Die Verräter: Teilnehmerin Alexa Maria Surholt spricht offen über ihre Autoimmunerkrankung
Die Verräter Teilnehmerin Alexa Maria Surholt spricht offen über ihre Autoimmunerkrankung
Alexa Maria Surholt hat eine bewegte Geschichte, wenn es um Krankenhäuser geht: vor und neben der Kamera. Für RTL wagt sie nun den nächsten Schritt und zieht ins Schloss der „Verräter“.
16.08.2026 , 21:04 Uhr
Alexa Maria Surholt ist Teilnehmerin bei „Die Verräter“ auf RTL.
Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Alexa Maria Surholt ist einem Millionenpublikum als Verwaltungsdirektorin der Sachsenklinik Sarah Marquardt aus der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ bekannt. Seit 1998 gehört sie zum festen Ensemble der Krankenhausserie. Auch im Privatleben hat die gebürtige Fränkin eine Krankengeschichte, die von Höhen und Tiefen geprägt ist. Ihre Autoimmun-Erkrankung Hashimoto wurde erst nach einem langen Weg zur richtigen Diagnose erkannt. Nun ist die Schauspielerin in der vierten Staffel der RTL-Show „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ dabei.
- Name: Alexa Maria Surholt
- Geburtstag: 28. Januar 1968
- Größe: 1,72 Meter
- Geburtsort: Erlangen
- Wohnort: Berlin und Hamburg
- Beruf: Schauspielerin, Sängerin, Sprecherin und Moderatorin
- Familie: verheiratet; ein erwachsener Sohn
- Instagram: @alexa_maria_surholt_official
Alexa Maria Surholts Weg von Müdigkeit und Gelenkschmerzen zur Hashimoto-Diagnose
Alexa Maria Surholt kennt die Wirkung eines gut gesetzten Auftritts. Als Sarah Marquardt betritt sie seit fast drei Jahrzehnten die Sachsenklinik, mit Akten unter dem Arm und meist einer klaren Meinung im Gepäck und keine Konfrontation mit Oberärzten und dem Klinikpersonal scheuend. Privat musste die Schauspielerin dagegen lange mit einem Körper leben, dessen Signale sich nicht ohne Weiteres von Ärzten entschlüsseln ließen.
In einem Gespräch mit der Zeitschrift „Bunte“ berichtete Surholt 2020 von anhaltender Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Antriebslosigkeit und einer deutlichen Gewichtszunahme. Zunächst schienen die Beschwerden zu den wechselhormonellen Veränderungen zu passen. Das war auch die vorläufige Diagnose, doch Zweifel blieben. Erst eine genauere Untersuchung der Schilddrüsenwerte brachte die Erklärung: Surholt leidet an Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.
Als Sarah Marquardt kennt sie das Spiel mit den Zwischentönen
Für Surholt war die Diagnose ein Einschnitt – aber auch eine Erleichterung. Nach eigener Aussage verschrieb ihr der Arzt das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin. „Schon nach zwei Wochen kam die lebensfröhliche Frau, die ich von früher kannte, zurück“, sagte sie der „Bunte“.
Anschließend stellte die Schauspielerin ihre Ernährung um. Sie berichtete, ohne strenge Diät und ohne extremes Sportprogramm fast 20 Kilogramm abgenommen zu haben. Entscheidend sei für sie aber nicht die Zahl auf der Waage gewesen, sondern die zurückgewonnene Energie. Ihren Körper wollte sie dabei nicht gegen ein vermeintliches Schönheitsideal eintauschen. Die „Body Positivity“-Bewegung sei für Frauen „ganz wichtig“, sagte Surholt in dem Interview. Jeder Körper sei auf seine Weise schön.
Aus Erlangen auf die Bühne und in die Sachsenklinik
Alexa Maria Surholt wurde am 28. Januar 1968 in Erlangen geboren. Von 1991 bis 1994 absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Maria-Körber-Schule in Berlin. Noch während dieser Zeit stand sie für die ZDF-Serie „Zwei Münchner in Hamburg“ vor der Kamera. Ihr Bühnendebüt gab sie in „Pünktchen und Anton“ an den Westfälischen Kammerspielen in Paderborn.
