Die „Women in Blue“ gehen erneut heimlich auf Mörderjagd in Mexiko-Stadt

Stand: 10.08.2026, 07:00 Uhr

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Women in Blue - Die "Women in Blue" nehmen wieder den Kampf für Gerechtigkeit und gegen das korrupte, patriarchalische System auf (von links): Valentina (Natalia Téllez), María (Bárbara Mori), Gabina (Amorita Rasgado) und Ángeles (Ximena Sariñana).

Women in Blue - Die "Women in Blue" nehmen wieder den Kampf für Gerechtigkeit und gegen das korrupte, patriarchalische System auf (von links): Valentina (Natalia Téllez), María (Bárbara Mori), Gabina (Amorita Rasgado) und Ángeles (Ximena Sariñana). © Apple TV

In Staffel eins erkannten die Protagonistinnen, dass die erste weibliche Polizeieinheit Mexikos nur ein PR-Gag war. Dennoch überführten sie einen Mörder, auch wenn sie dafür keine Anerkennung erhielten. In den neuen Folgen nehmen sie es nun erneut mit dem Patriarchat und einem Serienmörder auf.

Fiktionalisierte Geschichten vor historischem Hintergrund erfreuen sich großer Beliebtheit. Hierzulande gehören Serien wie „Charité“ oder „Weissensee“ dazu, aus Mexiko stammt die Apple-TV-Serie „Women in Blue“ über vier Frauen, die Anfang der 70er-Jahre der ersten weiblichen Polizeieinheit des ultrakonservativen Landes beitreten. Staffel eins erhielt auf dem Bewertungsportal „Rotten Tomatoes“ eine seltene 100-Prozent-Wertung. Die acht Folgen der zweiten Staffel sind ab Mittwoch, 12. August, wöchentlich abrufbar.

Zu Beginn der ersten Staffel traten die zweifache Mutter María (Bárbara Mori), die Polizistentochter Gabina (Amorita Rasgado), die kluge Ángeles (Ximena Sariñana) und Marías rebellische Schwester Valentina (Natalia Téllez) mit großen Ambitionen ihren Dienst bei der Polizei in Mexiko-Stadt an. Doch schnell mussten sie erkennen, dass die patriarchalischen Machos nicht vorhatten, sie ernsthaft Polizeiarbeit machen zu lassen.

Die Fraueneinheit entpuppte sich als PR-Gag, um die Medien davon abzulenken, dass die Männer in einem Serienmord-Fall nicht weiterkamen. Erst nachdem die „Women in Blue“ heimlich ermittelten und den entscheidenden Beitrag zur Lösung leisteten, wurde der Täter gefasst. Die Lorbeeren ernteten jedoch die Herren - und der Serienkiller Goyo Cadenas, der die Ermittlungen mit seinem Wissen unterstützt hatte und zum Dank nach 34 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde. Ist er wirklich geläutert? Auch in der neuen Staffel wird er sich in die Ermittlungen der vier Frauen einmischen.

Korruptionsfälle im Polizei- und Justizsystem

Nachdem der homosexuelle Student Lucio ermordet wurde, haben die männlichen Ermittler nur Abscheu und Hohn für das Opfer übrig. Gabina und Valentina, abgestoßen davon, sind entschlossen, den Täter zu finden. María, die eben erst befördert wurde, gerät in eine Zwickmühle: Sie möchte Gerechtigkeit, dabei aber keine Regeln brechen.

Und so stellen die anderen Nachforschungen an und erfahren, dass Lucio ein Verhältnis mit dem Familienvater Mauricio hatte. War es ein Mord aus Leidenschaft? In diese Richtung gehen die offiziellen Ermittlungen. Doch die Frauen verfolgen eine andere Spur: Rache. Das scheint sich zu bestätigen, als weitere Männer ermordet werden, die alle einer marxistischen Gruppierung angehörten. Schließlich siegt auch Marias Gerechtigkeitssinn und die vier „Blues“ gehen erneut auf heimliche Mission. Dabei decken sie ungeahnte Korruptionsfälle im Polizei- und Justizsystem auf.

Auch die zweite Staffel besticht durch einen interessanten Fall, der wahre Ereignisse wie das „Halconazo“-Massaker mit fiktionalisierten Themen verbindet. Erneut spart die Serie nicht mit Sozialkritik und feministischen Ansätzen. „Trotze dem System, finde die Wahrheit heraus“ ist das Motto der vier Protagonistinnen, die, wenn auch stereotyp gezeichnet, mit ihrem leidenschaftlichen Kampf für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung mitreißen. Der Titelsong „No Soy Tuya“ ist passenderweise eine mexikanische Adaption des emanzipatorischen 60-er-Hits „You Don't Own Me“ - „Du besitzt mich nicht“. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)