Diese autofreie Ostseeinsel ist jetzt mit einem Kreuzfahrtschiff zu erreichen

Im Norden

Diese autofreie Ostseeinsel ist jetzt mit einem Kreuzfahrtschiff zu erreichen

Der Leuchtturm Dornbusch ist das Wahrzeichen der autofreien Ostseeinsel Hiddensee.
Anke Geffers

Mit einem Flusskreuzfahrtschiff über die Ostsee: die MS Thurgau Chopin ist klein genug, um in schmalen Fahrrinnen zu fahren und kann so Inseln wie Hiddensee, Rügen und Usedom anlaufen.

Heute Hiddensee, morgen Rügen, übermorgen Usedom – klingt anstrengend, ist es aber nicht. Mit der MS Thurgau Chopin ist Ostsee-Inselhopping erholsam und abwechslungsreich zugleich. Das 83 Meter lange Schiff mit Platz für 80 Passagiere ist klein genug, um in schmalen Fahrrinnen und auf Flüssen wie der Oder zu fahren. Leinen los für eine Reise von Stralsund über Hiddensee, Rügen, Usedom und Stettin nach Berlin.

Blaue Segelyacht an der Hafenmole vor modernem Hafengebäude im Hafen
Die MS Thurgau Frederic Chopin startet vom Hafen in Stralsund zu einer Kreuzfahrt über die Ostsee, das Stettiner Haff, die Oder und die Havel bis nach Berlin.
Anke Geffers

Hanse und Hafen

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Nur wenige Schritte sind es vom Hafen in die Altstadt von Stralsund. Drei mächtige gotische Kirchen prägen die Silhouette genauso wie vor rund 700 Jahren. Die erste Nacht bleiben wir vor Ort und starten am Vormittag zur Radtour mit den bordeigenen E-Bikes und unserem Schweizer Guide Werner, der alle autofreien Schleichwege in und um Stralsund herum kennt.

Weißes Herrenhaus hinter Teich, umgeben von Bäumen, Schilf und blauem Himmel mit Wolken.
Schloss Kittendorf ist nur ein Ziel einer geführten Radtour rund um Stralsund mit den bordeigenen E-Bikes.
Anke Geffers
Mehrere Radfahrer stehen vor einer Fachwerkvilla am Parkweg.
Rad
Hitthim

Autofreie Insel

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Die Kirchtürme am Horizont werden immer kleiner. Wir fahren über die Ostsee, ungewöhnlich für ein Flusskreuzfahrtschiff. „Die Strecke nach Hiddensee ist schwierig, weil die Fahrrinne sehr schmal ist“, sagt Kapitän Radek Pokorny, der das Schiff routiniert auf Kurs hält. Im Hafen angekommen, geht es per Rad zum Leuchtturm Dornbusch. Wir genießen den Ausblick über die autofreie Insel und sind froh über die elektrische Antriebshilfe.

Buchen und Buchten

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Sonnendeck der MS Thurgau Chopin
Entspanntes Reisen auf dem Sonnendeck der MS Thurgau Chopin.
Anke Geffers

Auf dem Weg nach Rügen finden sich die Gäste  auf dem Sonnendeck ein, um aufs Wasser und die Küstenlinie von Deutschlands größter Insel zu schauen. Das Mittagessen wird ab 12 Uhr serviert – als Lunchbuffet in der Lounge oder mit Service im Bordrestaurant. Vom Hafen in Lauterbach machen wir uns auf den (Rad-)Weg. Neben stillen Wegen durch alte Buchenwälder gehören eine Fahrt mit der Kleinbahn „Rasender Roland“, ein Besuch in Binz und ein Abstecher zum Jagdschloss Granitz zum Ausflug.

Info:

Drei Städte, drei Inseln und unendlich viele Erlebnisse: Die achttägige Flusskreuzfahrt „Zauber der deutschen Ostseeinseln” mit der MS Thurgau Chopin startet in Stralsund, führt über die Ostsee und das Stettiner Haff und weiter auf Oder und Havel bis Berlin. Gäste können ein Rad-Package mit E-Bikes buchen, oder an geführten (Bus-)Azusflügen teilnehmen. Das Boutique-Schiff hat Platz für rund 80 Gäste. Die Reise kostet ab 1850 Euro. Infos zu dieser und anderen Flusskreuzfahrten unter www.thurgautravel.de

Seeadler und Strände

Aller guten Inseln sind drei. Wir legen in Wolgast an und sind – nur durch eine Brücke getrennt – auf Usedom angekommen. Gäste ohne Rad-Package starten zum Busausflug. Alle anderen schaffen die rund zwanzig Rad-Kilometer zum Ostseebad Karlshagen und zurück mit links. Nachmittags ist genug Zeit zum Ausruhen, während das Schiff über das Stettiner Haff Kurs auf Polen nimmt. Vom Sonnendeck sind heute sogar Seeadler zu sehen.

Städte in Grün

Radfahren auf Usedom
Radtour auf Usedom von Wolgast nach Karlshagen.
Anke Geffers

Stettin ist keine Schönheit auf den ersten Blick, aber überraschend grün mit Parks, Rosenbeeten, Springbrunnen und ausgezeichneten Radwegen. Berlin, das Ziel der Reise, erleben die Kreuzfahrer nach einer Fahrt über Schwedt von der Havel aus. Auch hier zeigt sich die Stadt vom Wasser aus von der grünen und ungewöhnlich ruhigen Seite.