Es folgten Theater- und Filmrollen. Surholt war unter anderem in Nico Hofmanns Psychothriller „Der Sandmann“ an der Seite von Götz George zu sehen sowie in „Ganz und gar“ und „Sommersturm“. Der große Durchbruch kam 1998 mit „In aller Freundschaft“. Als Verwaltungsdirektorin und Antagonistin Sarah Marquardt wurde sie zu einer der Konstanten der ARD-Serie.
Dass die Rolle so lange Teil ihres Lebens bleiben würde, war keineswegs selbstverständlich. Als Surholt während der Serienarbeit schwanger wurde, fürchtete sie nach eigener Aussage, ihre Figur könne aus der Serie geschrieben werden. Stattdessen wurde die Schwangerschaft in die Handlung eingebaut. Aus der Schauspielerin wurde in der Serienwelt eine alleinerziehende Mutter – und aus der ursprünglich etwas eindimensionalen „Sarah Marquardt“ eine Figur mit mehr biografischen Schichten.
Surholt hat sich dennoch nie auf die Sachsenklinik beschränkt. Sie arbeitet auch als Sprecherin und Moderatorin und ist musikalisch aktiv. Gemeinsam mit dem Hamburger Saxofonisten Eberhard Michaely schrieb und arrangierte sie 13 deutschsprachige Lieder. Seit 2011 ist sie zudem an den „V-Monologues“ beteiligt, einem Bühnenprojekt gegen Gewalt an Frauen.
Ein Telefonjob, getrennte Zimmer und ein spätes Ja
Ihr pragmatischer Lebensansatz lässt sich auch an einer älteren Episode erkennen. Um als Schauspielschülerin Geld zu verdienen, arbeitete sie zeitweise als Telefonistin. Pro Stunde musste sie 60 Gespräche führen. Ausgerechnet daraus, berichtete sie der „Bunte“, rühre ihre Abneigung gegen Telefongespräche.
Privat ist Surholt seit 2016 verheiratet. Mit ihrem Mann Jens ist sie nach eigener Aussage lange zusammen, bevor beide heirateten. In einem „Bunte“-Interview beschrieb sie ihre Ehe als Verbindung mit viel Nähe und ebenso viel Eigenständigkeit: In der gemeinsamen Wohnung habe jeder ein eigenes Zimmer, nur das Schlafzimmer werde geteilt. Das Paar hat einen erwachsenen Sohn.
Aus der Sachsenklinik auf MDR ins Schloss von RTL
In der vierten Staffel von „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ ist Alexa Maria Surholt mit dabei. In der von Sonja Zietlow moderierten Show treten 18 Prominente gegeneinander an. Neben Surholt gehören unter anderem Cathy Hummels, Max Kruse, Marijke Amado, Ralph Morgenstern und Tine Wittler zum Cast.
Das Gastspiel dauerte jedoch nicht besonders lange. Alexa Maria Surholt war gleich das erste Mordopfer durch das „Verräter“-Grüppchen. „Es hat nicht physisch weh getan, aber seelisch tut es wirklich weh.“ Einen Tipp hat sie aber für die Loyalen: „Habt Mut.“ Sich selbst sieht sie als Opfer, das ein Exempel statuieren soll. Alexa Maria Surholt hatte vor der Gruppe gesagt, dass ihr ein Ausscheiden etwas ausmachen würde und schon hatten die Verräter agiert.
Die Staffel ist auf RTL+ seit dem 3. August verfügbar. Bei RTL beginnt die Ausstrahlung am 17. August. Das Format setzt auf Misstrauen, Täuschung und die Frage, welche Teilnehmerinnen und Teilnehmer loyal spielen und wer im Verborgenen gegen die Gruppe arbeitet.
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