Mitten im Museumsbetrieb: Täter schlagen Vitrine ein und stehlen 673-Diamanten-Collier in Wien
Diebesgut im Wert von Millionen: spektakulärer Raubzug in Wiener Museum am helllichten Tag
Stand: 02.09.2026, 14:00 Uhr
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Zwei Täter schlugen eine Vitrine ein und stahlen ein Diamanten-Collier von Van Cleef & Arpels – mitten im laufenden Museumsbetrieb in Wien.
Wien – Zwei bislang unmaskierte Männer haben am Donnerstag, den 27. August, während der regulären Öffnungszeiten das Museum für angewandte Kunst in Wien bestohlen. Wie Berichte von BBC und The Guardian zeigen, die von der Zeitung Helsingin Sanomat aufgegriffen wurden, erbeuteten die Täter nach dem Kauf von Eintrittskarten ein rund 200 Karat schweres Platin-Collier der Marke Van Cleef & Arpels im Wert von über 3,5 Millionen Euro, das mit 673 Diamanten besetzt ist.
Die Diebe verschafften sich gewaltsam Zugang, indem sie eine Vitrine mit einem Hammer zerschlugen. Einer der Verdächtigen war mutmaßlich mit einer Schusswaffe bewaffnet, verletzt wurde jedoch niemand.
Der Vorfall verdeutlicht einen europaweiten Trend zu immer brachialeren Überfällen auf Museen und Kultureinrichtungen. Laut Recherchen der Publikation Epoch Times nutzen Kriminelle zunehmend Vorschlaghämmer, Äxte, Brecheisen und Sprengstoff, um an wertvolle Exponate zu gelangen.
Organisierte Kriminalität und internationaler Kunstraub
Experten warnen vor professionellen kriminellen Strukturen hinter diesen Taten. Wie der französische Journalist und Autor Luc Larriba gegenüber Epoch Times erklärte, rangiert der illegale Kunsthandel laut UNESCO weltweit an dritter Stelle der größten Kriminalmärkte, gleich hinter dem Drogen- und Waffenhandel. Es handele sich um hochorganisierte kriminelle Netzwerke, die extrem diskret agieren.
Die Ermittler verweisen in diesem Zusammenhang auch auf frühere Fälle in Frankreich, bei denen wertvolle chinesische Artefakte und Goldobjekte entwendet wurden, die mutmaßlich für spezialisierte Märkte bestimmt waren. (Redaktion)