang an ihrer wichtigsten Aufgabe. Loyaler um Loyaler wird entweder gemeuchelt oder noch schlimmer: verbannt. Nach Folge 5 ist die Bilanz historisch schlecht.
Staffel 4 von „Die Verräter“ hat einen Negativrekord
Die Loyalen haben bei „Die Verräter“ eigentlich nur einen Job: Sie müssen die Verräter enttarnen und bei den runden Tischen aus der Show wählen. In der aktuellen Staffel klappt das jedoch überhaupt nicht – und dass, obwohl sich die Verräter immer wieder verplappern. Zur Halbzeit haben die Promis noch keinen einzigen Verräter erwischt – dafür mussten bereits neun Loyale ihre Koffer packen.
Damit stellt die vierte Staffel einen Negativrekord auf. Noch nie seit dem Start der RTL-Show war die Bilanz der Guten so schlecht. Während die drei Verräter nachts weiterhin ungestört Loyale aus dem Spiel nehmen, richten sich die Verdächtigungen der Gruppe vor allem gegen die eigenen Mitspieler – oft mit der Inbrunst der Überzeugung und dann langen Gesichtern, wenn mal wieder ein Mitspieler im Kreis der Wahrheit offenbaren muss, auf der „loyalen“ Seite gestanden zu haben.
Die Loyalen verlieren das Wesentliche aus den Augen
Das Grundprinzip von „Die Verräter“ klingt simpel: 18 Prominente ziehen gemeinsam in ein Schloss, drei von ihnen werden heimlich zu Verrätern bestimmt. Die übrigen 15 müssen herausfinden, wem sie vertrauen können. Wer am Ende einen Verräter überführt, erhöht die Chancen auf den Sieg der Loyalen. Scheitert die Gruppe, geht das Preisgeld an die Verräter.
In Staffel 4 scheint dieses Ziel jedoch immer weiter aus dem Blick zu geraten. An den runden Tischen wird zwar leidenschaftlich diskutiert, doch die Entscheidungen treffen bislang ausschließlich die falschen Personen.
In Folge 2 war die Uneinigkeit sogar so ausgeprägt, dass keine Nominierung mehr als zwei Mal gewählt wurde. Ein eindeutiges Zeichen, wie zerrissen die Gruppe ist. Die Loyalen zerfleischen sich gegenseitig, während die Verräter von der Unruhe profitieren. Jeder Streit liefert ihnen neue Deckung – und jede falsche Verbannung schwächt die gute Seite weiter und liefert Loyale ans Messer, wenn sie die „falschen“ nominiert haben.
In der Geschichte der Sendung ist das ein beispielloser Fehlstart. In früheren Staffeln gelang es den Loyalen deutlich früher, einen Verräter ausfindig zu machen. In der dritten Staffel traf es beispielsweise in der vierten Folge Wayne Carpendale. In den beiden Staffeln zuvor scheiterten Gerda Lewis und Florian Fitz in Folge zwei. 2026 sind dagegen bereits neun Unschuldige ausgeschieden, ohne dass die Gruppe einen ihrer drei Gegner enttarnt hätte.
Können die Loyalen überhaupt noch gewinnen?
Ganz ausgeschlossen ist ein Comeback der Loyalen natürlich nicht. Noch sind nicht alle Folgen ausgestrahlt, und ein einziger Treffer könnte die Dynamik im Schloss verändern. Vor allem für Max Kruse wurde die Luft immer wieder dünn, doch seine rhetorischen Fähigkeiten retteten ihn bislang. Auch Ralph Morgenstern ist immer wieder für einen groben Patzer gut.
Um den Turnaround zu schaffen müssten die Promis allerdings ihre Strategie ändern: weniger gegenseitige Abrechnung, mehr Beobachtung – und vor allem ein besseres Gespür dafür, wer von den Konflikten tatsächlich profitiert.
So schlecht wie die Loyalen auch spielen: RTL scheint mit dem Erfolg des Formats zufrieden und schreibt in einer Pressemitteilung vom 18. August über den Streaming-Start: „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ melden sich in Kalenderwoche 32 (03.08. – 09.08.26) mit dem besten VOD-Kalenderwochenwert seit Start der Programmmarke zurück und steigen direkt auf Rang sechs im VOD-Ranking der privaten Anbieter ein.“
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